Freitag, 4. November 2016

Befindlichkeiten oder die Harmonie des Falschen

Ich gehöre zu den Leuten, die schon von Berufs wegen viel Kontakt mit Menschen haben. Auch gehöre ich zu der immer seltener werdenden Spezies Mensch, die mit offenen Augen durch die Welt gehen. So fällt mir natürlich etwas auf : Die Menschen leiden zusehens an immer neuen Befindlichkeiten. Was früher ganz normal ertragen wurde, wird heute zu einer unmöglichen Belastung und muß natürlich sofort, unbürokratisch, auf Kosten des Steuerzahlers oder des Dienstleisters, möglichst vegan und ökologisch und natürlich klimaneutral gelöst werden. Und kosten darf es natürlich auch nichts. Ich könnte darüber kotzen.

Da werden heute gut ausgebildete Berufssoldaten für 3 Monate in ein Krisengebiet geschickt. Dort ist es warm (kann in manchen Gegenden schon mal vorkommen), da laufen Leute herum, die sich nicht mit Winkefähnchen zur Begrüßung einfinden und gelegentlich kann es vorkommen, daß der Soldat sogar seine Waffe einsetzen muß. Natürlich nur im Rahmen der Einsatzplanung, verhältnismäßig und möglichst ohne zivile Kollateralschäden. Nach 13 Wochen kommt er dann wieder. Mit 92 Tagessätzen für den Auslandseinsatz in der Tasche, einer blanken Medaille an der Brust und ist so schwer traumatisiert, das er für die restlichen 8 Jahre seiner Verpflichtungszeit am Besten zu Hause bei Mama den Kakao kaltgeblasen bekommen muß. Da habe ich als direkten Vergleich einen Großonkel zur Hand, der 1943 als Kompaniechef einer Panzeraufklärungseinheit bei Kursk mal eben schnell im Feindfeuer ein Auge verlor, fast zwei Wochen direktem Feindbeschuß ausgesetzt war, seinen Auftrag erfolgreich beendete und dafür nicht einmal ein Dankeschön bekam. Er tat seine Pflicht vom ersten bis zum letzen Kriegstag. Traumatisiert ? Nicht die Spur ! Bis zu seinem Tode 1998 galt der Mann als besondere Humorkanone in seinem örtlichen Schützenverein.

Da ist der Kollege (3 Kinder, gemietetes Reihenhaus, Großraumkombi), der leider keine Überstunden machen kann, weil ihm eine Erhöhung seines Bruttogehaltes die staatlichen Zuwendungen kürzen könnte. Wo sollte es hinführen, wenn der Herr sich seine teure Freizeit dadurch versauen würde, für die Erhaltung seines Lebensstandarts selber zu arbeiten ? Da verlässt man sich lieber auf den Staat, die Kindergeld- und Wohngeldkasse, die Aufstockung des Gehaltes durch Ämter und Fürsorgeeinrichtungen. Wenn ich da meine Bekannten in Asien ansehe, die sich krummlegen müssen um ihren Kindern eine gute Ausbildung zu verschaffen, Sonderschichten fahren um Geld in die Kasse zu bekommen und obendrein noch die kranke Oma zu Hause durchfüttern, frage ich mich, wer zukünftig auf dem Weltmarkt noch seinen Platz finden kann. Meine Urgroßeltern hatten eine kleine Landwirtschaft und 10 Kinder - da ist auch niemand gekommen und hat ihnen mal eben das Haus finanziert. Da hieß es anpacken, arbeiten, verzichten - das ist heute natürlich absolut unzumutbar !
Da würde ja die Zeit und das Geld für das Tennisspiel, die Sauftour oder den Zweitwagen fehlen.
Vom Ski-Urlaub ganz zu schweigen .

In meinem Bekanntenkreis befinden sich zahlreiche Familien mit Kindern. Merkwürdigerweise sind alle hochbegabt, aber meist auch verhaltensauffällig. Quengeln, schreien, Ausbrüche von Gewalt - alles schon mitbekommen. Da wird dann über die Familienhilfe des Jugendamtes ein Psychologe beauftragt (zahlt ja die Stadt), die Klassenlehrerin hinzugezogen (kostet ja nix) und die Schäden, die der ungezogene Rotzlöffel verursacht über die Haftpflichtversicherung abgerechnet. Früher genügte da zur rechten Zeit eine Ohrfeige oder ein geröteter Hintern und der Bengel war ein für alle Male geheilt. Aber dafür müssten ja Eltern das tun, was heute so gesellschaftlich geächtet ist - ihrem verzogenen Balg mal dosiert Gewalt antun und ihm zeigen, wo der Hammer hängt. Das sich diese Erziehungsmethode bewährt hat, zeigen die vergangenen 100 Generationen, denen man nicht mit dem Wattebäuschchen den Stampfzucker in den Popo geblasen hat. Da hat man den Nachwuchs eben zur Garten- oder Hausarbeit verpflichtet, ihnen Hausaufgaben bis zum Stehkragen aufgenötigt und anschließen sie noch fachgerecht zusammengestaucht. Die weiche Welle der antiautoriäten Erziehung produziert eben nichts Anderes als eine verzärtelte Bande von Ich-bezogenen Versagern, die weder für das Leben noch für die Arbeitswelt brauchbare Elemente bilden können.

Alles in Allem sehe ich schwarz. Soldaten, die ängstlich zusammenzucken, wenn ein Schuß fällt, Familienväter, die die Versorgung der Familie ohne Scheu den Sozialkassen anhängen und Kinder, denen Führung und Disziplin fehlt - wo soll das anders hinführen als in den gesellschaftlichen Abgrund. Offenbar fehlt da eine Autorität, die diesem verlotterten Haufen mal kräftig in den Hintern tritt. Nur leider haben auch unsere "Führungseliten" da so ihre Befindlichkeiten. Man könnte sich ja unbeliebt machen, politisch nicht korrekt sein oder gar bei einer der sattsam bekannten Nicht-Regierungs-Organisationen böse anecken. Der Stabsarzt möchte keine Unannehmlichkeiten wegen dem jammernden Soldaten, der Familienvater möchte das traute Familienleben nicht gegen harte Arbeit tauschen und das Jugendamt sorgt sich mehr um das scheinbare individuelle Kindeswohl als mal ein Machtwort zu sprechen. Friede - Freude - Eierkuchen ! Hauptsache man hat sich die Mühe vom Hals gehalten und niemandem vors Knie gepisst. Das sich dadurch dauerhaft die Spirale der Verlotterung nur noch schneller in den Abgrund dreht, wird mal verdrängt. Na, Mahlzeit

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Deutschland für alle ?

Wenn ich mir die Ströme von Migranten ansehe, die in diesen Tagen als "syrische Flüchtlinge aus Aleppo" in dieses Land kommen und mir im gleichen Moment die leider zahlreichen Deutschen ansehe, die noch aus gefühlsgeschwängerter Empathie diesen Menschen die Hand reichen, so frage ich mich . "Ist Deutschland denn für alle da?".

Kein internationaler Konflikt, keine Hungernot in fernen Ländern, kein Bürgerkrieg und keine Notlage auf der Welt, wo nicht sofort und unbürokratisch unsere Politiker die Geldbörse der detschen Steuerzahler aufmachen und umkränzt vom eigenen Weihrauch das sauer verdiente Geld der Deutschen mit vollen Händen in die bodenlose Töpfe der Welt werfen. Nun aber hat die Form des politischen Maschochismus mit dem geduldeten Zustrom von jedem, der an der Grenze nur schnell genug "Asyl" krähen konnte einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Kanzlerin - planlos und abgehoben von innenpolitischen Problemen - ergeht sich in Selfies mit Illegalen, an den Bahnhöfen klatschen die Willkommens-Idioten und in den Aufnahmeeinrichtungen oszillieren sich die Gutmenschen in den seelischen Orgasmus. Plakate mit sinnigen Sprüchen werden hochgehalten, die da lauten "Kein Mensch ist illegal" und "Deutschland für alle". Ein besonders klug scheinender Claquer der Merkelschen Grenzpolitik meinte gar, es wäre doch reiner Zufall in welchem Lande man geboren ist.
Ich sehe das anders.

Ich bin ein Kind meiner Eltern. Mein Vater hat 50 Jahre in diesem Lande gearbeitet, seine Steuern bezahlt und war freiwillig bei der Bundeswehr als diese noch nicht mit dem Füllhorn der guten Taten ihre Personalschwäche ausbügeln mußte. Der Mann brauchte noch 5 Jahre soldatischen Dienst bis er seinen Feldwebel-Winkel tragen konnte. Mein Großvater mütterlicherseits war von 1932 bis 1945 Soldat und hat für dieses Land im Krieg gekämpft. Er verlor einen Unterschenkel, ein Auge und einen Unterarm. Bekommen hat er dafür ein Kreuz um den Hals und eine Pension. Von seinen 8 Brüdern, die ebenfalls Kriegsfreiwillige waren, haben 6 nur ein Holzkreuz bekommen. Von Caen bis Smolensk liegen ihre Beine auf den Schlachtfeldern. Mein Urgroßvater war 1904 als junger Mann in China (als Deutschland noch Kolonien besaß) und hat als Sergeant der berittenen Polizeischutztruppe für die Sicherheit seiner Landsleute gesorgt, was in Anbetracht des erst kurz zuvor gescheiterten Boxeraufstandes nicht einfach gewesen sein dürfte. Sein Vater wiederum hat im 1870/71er Krieg das eiserne Kreuz bekommen - als Unteroffizier bei der Artillerie. Es ist also kein Zufall, das ich hier lebe.

In allen deutschen Familien in diesem Lande sind die Geschichten ähnlich gelagert. In jeder Generation wurde auf irgendeinem Schlachtfeld, in irgendeinem Krieg der Blutzoll entrichtet. Unsere Vorfahren haben für dieses Land gekämpf, haben für dieses Land geblutet und sind für dieses Land gefallen. Unsere Mütter und Großmütter haben für dieses Land geschuftet, gehungert und Kinder geboren. Es ist nicht so, daß uns dieses Land von der Vorsehung geschenkt worden ist. Wir haben jeden Quadratmeter unseres Vaterlandes mit Blut, Schweiß und Tränen bezahlt. Wenn also nun jemand kommt und meint, wir sollten aufgeben, was uns unsere Vorfahren teuer erstritten haben, so wird er mit allem Widerstand rechnen können, zu dem wir fähig sind.

Die Menschen in diesem Lande sind lange ruhig geblieben. Wir haben nichts gesagt, als unser Staatsbesitz für eine nebulöse Idee eines vereinten Europas verschleudert wurde, damit in Brüssel und Straßburg einige Politkasper ihren Champagner trinken können. Wir haben Ländern geholfen, deren Existenz uns erst durch genauen Blick auf den Globus bekannt wurde. Aber anzunehmen, wir würden taten- und wortlos zusehen, wenn nun Horden wildgewordener, kulturfremder Gestalten mit archaischen Lebensformen in dieses Land kommen, so hat man die "Furor teutonicus" sträflich unterschätzt. Einmal ist der Punkt erreicht, an dem wir nicht mehr abwägen, wie unser Ansehen in der Welt ist, an dem wir nicht mehr überlegen, ob unser Handeln mit der Haager Landkriegsordnung, der Flüchtlingskonvention oder der Menschenrechts-Charta vereinbar ist. Dann werden viele in diesem Land die mit Erschrecken feststellen, das uns auch 2000 Jahre Christianisierung nicht von unseren germanischen Wurzel zu trennen vermocht hat. Wenn die Masse rast und ihre Opfer haben will, dann wird weder ein Herr Maas mit dem Gesetzbuch unterm Arm, noch ein Bischof mit der Bibel in der Lage sein, diese Masse aufzuhalten. Als gelernte Physikerin hätte Frau Merkel eigentlich wissen müssen, das kritische Massen eine Kettenreaktion zur Folge haben können..

Die öffentliche Schmähung staatlicher Amtsträger in Dresden war nur ein laues Lüftchen gegen den Wind, der losbrechen kann. Ich warne lediglich aus tiefer Sorge, auch und gerade diejenigen, die heute meinen alles schönreden, erklären und gutheißen zu müssen. Wenn einmal der Sturm losbricht, so werden sie genauso hinweggefegt, wie jene, die uns heute versuchen zu überrennen. Es bleibt diesen Menschen nur die Chance rechtzeitig ihren Weg umzusteuern. Ein Blick in die Geschichte genügt. Wir haben die Römer aus dem Lande geprügelt, die Schweden kleingeklopft, mehrfach die Osmanen bei Wien verdroschen, 2 Weltkriege überstanden (inkl der Inflationen und des Territorialverlustes) und wir haben sogar die Pest überlebt. Aber wir haben das nicht überstanden, in dem wir uns selber verleugneten und uns aufgaben - sondern wir haben uns unserer Kräfte besonnen und zurückgeschlagen. Wie sagte einst Tante Agnes als in ihren Ort erstmals amerikanische Touristen kamen "Den Napoleon sind wir auch losgeworden!".

Höflichkeit ist eine Zier

....doch weiter kommt man ohne ihr"  - so lautet ein altes deutsches Sprichwort. Höflichkeit ist ein Grundpfeiler gepflegten menschlichen Zusammenlebens und schon von frühester Jugend wurde mir beigebracht gegenüber bestimmten Leuten Höflichkeit und Respekt zu bekunden.Und das war auch gut so.

Wenn ich mit meinem Großvater unterwegs war -- und das war ich als Kind und Jugendlicher sehr oft, weil der alte Herr zwar sehr rüstig war, aber als Schwerstkriegsversehrter eben gelegentlich Unterstützung brauchte - so habe ich gesehen, das das Ziehen des Hutes und ein freundliches Wort zu seinem Gegenüber so manchen Weg ebnen kann. Wenn man morgens in Herdecke dem Herrn Bürgermeister oder dem Leiter der Polizeiwache begegnete, so lüftete mein Großvater seinen Hut und sprach mit den Leuten ein paar Worte. Ebenso geschah es, wenn man dem Bäcker oder Metzger begegnete, den Leuten vom Veteranen-Verband oder dem VdK sowieso (heute nennt man das Smalltalk) das sich eine kleine Unterhaltung über allerlei Dinge entwickelte. Außerdem erfuhr man den neuesten Klatsch und Tratsch. Nun ist mir schon damals aufgefallen, daß mein Großvater viele Leute grüßte und auch von sehr vielen begrüßt wurde und die Herren meist den damals noch üblichen Hut zogen. Das war zum einen der Bekanntheit meiner Familie geschuldet, zum anderen der Tatsache, daß mein Großvater selber in Herdecke als ehemaliger hochdekorierter Jagdflieger eine gewisse Prominenz besaß. Auch wurde allgemein mit Achtung bemerkt, daß er sein Leben trotz verlorenem Unterschenkel und verlorenem Unterarm meisterte. Da zollten die Leute Respekt. Und Höflichkeit ist eine Form davon.

Respekt zollen und  Respekt haben bedingt aber immer auch, daß das Gegenüber diesen Respekt verdient. Sei es nun der Vorgesetzte im Betrieb oder der Behörde, sei es der ältere Mitmensch mit langer Lebenserfahrung oder sei es auch ein Repräsentant unseres Staates - nur auf Grund der Tatsache, das dieser Mensch vielleicht eine Lohngruppe über einem angesiedelt ist, ein größeres Auto fährt oder ein Wahlamt innehat, verdient noch keinen Respekt. Respekt ergibt sich aus der individuellen Leistung des Einzelnen. Egal ob jemand Minister oder Lokführer ist. Ein schlechter Minister verdient keinen Respekt - ein guter Lokführer schon. Einem Menschen, dessen Leistung blamabel am unteren Ende der Leistungsskala angesiedelt ist, nur deshalb Respekt vorzuheucheln, weil er vielleicht ein hohes Amt besitzt, ist reine Schleimerei und fällt negativ auf den zurück, der den falschen Respekt bezeugt. Diejenigen, die einem Minister zujubeln, den sie gestern noch am Biertisch für einen Idioten gehalten haben, aber ihm nun offiziell die Hand schütteln dürfen, sind einfach widerliche Kriecher und Schleimbeutel. Davor hätte mein Großvater ausgespuckt - und das mit Recht !

Nun war der "Tag der deutschen Einheit" und in Dresden wollte sich unsere Politprominenz mit Herrn Gauck und Frau Merkel an der Spitze bejubeln lassen. Nur leider haben ihnen Tausende von Buh-Rufern, Trillerpfeifen-Benutzern und Schmähschreiern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt wie einst die Queen in Hamburg, Kennedy in Berlin oder Adenauer in Bonn glaubten sich unsere gewählten Volksvertreter medienwirksam im Ruhme des Jubelvolkes sonnen zu können. Pustekucken ! "Volksverräter", "Faules Pack" und "Hau ab" riefen die Bürger, die sich den Weg zu den Feierlichkeiten nicht erspart hatten Das schmeckte den Herrschaften aber so garnicht. Frau Merkel entblödete sich nicht einmal, vor laufender Kamera eben nun Respekt einzufordern und Herr Lammert lamentierte über die Unhöflichkeiten auf dem Podium. Dabei sollten sich die Herrschaften doch einmal kritisch hinterfragen, ob für das, was sie dem Volk als Souverän in der Demokratie bieten (und dafür mehr als fürstlich alimentiert werden) eben diesen geforderten Respekt verdienen.
Das die meisten Politiker, trotz Schmährufen, weiter lächelnd in die Menge winkten, erinnert mich stark an dan die letzten Auftritte der DDR-Führung oder die berühmte letzte öffentliche Rede des Rumänen-Diktators Ceaucescu. Das Volk brüllte wütend und er glaubte, sie jubeln ihm zu. Realitätsverweigerung als eigene Eixistenzgrundlage ist keine stabile Basis.

Herr Lammert, der als Bundestagspräsident mal eben die Quittungen für noble Kugelschreiber und Tintenfäßchen im sechsstelligen Bereich verschwinden ließ (in jeder Firma würde man von Veruntreuung sprechen können). Frau Roth, die erst kritische Bürger als hirnlos betitelt und sich dann wundert, daß man ihre Teilnahme an Demonstrationen gegen duie Wiedervereinigung nicht vergessen hat. Frau Merkel, der egal ist, ob sie an der Flüchtlingskrise Schuld ist (weil jetzt sind die Leute einmal da), die ihren Plan umsetzen will (getreu Ulbrichts "Mein Freund, der Plan"), dann aber zugeben muß von den Ereignissen einfach überrollt worden zu sein. Ein Herr Pfarrer Gauck, in dessen Vita Lücken zu klaffen scheinen und bei dem die Vorwürfe mit dem MfS zusammengearbeitet zu haben nicht verstummen. Sie alle stellen sich hin und erwarten Respekt. Sie bezeichnen die Bürger als Pöbel, Pack und Dunkeldeutsche und erwarten wirklich, daß man ihnen zujubelt? Das kann nur eine Form krankhafter Selbstüberschätzung sein. Gewählte Beamte sind die Diener ihres Staates. Das Volk ist der Souverän. Wer muß da wem Respekt zollen? Wer muß da zu wem höflich sein? Wären Leute wie Frau Roth (die nicht einmal eine abgeschlossene Berufsausbildung besitzt) oder eine kopflos handelnde Frau Merkel, die andauern von einem Plan schwadroniert, den sie nie hatte und deren trauriges Herumwursteln ausschließlich der Erhaltung der eigenen Position gilt, Mitarbeiter eines Schnellrestaurants - sie wären alle bereits mit Schimpf und Schande auf die Straße geflogen.

Wenn ich mir unsere Politiker heute ansehe, kann man nur mit Bedauern feststellen, daß Mittelmaß zu erwarten noch sehr hoch erwartet ist. Wenn wir mal von den Jungpolitikern mit der Vita Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal absehen, die ihre Hinterbänklerexistenzen nur dem geschmeidigen Arschkriechen beim Vordermann verdanken, so ist daß was sich heute als politische Elite dieses Landes generiert zum größten Teil Ausschußware von der arbeitsmarktpolitischen Resterampe. Da fälschen diese Typen ihre Promotionsarbeiten mit dem Kopiergerät wie zum Beispiel der Herr zu Gutthenberg oder Frau Schwavan (eine gute Freundin der Kanzlerin, bis der Betrug ruchbar wurde) oder man gibt vor, einen Beruf zu haben für dessen akademische Ausbildung man noch nicht einmal die Zugangsvorraussetzung besitzt wie Frau Hinz, die es dann als angebiche Juristin nicht einmal mehr schaffte eine rechtswirksame Kündigung beim Bundestagspräsidenten zu präsentieren. Verwunderlich nur, das Herr Minister Kutschaty, als ihr Parteifreund, direkter Kollege und selber Jurist nicht gemerkt haben will, daß die Dame von Jura soviel Ahnung hat, wie ein Bergführer von der Hochseefischerei. Das zeigt, mit welchen Qualitäten diese Menschen uns glauben machen wollen, sie wären für ihre Ämter qualifiziert. Früher hätte man solche Leute aus dem Dorf geprügelt. Betrüger, Lügner und Bauernfnger verdienen keinen Respekt.

Wenn Politiker den Respekt des Volkes haben wollen, so steht es ihnen frei, sich diesen zu verdienen. Leute wie Helmut Schmidt, Franz-Josef Strauß oder Herbert Wehner verdienten und bekamen Respekt - selbst vom politischen Gegner. Leute wie Willy Brandt, Konstantin von Heeremann oder Alfred Dregger konnten sich trotz unterschiedlicher politischer Standpunkte auf Augenhöhe begegnen. Aber das waren auch Männer, die Politik aus Patriotismus und Überzeugung betrieben und nicht um eine Pension zu bekommen oder einen Dienstwagen zu fahren. Sehe ich mir heute das Kabinett der Frau Merkel an, so erkenne ich niemanden, der bei Helmut Schmidt auch nur den Kaffee hätte servieren dürfen. Bei Strauß wären solche Leute mit einem bayrischen Arschtritt in die tiefste Provnz zum Lernen geschickt worden. Aber es ist eben so, daß schlechte Kommandeure auch schlechte Soldaten hervorbringen - bei Kanzlern ist das nicht anders.

Die Wiedervereinigung ist nun 26 Jahre alt. Und eines ist der Politik wirklich gelungen. Dresden, Hamburg, Köln, Magdeburg - das sind nun die Städte eines Volkes. Sachsen, Bayern, Hessen sind gleichberechtiger Länder eines Staates. Die DDR ist in den Köpfen der Leute nur noch als historisches Erlebnis vorhanden. Eine geographische Teilung ist überwunden und die soziale Teilung auch! Der VW-Arbeiter in Dredsen ist heute genauso ein VW-Mitarbeiter, wie sein Kollege in Kassel. Und fühlt sich unabhängig vom Standort von der Politik verscheißert. Die alten Köpfe der DDR - sei es nun in Wirtschaft oder Politik - sind mindestens im Vorruhestandsalter. Die Biologie ließ da zusammenwachsen, was sich nicht mehr trennen ließ. Aber wir haben eine neue Teilung. Die Teilung geht nicht von Ost nach West, nicht von Oben nach Unten, nicht von Links nach Rechts - sie geht quer duch die Gesellschaft. Es ist die Teilung zwischen wertkonservativen Patrioten (zu denen ich mich eindeutg zähle) und Traumtänzern, die ihre plakative Gutmenschen-Ideologie über die tägliche gefühlte Realtiät stellen. Frau Merkel hat es mit ihrer Politik geschafft, die Menschen in diesem Lande ein weiteres Mal zu spalten. Dieses hat sie nicht bewußt getan - dazu ist sie zu dumm - sie hat die gesellschaftliche Einheit dieses Landes für ihren eingen Machterhalt als Kollateralschaden in Kauf genommen. Und dafür verdient sie weder Respekt noch Höflichkeit - schon garnicht am "Tag der deutschen Einheit"

Sonntag, 18. September 2016

Berliner Heiß-Luft - Zur Wahl 2016

So ist es immer nach Wahlen. Wenn die Wahllokale geschlossen sind, bemüßigen sich die politischen Abteilungen des Staatsfernsehens dem Wähler nicht nur über die Ergebnisse in Kenntnis zu setzen, sondern auch dem dusseligen Wahlvolk die Ergebnisse zu erklären. Als könne man nicht selber sehen, das die eine Partei einen auf den Sack bekommen hat und die andere Partei sich eben in unverhohlener Schadenfreude darüber kringelt, das der politische Gegner auch Feder hat lassen müssen. Nein, solche Wahlnachlesen haben immer nur Sieger !

Nee, heute eben nicht ! Nachdem die ersten Hochrechnungen über die Sender gekommen waren, sah man einen Herrn Tauber von der CDU, der sichtlich um Worte und mit seinen Tränen ringen mußte. Das Debakel der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus bei dem die große, mächtige Volkspartei CDU mit ihrer alternativlosen Ewig-Kanzlerin Merkel an der Spitze es noch mit Mühe, Not und Mobilisierung aller Wähler, die auch nur noch grenzdebil und fußlahm einen Kugelschreiber halten können, es geschafft hatte das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Berliner CDU einzufahren, war einfach auch mit noch so geschliffenen Worten dem Fernsehzuschauer im Lande nicht mehr schönzureden. Das die CDU - die jahrelang mit Leuten wie Richard von Weizsäcker den regierenden Bürgermeister stellte, gerade einmal 18 % der Wähler von sich überzeugen konnte (inklusive derjenigen, die schon immer CDU wählten und diese selbst ankreuzen würden, wenn Ernie&Bert, Conchita Wurst oder Hape Kerkeling als Spitzenkandidaten aufgestellt würden), zeigt die desolate Lage in der sich die ehemalige Volkspartei heute befindet. An den blassen Gesichtern selbst eingefleischter Merkel-Liebhaber kann man erkennen, das die zeit der Dame abgelaufen ist. Peter Altmeyer wird wohl bald versuchen als Lobbyist der Molkerei Müller den Butterberg zu verkaufen und Peter Tauber hat sicher schon Carsten Maschmeyer gefragt, ob er nicht einen versierten Aktentaschenträger sucht. Heute verteidigt man noch halbherzig die Kanzlerin, aber man bereitet sich schon auf die Nach-Merkel-Ära vor. Anders sind die nur noch halbherzig vorgetragenen Statements nicht zu erklären.

Auf der anderen Seite (oder in der Berliner GroKo auf der selben Seite) steht die SPD. Berlin war jahrelang eine Hochburg der Sozialdemokraten und Berlin war einst das Sprungbrett für den Kanzler Willy Brandt. Jetzt dümpelt die Partei dank nibelungenhafter Treue zur Bundes-CDU und der charismatischen Erscheinung des Spitzenkandidaten Müller bei 23 % vor sich hin. Ok - Müller ist als Politiker so interessant, wie ein Kassenprüfer der Ortskrankenkasse, aber etwas mehr hätte er schon auf Grund der Stammwählerschaft seiner spezialdemokratischen Filz-Partei schon auf die Kette kriegen müssen. War aber nix - die alten Arbeiter mit SPD-Parteibuch und "mit uns zieht die neue Zeit" auf den Lippen haben sich langsam aber sicher im Rahmen der, auch von der SPD mitgetragenen, Globalisierung ins Prekariat, in den Ruhestand oder auf den Friedhof verabschiedet. Neue Wählerschichten konnte weder der dicke Siggi noch sonst ein Sozi angraben. Auch sind Sprüche wie die des ehemaligen SPD-Vorsitzenden Müntefering "Mit 600 € Rente ist man nicht arm" nicht gerade dazu angehalten, den Bürger auf der Straße zum SPD-Wähler zu machen.

Die Linken und die Grünen sind heilfroh darüber, das sie sich halbwegs auf ihren Positionen halten konnten - was allerdings in der speziellen Berliner Wahlsituation auch zu erwarten war. Dort laufen - wie selbst Berliner offen zugeben - genug Verrückte rum. Das die Grünen auf Landesebene überall im Bausch und Bogen rausfliegen oder auf Splitterniveau eingedampft werden (außer in BaWü, wo der Kretschmann eigentlich wirkt, wie der geläuterte Polit-Enkel von Hans Filbinger) sollte ihnen zwischen Jutesack und Vollwertmüsli eigentlich zu denken geben. Tut es aber nicht - denn dazu müssten sich die Grüngestrichenen von ihrer Besserwisser-Mentalität verabschieden. Die Linken haben traditionell in Berlin einen eher guten Stand, da sitzen aus alten Zeiten noch genug Profiteure der ehemaligen DDR herum, die auch früher nicht für Bananen anstehen mussten und den Wartburg nach 3 Jahren vor der Tür hatten. Die Alten Aktivisten diskutieren immer noch im Hinterzimmer des Eckcafés über die Weltrevolution, Karl Marx, die Rosa Luxemburg  und den bösen Kapitalismus - neuerdings bereichert um die Themen Blasenschwäche und Überwintern in Thailand. Rosa Luxemburg war übrigens die erste Frau, die als Nichtschwimmerin durch den Landwehr-Kanal zu schwimmen versuchte und dann 1919 einen Preis im Dauer-Abtauchen gewann.

Kommen wir nun zum eigentlichen Sieger des Abends : Die AfD ! Aus dem Stand auf 13,5 % ! Ohne bekannten Spitzenkandidaten, ohne aufwändigen Wahlkampf, ohne Gro0kundgebung, entgegen dem Widerstand der gesamten Springer-Presse und den Mitte-Links-Medien, gegen den Widerstand der etablierten Parteien und fast sämtlicher Kulturschaffender. Der "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern"- Wahlkampf aller Parteien zielte darauf ab, die AfD aus dem Abgeordnetenhaus zu halten und den Trend im Volke, sich endlich durch die AfD ein Sprachrohr zu verschaffen, umzukehren. Das ging in die Hose ! Die AfD ist drin - und mit 13,5 % aus dem Stand sogar für Berliner Verhältnisse sehr gut drin. Zwar hatte sich das ZDF - als Merkels Haussender - noch zu der Formulierung verstiegen, das nur Parteien im Bundestag an der Elefantenrunde im TV teilnehmen dürfen (um so die AfD aus dem Blick des Wählers zu halten), aber die gesamte Diskussion drehte sich um das Abscheiden der AfD und die nun zu ziehenden Konsequenzen für die Regierung. So kann man wirken ohne dabei zu sein - ein Faszinosum, welches die AfD exclusiv für sich beanspruchen kann.

Allerdings kam bei der TV-Diskussion wieder nur heiße Luft und gegenseitige Schuldzuweisungen heraus. Statt sich mal konsquent um die Belange des Bürgers zu kümmern, haben die Merkelschen Einheitsparteien nicht anderes zu tun, als ihre Kanzlerin halbwegs und halbherzig aus der Schußlinie zu nehmen und die schmalbrüstige Opposition erging sich in beruhigendem Seufzen, wenigsten nicht Schuld daran zu sein.

Nach Mecklenburg-Vorpommern und Berlin weht nun ein frischer Wind durch die Parlamente. Dagegen haben die Altparteien nur noch heiße Luft zu setzen. Die Mitglieder der GroKo pfeifen schon aus dem letzten Loch und der alten Kanzlerin scheint gänzlich die Luft ausgegangen zu sein. Die alternativlose Uckermärkerin hat es nicht für nötig gehalten, ihrem undankbaren Wahlvolk auch nur ein Wort der Erklärung zu gönnen. Oder vielleicht hat sie endlich eingesehen, das ihr Volk nicht mehr darauf erpicht ist, ihr weltfreundliches Gesicht zu sehen und hat das Land, "das dann nicht mehr ihr Land ist" längst verlassen. Vielleicht nach Chile ? Da soll ein Haus mit Garten günstig zu vermieten sein. Dort kann sie dann tränengeblendet ihre Memoiren schreiben - so als eine Art politischer Scarlett O`Hara - "Vom Winde verweht"

Freitag, 16. September 2016

Der Bautz´ner - extra scharf !

Nun ist es passiert, was aufmerksame Mitbürger schon vor einem Jahr prognostizierten und hinter der Hand manche Menschen sogar seit Köln mit Spannung erwartet haben. Ein Zusammenstoß zwischen aufsässigen Migranten und örtlichen "Rechten". Im schönen Bautzen (Westdeutschen mit Geschichtswissen bekannt durch das bekannte DDR-Gefängnis) und im allgemeinen eine sehr schöne mittelgroße Stadt in Sachsen knallte es. Natürlich druckten die sattsam bekannten Medien sofort "Rechtsradikale greifen Asylsuchende an" (oder ähnlich) und suhlten sich schon im Mitleid für die armen Opfer rechter Gewaltexzesse. Tja - da hätte man besser den Polizeibericht abgewartet, in dem der örtliche Polizeichef verkündete, daß die Gewalt von den Migranten - in der Mehrzahl sogenannte unbegleitete minderjährige Einwanderer - ausging, und die Gewaltspirale bei einer bisher nicht erklärbaren Schnittwunde am Arm eines Asylberwerbers gipfelte. Es wurden ein paar Flaschen auf die Polizei geworfen - und zwar von den Migranten; es wurden Holzknüppel verwendet - und zwar von den Migranten; es gab bereits im Vorfeld massive verhaltensauffällige Störungen - und zwar von den Migranten. Oh je - das ist im Licht der Fakten gesehen natürlich ein Tritt in die Weichteile der gutmenschlichen Begrüßungsklatscher.

Verzweifelt sucht man nun nach Erklärungen, ob nicht doch vielleicht der geklaute Kakao vom Vortag oder die zu minzige Zahnpasta im Übergangsheim diesen traurigen Vorfall doch noch auf Fehlverhalten von Einheiminschen abwälzen lässt. Nur da greift diesmal die Pickzange der Moralapostel mit Vehemenz ins Leere. Wo nix ist, lässt sich auch mit rosaroter Brille und von ganz linken Ufer aus, aus den Aggressoren mit Migartionshintergrund kein armes Opfer stilisieren. Die unbegleiteten Jugendlichen aus Nordafrika (vorwiegend aus dem Neckermann-Urlaubsparadies Marokko) haben es mit dem "sich wohlfühlen wie zu Hause" und den daraus erwachsenden kulturellen Spannungen eben so weit übertrieben, das selbst den bekannt gemütlichen Sachsen die Kaffeetasse aus der Hand gefallen ist und man sich zur Gegenwehr genötigt sah. Da half auch kein Streetworker (neudeutsch für Sabbel-Pädagoge im Straßeneinsatz) und keine wohlgemeinte Stuhlkreisdiskussion mit anschließendem kollektiven Haferkeks-Verzehr.

Es wurde den Sachsen sprichwörtlich zu bunt in Bautzen und so eskalierte die Situation. Ob und wie da nun jurisische Nachforschungen auf Notwehr, Nothilfe, Körperverletzung oder Landfriedensbruch erkennen, vermag ich von hieraus nicht zu sagen. Wichtig scheint mir aber das Zeichen, das normale Anwohner, Steuerzahler, Familienväter, Nachtschwärmer, Frühaufsteher und Passanten nicht weggeschaut haben, sondern sich selber in die Waagschale der Ereignisse geworfen haben. Für die Bibelfesten verweise ich auf Hiob 38:11 : Bis hierher sollt ihr kommen, aber nicht weiter !

Es tut aber kein Wunder, daß nun in Kreisen der Buntgermanen, Teddywerfer und Migranten-Tanzmariechen das große Heulen losgeht. Es ist noch nicht einmal, das man vielleicht mit den Migranten, die in handfester Manier von den eher geduldigen Sachsen eins "auf die Fresse" bekommen haben, besonderes Mitleid hat. Nein, das Wutgeheul der linken Szene und ihrer gutmenschlichen Bahnhofsklatscher hat tiefere Ursachen.

Stellten sich diese Menschen doch letztes Jahr auf die Bahnhöfe und warfen mit Süßkram, Teddybären und allerlei schönen Dingen umsich. Umkränzt von Gleichgesinnten und von den Medien bejubelt, durfte jeder sich als der "gute Deutsche" fühlen, der Herz zeigt und zum Teilen bereit ist. Jeder sollte und musste sehen, wie gutherzig, tolerant, weltoffen der Mensch doch war. Noch schnell ein Selfie mit dem Flüchtling aus Somalia oder Pakistan auf Facebook gepostet und der eigene Anspruch, besser zu sein als alle Generationen vor uns und menschlicher zu sein als Mutter Teresa konnte der ganzen Welt - und dem eigenen Bekanntenkreis - genüßlich aufs Auge gedrückt werden. Man sonnte sich wochenlang in dem Gefühl zur Schau getragener Heiligkeit, als hätte man das Märtyrertum Jesu Christi persönlich durch zwei Tüten Gummibären und einem Plüschhasen auf sein Haupt geladen. Seht her : ICH BIN GUT ! - diese Aufschrift wurde dann auch schnell mit "refugee welcome"-Button in die Öffentlichkeit getragen, wie früher mein Urgroßvater das vor Verdun 1916 erworbene EK I. Und wehe, einer sagte mal einen kritischen Ton dazu ! Da konnte man ohne große Argumentation locker die Nazikeule schwingen, denn man hatte seine eigene Seligsprechung ja manifestiert.

Nun kommen Vorfälle wie Köln und zuletzt eben Bautzen ins Spiel. Da wird aus dem, sich in seiner eigenen Güte suhlenden, Mitmensch eben nicht mehr "der Heilige", sondern "der Idiot" . Hat man gestern noch jedem übers Maul fahren können, der kritische Töne anschlug, so muß man sich heute entschuldigen für das Verhalten derjenigen Zuwanderer, die das Gastrecht missbrauchen und ein fast barbarisches Verhalten an den Tag legen. Man steht vor Freunden und Kollegen da, wie ein Dorfdepp dem der Gürtel auf dem Marktplatz gerissen ist. Die Situation ist vergleichbar mit einem Mittvierziger, der in eigener Überschätzung mit einer Zwanzigjährigen anbandelt, von dieser wie ein Trottel durch Diskotheken und Clubs geschleift wird und der nach baldigem Beziehungende nicht nur seiner eigenen Grenzen bewußt wird, sondern sich auch noch für sein Verhalten schämen kann. Vom "tollen Hecht" und "Ich-kanns-noch-Macho" zum belächelten Volkstrottel in 3,5 Sekunden. Das tut weh !

Natürlich tut es weh sich seine eigene Blödheit einzugestehen. Und deshalb winden sich Asylbefürworter, überzeugte Gutmenschen und nach immer neuen Erklärungen suchende Politiker auch noch eine zeitlang, bis sie einsehen - ja von den Fakten her sogar einsehen müssen - wir haben einfach Scheiße gemacht. Das wird noch etwas dauern. Aber die Erkenntnis kommt ! Besonders lustig finde ich in de Zusammenhang, das gerade eine Stadt in den "neuen Bundesländern" der Ort dieses Ereignisses ist. Vielleicht liegt es daran, daß nach DDR-System, Wendezeit und Ankommen in der "BRD" die Menschen dort ein besonderes Gespür für Mißstände entwickelt haben und spätestens 1989 erkannt haben, daß keine staatliche Autorität in der Lage ist, den Zorn des Volkes gegen diese Mißstände dauerhaft zu unterbinden. Ob sich nun die Staatsmacht auf die Partei oder die Bildzeitung stützt, ob der alternativlose Herrscher Merkel oder Krenz heißt - wenn es ihm nicht passt, da ist der Sachse auch mal ungemütlich. Oder wie der Bautz´ner Senf eben - heute mal "extra scharf" !

Der Bautz´ner - extra scharf !

Nun ist es passiert, was aufmerksame Mitbürger schon vor einem Jahr prognostizierten und hinter der Hand manche Menschen sogar seit Köln mit Spannung erwartet haben. Ein Zusammenstoß zwischen aufsässigen Migranten und örtlichen "Rechten". Im schönen Bautzen (Westdeutschen mit Geschichtswissen bekannt durch das bekannte DDR-Gefängnis) und im allgemeinen eine sehr schöne mittelgroße Stadt in Sachsen knallte es. Natürlich druckten die sattsam bekannten Medien sofort "Rechtsradikale greifen Asylsuchende an" (oder ähnlich) und suhlten sich schon im Mitleid für die armen Opfer rechter Gewaltexzesse. Tja - da hätte man besser den Polizeibericht abgewartet, in dem der örtliche Polizeichef verkündete, daß die Gewalt von den Migranten - in der Mehrzahl sogenannte unbegleitete minderjährige Einwanderer - ausging, und die Gewaltspirale bei einer bisher nicht erklärbaren Schnittwunde am Arm eines Asylberwerbers gipfelte. Es wurden ein paar Flaschen auf die Polizei geworfen - und zwar von den Migranten; es wurden Holzknüppel verwendet - und zwar von den Migranten; es gab bereits im Vorfeld massive verhaltensauffällige Störungen - und zwar von den Migranten. Oh je - das ist im Licht der Fakten gesehen natürlich ein Tritt in die Weichteile der gutmenschlichen Begrüßungsklatscher.

Verzweifelt sucht man nun nach Erklärungen, ob nicht doch vielleicht der geklaute Kakao vom Vortag oder die zu minzige Zahnpasta im Übergangsheim diesen traurigen Vorfall doch noch auf Fehlverhalten von Einheiminschen abwälzen lässt. Nur da greift diesmal die Pickzange der Moralapostel mit Vehemenz ins Leere. Wo nix ist, lässt sich auch mit rosaroter Brille und von ganz linken Ufer aus, aus den Aggressoren mit Migartionshintergrund kein armes Opfer stilisieren. Die unbegleiteten Jugendlichen aus Nordafrika (vorwiegend aus dem Neckermann-Urlaubsparadies Marokko) haben es mit dem "sich wohlfühlen wie zu Hause" und den daraus erwachsenden kulturellen Spannungen eben so weit übertrieben, das selbst den bekannt gemütlichen Sachsen die Kaffeetasse aus der Hand gefallen ist und man sich zur Gegenwehr genötigt sah. Da half auch kein Streetworker (neudeutsch für Sabbel-Pädagoge im Straßeneinsatz) und keine wohlgemeinte Stuhlkreisdiskussion mit anschließendem kollektiven Haferkeks-Verzehr.

Es wurde den Sachsen sprichwörtlich zu bunt in Bautzen und so eskalierte die Situation. Ob und wie da nun jurisische Nachforschungen auf Notwehr, Nothilfe, Körperverletzung oder Landfriedensbruch erkennen, vermag ich von hieraus nicht zu sagen. Wichtig scheint mir aber das Zeichen, das normale Anwohner, Steuerzahler, Familienväter, Nachtschwärmer, Frühaufsteher und Passanten nicht weggeschaut haben, sondern sich selber in die Waagschale der Ereignisse geworfen haben. Für die Bibelfesten verweise ich auf Hiob 38:11 : Bis hierher sollt ihr kommen, aber nicht weiter !

Es tut aber kein Wunder, daß nun in Kreisen der Buntgermanen, Teddywerfer und Migranten-Tanzmariechen das große Heulen losgeht. Es ist noch nicht einmal, das man vielleicht mit den Migranten, die in handfester Manier von den eher geduldigen Sachsen eins "auf die Fresse" bekommen haben, besonderes Mitleid hat. Nein, das Wutgeheul der linken Szene und ihrer gutmenschlichen Bahnhofsklatscher hat tiefere Ursachen.

Stellten sich diese Menschen doch letztes Jahr auf die Bahnhöfe und warfen mit Süßkram, Teddybären und allerlei schönen Dingen umsich. Umkränzt von Gleichgesinnten und von den Medien bejubelt, durfte jeder sich als der "gute Deutsche" fühlen, der Herz zeigt und zum Teilen bereit ist. Jeder sollte und musste sehen, wie gutherzig, tolerant, weltoffen der Mensch doch war. Noch schnell ein Selfie mit dem Flüchtling aus Somalia oder Pakistan auf Facebook gepostet und der eigene Anspruch, besser zu sein als alle Generationen vor uns und menschlicher zu sein als Mutter Teresa konnte der ganzen Welt - und dem eigenen Bekanntenkreis - genüßlich aufs Auge gedrückt werden. Man sonnte sich wochenlang in dem Gefühl zur Schau getragener Heiligkeit, als hätte man das Märtyrertum Jesu Christi persönlich durch zwei Tüten Gummibären und einem Plüschhasen auf sein Haupt geladen. Seht her : ICH BIN GUT ! - diese Aufschrift wurde dann auch schnell mit "refugee welcome"-Button in die Öffentlichkeit getragen, wie früher mein Urgroßvater das vor Verdun 1916 erworbene EK I. Und wehe, einer sagte mal einen kritischen Ton dazu ! Da konnte man ohne große Argumentation locker die Nazikeule schwingen, denn man hatte seine eigene Seligsprechung ja manifestiert.

Nun kommen Vorfälle wie Köln und zuletzt eben Bautzen ins Spiel. Da wird aus dem, sich in seiner eigenen Güte suhlenden, Mitmensch eben nicht mehr "der Heilige", sondern "der Idiot" . Hat man gestern noch jedem übers Maul fahren können, der kritische Töne anschlug, so muß man sich heute entschuldigen für das Verhalten derjenigen Zuwanderer, die das Gastrecht missbrauchen und ein fast barbarisches Verhalten an den Tag legen. Man steht vor Freunden und Kollegen da, wie ein Dorfdepp dem der Gürtel auf dem Marktplatz gerissen ist. Die Situation ist vergleichbar mit einem Mittvierziger, der in eigener Überschätzung mit einer Zwanzigjährigen anbandelt, von dieser wie ein Trottel durch Diskotheken und Clubs geschleift wird und der nach baldigem Beziehungende nicht nur seiner eigenen Grenzen bewußt wird, sondern sich auch noch für sein Verhalten schämen kann. Vom "tollen Hecht" und "Ich-kanns-noch-Macho" zum belächelten Volkstrottel in 3,5 Sekunden. Das tut weh !

Natürlich tut es weh sich seine eigene Blödheit einzugestehen. Und deshalb winden sich Asylbefürworter, überzeugte Gutmenschen und nach immer neuen Erklärungen suchende Politiker auch noch eine zeitlang, bis sie einsehen - ja von den Fakten her sogar einsehen müssen - wir haben einfach Scheiße gemacht. Das wird noch etwas dauern. Aber die Erkenntnis kommt ! Besonders lustig finde ich in de Zusammenhang, das gerade eine Stadt in den "neuen Bundesländern" der Ort dieses Ereignisses ist. Vielleicht liegt es daran, daß nach DDR-System, Wendezeit und Ankommen in der "BRD" die Menschen dort ein besonderes Gespür für Mißstände entwickelt haben und spätestens 1989 erkannt haben, daß keine staatliche Autorität in der Lage ist, den Zorn des Volkes gegen diese Mißstände dauerhaft zu unterbinden. Ob sich nun die Staatsmacht auf die Partei oder die Bildzeitung stützt, ob der alternativlose Herrscher Merkel oder Krenz heißt - wenn es ihm nicht passt, da ist der Sachse auch mal ungemütlich. Oder wie der Bautz´ner Senf eben - heute mal "extra scharf" !

Sonntag, 4. September 2016

Im Nordosten geht die Sonne auf !

Ich konnte es kaum fassen, obwohl ich es durchaus erwartet hatte - die AfD wurde in MV die zweitstärkste Fraktion. Die Grünen haben den Wiedereinzug ins Parlament versemmelt und auch die Drei-Punkt-Partei F.D.P. machte ihrem Spitznamen mit knapp 3 % alle Ehre. Das Parlament als gemütlicher Altparteien-Debattierclub mit Selbstbedienungsmentalität hat ausgedient. Es weht ein neuer frischer, aber auch scharfer Wind durch die Reihen der Angeschnarchten.

Am Lustigsten finde ich immer, wenn dann nach der ersten Hochrechnung die Vertreter der CDU und SPD dem Wähler erklären wollen, daß der Verlust von mehreren Prozent immer noch ein Sieg ist. Statt sich hinzustellen und zu erklären, daß man nun die Quittung für seine miserable Politik bekommen hat und man traurig ist, sich nicht mehr so fett an den Fleischtöpfen bedienen zu können, erklärt man dann dem fragenden Journalisten lieber, daß das Wetter und die Wahlbeteiligung Schuld wären. Auch bemerkt man dann, daß die andere Volkspartei ja viel mehr Prozente verloren hat oder das je eigentlich die Koalition immer noch regierungsfähig ist. Das diese Koalition vorher 65 % hatte und nun noch knapp 49 % und das sie nur desshalb regierungsfähig bleibt, weil zwei Parteien aus dem Parlament geflogen sind, verrechnet man mal eben zum Plebeszit der Zustimmung. Und dann wundern sich die Schönredner, wenn die Politikverdrossenheit zunimmt ? Ich nicht.

Gestern jedenfalls konnte man ob der 21 % für die AfD das Ergebnis nicht zum besten Wahlausgang seit 1871 schönquatschen. Rot, Schwarz und vorallem Grün haben die volle Breitseite des Wählerunmutes abbekommen und trotz teils subversieven teils brachialen Medienbashing gegen die AfD war der Wähler bereit, meiner PArtei das Vertrauen zu schenken. Auch der vielgehörte Hinweis, die Wähler wären nur "Protestwähler" zählt nicht. Mein Onkel Otto (erzkatholisch)  hat in den 1970er Jahren aus Protest auch mal die SPD gewählt, weil er sich von der CDU verarscht vorkam - und Schmitt wurde doch glatt Kanzler ! Eine Partei eben nicht mehr zu wählen, ist auch immer eine Form des Protestes in einer parlamentarischen Demokratie (Und für viele Wähler sogar die einzige Form). Auch der Hinweis, die AfD sei lediglich ein Sammelbecken der "dummen Rechten" ist nach der Analyse der Wähler eindeutig widerlegt. Die größte Wählergruppe waren ehemalige Nichtwähler, die wohl endlich wieder eine politische Heimat gefunden haben und ehemalige CDU-Wähler, die von der CDU sich nicht mehr vertreten fühlten. Die nächste große Wählergruppe sind ehemalige SPDler. Also zu behaupten, die AfD wären die "bösen Rechten" ist schlichtweg falsch, eher zeigt die Mobilisierung von Nichtwählern und die recht bunte Herkunft der Wähler, daß die AfD auf dem Wege ist eine neue Volkspartei zu werden. Einen Anspruch den bisher für sich die CDU und die SPD vereinahmt hatten. Aber die SPD kann bundesweit auch nicht mehr viele Erfolge verbuchen und dümpelt nach Umfragen bei 22 % (ich kann mich mal an über 43 % erinnern). Die CDU - einst sogar Garant für bundesweite absolute Mehrheiten (unter Adenauer) lässt die Sektkorken knallen und kann selbst in der Heimat der großen Willkommenskanzlerin nur noch 19 % überzeugen.

Statt selber die Wähler von ihrer Politik zu überzeugen, ergehen sich lieber die düpierten Altparteien in der Forderung, die AfD solle doch mal selber mit Konzepten an die Regierung gehen, weigern sich aber konsequent die Sachvorträge der AfD zur Kenntnis zu nehmen. Und das nun die Schönwetter-Willkommens-Einheits-Großkoalition endlich eine echte Opposition vor der Nase hat, scheint für manche Politiker der SPD und CDU eine persönliche Kränkung zu sein. Früher war es so, das die Parteien um Vertrauen beim Volk warben - heute scheint es so zu sein, daß das Volk das Vertrauen der Regierung verloren hat. Schon Brecht meinte, dann solle sich die Regierung eben ein anderes Volk wählen.

Die Wahl in MV ist gelaufen! Für uns ein Erfolg - für die CDU als Kanzlerpartei ein Desaster. Da hilft kein Schönreden mehr. Aber der Sieger ist nicht die nur AfD, sondern die Demokratie und das Volk.

In diesem Sinne koche ich mir jetzt einen besonders schönen Kaffee