Ah ja - da ist sie wieder : Die telegen inszenierte Leidensmiene der jungen Bahnbenutzerin, die nicht weiß wie sie zum Töpferkurs kommen soll, wenn der bitterböse GDL-Chef Weselsky mal wieder die unschuldigen Bahnkunden in kollektive Geiselhaft zur Erpressung der heiligen Bahn missbraucht. Das zumindest versuchen uns die sattsam bekannten öffentlich-rechtlichen Medien zu verkaufen und machen so (ganz objektiv und neutral) Stimmung gegen die GDL und ihre Mitglieder.
Einen Arbeitskampf mit dem Mittel des Streiks zu führen ist ein verfassungsrechtlich verbrieftes Grundrecht und so mancher Bahnkunde, der heute mit in das Propaganda-Horn der Medien und der Presseabteilung der Deutschen Bahn tutet, sollte einmal seine eigene Position überdenken. Zwar schimpfen und klagen in vielen Branchen die Mitarbeiter über schlechte Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen und schlechte Arbeitszeiten, jedoch wenn es um die Wahl der Personalvertretungen oder Betriebsräte geht, entscheiden sich die Mehrzahl der Mitarbeiter für die Kandidaten, die von Gewerkschaften gestellt und ausgebildet wurden, die im eigenen Unternehmen breit und wohlversorgt in den Aufsichtsräten sitzen. Nicht selten kommt sogar der Fall vor, bei dem langjährige Betriebsräte bei entsprechend willfährigem Verhalten mit gutdotierten Pöstchen im mittleren Management belohnt und damit kaltgestellt worden sind.
Hätten z.B. Kindergärtnerinnen statt die Probleme des ökologisch-wertvollen Pausenbrotes und der Integration von Randgruppen zu diskutieren, sich eine Gewerkschaft geschaffen, die nicht auf der Lohn- und Gehaltsliste der Partei steht, die den Sozialminister stellt, würden die miesen Löhne im Sozialbereich längst Geschichte sein. Würden sich die DGB-Gewerkschaften wenigsten versuchen sich um die Kernbelange ihrer Mitglieder zu kümmern, anstatt sich ihre Direktiven in der SPD-Zentrale vorschreiben zu lassen, dann hätte es die politische Bankrotterklärung (auch Mindestlohngesetz genannt) gar nicht geben müssen. Aber ganz Deutschland scheint in der Hand einer mächtigen Einheitsgewerkschaft zu sein, die den Alleinvertretungsanspruch für alle Arbeitnehmer quasi als Monopol sogar gesetzlich durch ihre Mutterpartei und deren Ministerin Frau Nahles gesichert bekommt.
Ganz Deutschland ? Nein ! Ein kleiner aufrechter Haufen namens GDL spuckt da den mächtigen Gegners SPD und EVG in die Einheitssuppe. Da können die Medien noch so schimpfen, die Presse sich überschlagen oder wütende Bahnbenutzer schreiend in Szene gesetzt werden - ein Mann hält durch. Und das ist Claus Weselsky. Wie hoch der Druck auf ihn sein muß, mag ich nicht zu ermessen. Es zeigt aber von einem aufrechten Charakter in einer feindlichen Umgebung trotz lukrativer Angebote und sogar unverhohlener Drohungen für seine Gewerkschaft und deren Mitglieder das Optimum herausholen zu wollen. Das die Sturheit des Verhandlungspartners Bahn die GDL nun wieder einmal in einen Streik zwingt, ist bedauerlich, aber nicht die Schuld der GDL, die nicht zuletzt duch die SPD-Ministerin Nahles (deren 20 Semester Studium vom DGB bezahlt wurden) an die Wand gedrückt wurde. Nun ja - ein Mann wie Claus Weselsky (der sich vom einfachen Lokführer hochgearbeitet hat) lässt sich so leicht aber nicht aufs Abstellgleis lenken. Das sie GDL heute schlagkräftiger und kampfbereiter denn je ist, zeigt die Bereitschaft auch und gerade jetzt für die Interessen der Bahner zu streiken.
Wer im Laufe der Woche also seine Wut über den Streik der GDL lauthals manifestiert, sollte bedenken, das viele seiner Arbeitsbedingungen besser wären, wenn auch in seinem Betrieb die Mitarbeiter von einer Gewerkschaft wie der GDL und einem Vorsitzenden wie Claus Weselsky wahrgenommen würden. Statt zu weinen, das die Bahn nicht kommt, sollte man sich lieber ein Beispiel nehmen.
Ich drücke der GDL und Herrn Weselsky ganz feste die Daumen !
Montag, 20. April 2015
Freitag, 17. April 2015
Frei-Schwimmer gesucht !
Navigare necesse est, vivere non est necesse - für die Nicht-Lateiner unter Euch : Seefahrt ist notwendig, Leben ist nicht notwendig. Dieser Satz aus dem klassischen Altertum (manche führen ihn auf Julius Caesar zurück) sollte ausdrücken, das die Seefahrt, trotz aller Gefahren für die Beteiligten, ein notwendiger Bestandteil der Zivilisation ist, auf den auch trotz zum Teil hoher Verluste an Menschen und Material nicht verzichtet werden darf. Noch heute begleitet dieser Spruch jeden Stapellauf eines Schiffes.
Wenn ich in den letzten Tagen den Fernseher anstelle (was ich immer seltener mache, da ich mich nicht von den Medien in eine Depression drücken lassen möchte), dann sehe und höre ich Politiker die mit falschen Tränen im Auge den ach so herben Verlust von Menschenleben auf Flüchtlingsschiffen im Mittelmeer betrauern und nicht müde werden, die Notwendigkeit der Zuwanderung zu bekräftigen. Gerade aus der linken politischen Ecke erscheinen Volksvertreter mit einer Leidensmiene, als wäre vor den Küsten Europas ihre persönliche Habe in die Fänge Neptuns geraten. Ich kann mich da nicht anschließen. Sicherlich ist es ein Unglück, wenn ein Schiff versinkt. Wer sich aber auf die waghalsige Reise in das Land wo scheinbar Milch und Honig fließen auf einem Seelenverkäufer einschifft, trägt zum großen Teil selber Schuld an seinem Schicksal. Wer eine Reise antritt, für die er weder die notwendige Ausrüstung noch die erforderlichen Papiere, geschweige denn die unabdingbare Ausbildung besitzt, nimmt seinen Schiffbruch eben billigend in Kauf. Darüber Krokodilstränen zu vergießen, halte ich für verfehlt.
Charles Darwin prägte einst den Begriff "Survival of the fittest" und meinte damit, das diejenige Spezies überlebt, die sich am Besten anpassen kann. Dieser Mechanismus ist ein völlig natürliches Ausleseverfahren und seit dem Entstehen von Leben auf diesem Planeten gängige Praxis.
Als ich noch Schüler war, musste ich einmal bei meinem Chemie-Lehrer Dr.Strasser einen Test schreiben. Eine Frage dieses Tests erschien mir unklar. Auf Nachfrage antwortete mein Lehrer : "Das Verstehen der Fragen ist ein Bestandteil des Tests". Das war hart - aber richtig.
Wenn heute Menschen bei Nacht und Nebel illegal das Mittelmeer als Einreisemöglichkeit nach Europa missbrauchen, sollten sie zumindest das beherrschen, was jedem Seemann heute beigebracht wird - Schwimmen ! Tacitus definierte einmal den Begriff "Barbar" als jemand, der weder Latein lesen noch schwimmen könne. Auf heute übertragen könnte man sagen (da Englisch heute Weltsprache ist), wer kein Englisch kann und Nichtschwimmer ist, gilt als barbarisch. Die unkontrollierte Zuwanderung von barbarischen Völkern in den abendländisch-christlichen Raum ist jedenfalls nichts, was von uns gewünscht wird. Allerdings : Eines haben die Schiffsunglücke jedenfalls zur Folge : Nichtschwimmer kommen nun eher selten über das Mittelmeer. Das Überwinden von natürlichen Grenzen wie Flüssen, Meeren und Gebirgen sollte dem illegalen Zuwanderer durchaus zumutbar sein.
Bei dieser Gelegenheit würde mich einmal interessieren, ob diese Zuwanderung wirklich so läuft, wie unsere Politiker es uns immer erzählen. Wieviele der Ertrunkenen waren eigentlich syrische Ärzte, indische IT-Spezialisten oder chinesische Ingenieure? Wie hoch ist der Anteil an irakischen Christen? Ich fürchte fast, das Schicksal war wieder einmal so grausam, das nur ungebildete Schwarzafrikaner abgesoffen sind und die dringend benötigten Fachkräfte - wie durch ein göttliches Wunder - garnicht auf diesen Schiffen waren. Oder flüchten am Ende nur diejenigen auf diesem Wege, die in ihren Heimatländern nicht von einer brutalen politischen Verfolgung bedroht sind, sondern von dem unstillbaren Wunsch nach Leben wie Gott in Frankreich getrieben waren?
Einen bevölkerungspolitischen GAU stellt der Untergang der Flüchtlinge für Europa jedenfalls nicht dar; ein Mangel an schwarzafrikanischen Nichtschwimmern wurde bisher noch nicht festgestellt.
Heute morgen lief auf N24 ein Bericht über ein Flüchtlingsboot, auf dem muslimische Flüchtlinge ihre christlichen Mit-Passagiere über Bord geworfen haben. Die Täter wurden in Spanien verhaftet und ihnen drohen nun bis zu 15 Jahre Haft. Ich frage mich ernsthaft, ob es notwendig ist, solche Menschen aus Seenot zu retten. Da werden Geld, Material und Zeit aufgewandt um Mörder aufs sichere Festland zu ziehen und es keimt in mir die Frage auf, ob Flüchtlinge, die aus religiösen Gründen Christen ersäufen, im christlichen Spanien nicht ganz falsch gelandet sind.
Aber solange ein tiefverwurzeltes und medial gefördertes Gutmenscheln in diesem Lande immer noch genügend Dumme entstehen lässt, die solchem Gesindel am Liebsten bei der Hafeneinfahrt noch Blumenkränzchen um den Hals legen würden, solange wird es auch Leute geben, die eine risikoreiche Überfahrt in die Illegalität einem geregelten Leben in ihrem Heimatland vorziehen. Solange diesen Leuten von unseren Küstenwachen auch noch Hilfestellung bei der Einreise gewährt wird, anstatt die Boot dahin zu schleppen, wo sie herkommen (die Australier machen das mit gutem Erfolg), solange werden Schlepperbanden sich die goldene Nase verdienen und Menschen im Mittelmeer ersaufen. Wer heute über die 400 Toten jammert, muß sich vor Augen führen, das nur der inkonsequente Schutz unserer Küsten und eine völlig verfehlte, konzeptionslose Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik diese Menschen erst auf die Idee gebracht hat das Mittelmeer als Brücke nach Europa zu mißbrauchen. Ein Frei-Schwimmen nach Europa ist das Letzte, was wir brauchen !
In diesem Sinne - AHOI !
Wenn ich in den letzten Tagen den Fernseher anstelle (was ich immer seltener mache, da ich mich nicht von den Medien in eine Depression drücken lassen möchte), dann sehe und höre ich Politiker die mit falschen Tränen im Auge den ach so herben Verlust von Menschenleben auf Flüchtlingsschiffen im Mittelmeer betrauern und nicht müde werden, die Notwendigkeit der Zuwanderung zu bekräftigen. Gerade aus der linken politischen Ecke erscheinen Volksvertreter mit einer Leidensmiene, als wäre vor den Küsten Europas ihre persönliche Habe in die Fänge Neptuns geraten. Ich kann mich da nicht anschließen. Sicherlich ist es ein Unglück, wenn ein Schiff versinkt. Wer sich aber auf die waghalsige Reise in das Land wo scheinbar Milch und Honig fließen auf einem Seelenverkäufer einschifft, trägt zum großen Teil selber Schuld an seinem Schicksal. Wer eine Reise antritt, für die er weder die notwendige Ausrüstung noch die erforderlichen Papiere, geschweige denn die unabdingbare Ausbildung besitzt, nimmt seinen Schiffbruch eben billigend in Kauf. Darüber Krokodilstränen zu vergießen, halte ich für verfehlt.
Charles Darwin prägte einst den Begriff "Survival of the fittest" und meinte damit, das diejenige Spezies überlebt, die sich am Besten anpassen kann. Dieser Mechanismus ist ein völlig natürliches Ausleseverfahren und seit dem Entstehen von Leben auf diesem Planeten gängige Praxis.
Als ich noch Schüler war, musste ich einmal bei meinem Chemie-Lehrer Dr.Strasser einen Test schreiben. Eine Frage dieses Tests erschien mir unklar. Auf Nachfrage antwortete mein Lehrer : "Das Verstehen der Fragen ist ein Bestandteil des Tests". Das war hart - aber richtig.
Wenn heute Menschen bei Nacht und Nebel illegal das Mittelmeer als Einreisemöglichkeit nach Europa missbrauchen, sollten sie zumindest das beherrschen, was jedem Seemann heute beigebracht wird - Schwimmen ! Tacitus definierte einmal den Begriff "Barbar" als jemand, der weder Latein lesen noch schwimmen könne. Auf heute übertragen könnte man sagen (da Englisch heute Weltsprache ist), wer kein Englisch kann und Nichtschwimmer ist, gilt als barbarisch. Die unkontrollierte Zuwanderung von barbarischen Völkern in den abendländisch-christlichen Raum ist jedenfalls nichts, was von uns gewünscht wird. Allerdings : Eines haben die Schiffsunglücke jedenfalls zur Folge : Nichtschwimmer kommen nun eher selten über das Mittelmeer. Das Überwinden von natürlichen Grenzen wie Flüssen, Meeren und Gebirgen sollte dem illegalen Zuwanderer durchaus zumutbar sein.
Bei dieser Gelegenheit würde mich einmal interessieren, ob diese Zuwanderung wirklich so läuft, wie unsere Politiker es uns immer erzählen. Wieviele der Ertrunkenen waren eigentlich syrische Ärzte, indische IT-Spezialisten oder chinesische Ingenieure? Wie hoch ist der Anteil an irakischen Christen? Ich fürchte fast, das Schicksal war wieder einmal so grausam, das nur ungebildete Schwarzafrikaner abgesoffen sind und die dringend benötigten Fachkräfte - wie durch ein göttliches Wunder - garnicht auf diesen Schiffen waren. Oder flüchten am Ende nur diejenigen auf diesem Wege, die in ihren Heimatländern nicht von einer brutalen politischen Verfolgung bedroht sind, sondern von dem unstillbaren Wunsch nach Leben wie Gott in Frankreich getrieben waren?
Einen bevölkerungspolitischen GAU stellt der Untergang der Flüchtlinge für Europa jedenfalls nicht dar; ein Mangel an schwarzafrikanischen Nichtschwimmern wurde bisher noch nicht festgestellt.
Heute morgen lief auf N24 ein Bericht über ein Flüchtlingsboot, auf dem muslimische Flüchtlinge ihre christlichen Mit-Passagiere über Bord geworfen haben. Die Täter wurden in Spanien verhaftet und ihnen drohen nun bis zu 15 Jahre Haft. Ich frage mich ernsthaft, ob es notwendig ist, solche Menschen aus Seenot zu retten. Da werden Geld, Material und Zeit aufgewandt um Mörder aufs sichere Festland zu ziehen und es keimt in mir die Frage auf, ob Flüchtlinge, die aus religiösen Gründen Christen ersäufen, im christlichen Spanien nicht ganz falsch gelandet sind.
Aber solange ein tiefverwurzeltes und medial gefördertes Gutmenscheln in diesem Lande immer noch genügend Dumme entstehen lässt, die solchem Gesindel am Liebsten bei der Hafeneinfahrt noch Blumenkränzchen um den Hals legen würden, solange wird es auch Leute geben, die eine risikoreiche Überfahrt in die Illegalität einem geregelten Leben in ihrem Heimatland vorziehen. Solange diesen Leuten von unseren Küstenwachen auch noch Hilfestellung bei der Einreise gewährt wird, anstatt die Boot dahin zu schleppen, wo sie herkommen (die Australier machen das mit gutem Erfolg), solange werden Schlepperbanden sich die goldene Nase verdienen und Menschen im Mittelmeer ersaufen. Wer heute über die 400 Toten jammert, muß sich vor Augen führen, das nur der inkonsequente Schutz unserer Küsten und eine völlig verfehlte, konzeptionslose Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik diese Menschen erst auf die Idee gebracht hat das Mittelmeer als Brücke nach Europa zu mißbrauchen. Ein Frei-Schwimmen nach Europa ist das Letzte, was wir brauchen !
In diesem Sinne - AHOI !
Mittwoch, 18. März 2015
Thailand - ein tierisches Vergnügen ?
Es war mal wieder soweit. Nach 330 Tagen anstrengender Arbeit ging es Mitte Februar wieder nach Thailand. Dieses Mal sollten es sogar 22 Tage unter der südlichen Sonne am Golf von Siam werden. Ich entwickele mich doch noch zu einem Fernreisenden. Und gerade Thailand hat mir trotz diverser Widrigkeiten sehr gut gefallen. Für jeden, den es interessiert kommt hier mein Bericht über ein fernes Land, welches uns manchmal sehr heimisch vorkommen kann, aber dennoch komplett anders gestrickt ist, als hier viele glauben.
| Flughafen Bangkok |
Die Ankunft
Nach einem anstrengen Flug lande ich in Bangkok. Ich hasse es Economy zu reisen, aber ich habe ja noch nicht im Lotto gewonnen und da bleibt mir halt nur Holzklasse. Diesmal flog ich mit Emirates, eine Fluggesellschaft, die ich sehr empfehlen kann. Während des Fluges gelang es mir sogar ganz nett mit der polnischen (!) Stewardess zu flirten. Überhaupt waren die Flugbegleiterinnen dieser Airline alle sehr nett, sehr hilfsbereit und außergewöhnlich hübsch. Das alleine wäre schon ein guter Grund mit dieser Gesellschaft öfter zu fliegen. Auch kam mir dieses Mal die Einreise problemloser vor, als beim letzten Mal. Ich habe mich wohl schon an die Modalitäten gewöhnt, aber der eigentliche Grund dafür sind die dramatisch gesunkenen Touristenzahlen. Zu den Gründen komme ich später noch, aber auch ohne bevorzugte Behandlung durch die Beamten der Immigration war ich in 10 Minuten aus dem Zollbereich raus. Ich hatte im Vorfeld schon mit einem deutschsprachigen Taxiunternehmen in Pattaya Kontakt aufgenommen und siehe da, der Fahrer stand sogar pünktlich und hilfsbereit am vereinbarten Wartepunkt und nah mir meinen Koffer ab. Letztes Mal hatte es nicht so gut geklappt. Alles sah also zu diesem Zeitpunkt nach einem perfekt ablaufenden Urlaub ab. Da haben also der Segen Pater Pirmins und die Gebete von Pater Gereon und seinen lieben Mitbrüdern wirklich etwas genützt. Auf diesem Wege noch einmal meinen lieben Dank an die Zistersienser in Bochum und Wiener Neustadt. Auf eines jedoch hatten die Gebete keinerlei Einfluß gehabt. Die Temperaturen in diesem südostasiaischen Land können einen von den Socken hauen - und das taten sie dann auch mit 35 Grad und 90 % Luftfeuchtigkeit. Aus der Kühle des Flughafens in die Hitze (um eine zu Rauchen) und dann im eiskalten Toyota Camry ins Hotel. Dann in die offene Lobby (ungekühlt) und dann in den Bungalow (klimageregelt) - Ich habe mich erst einmal geduscht und ins Bett gehauen.
| Endlich im Hotel - aber sehr warm ! |
Alte Bekannte
Man macht ja Urlaub zum Teil auch deswegen, damit man nicht immer die gleichen Visagen sehen muß. Im Urlaub jedoch sieht man dann auch immer die gleichen Leute. Gott sei Dank kann ich da sagen, denn in der Ferne und Fremde tut es gut nicht so ganz ohne Bekannte zu sein. Da kriegt man schon den einen oder anderen Tipp und man kann gemeinsam etwas unternehmen. In Pattaya hat sich da schon fast eine feste Gruppe organisiert. Lothar, Hagen, Udo, Heinz, Ulli, Sebastian und Günter - ein exklusiver Club thailanderfahrener Germanen mit Ortskenntnis und Insiderwissen. Ganz tolle Burschen (Sebastian und ich waren die einzigen Westfalen - alle anderen kommen aus den "neuen" Bundesländern) mit Humor und Charisma. Ulli aus Cottbus betreibt einen Gebäckstand auf Jahrmärkten, Heinz dort einen Glühweinausschank. Günter war Transportunternehmer in Berlin, Lothar war Maschinenbauingenieur in einer Schuhfabrik, Hagen arbeitet auf dem Bau und Udo werkelt bei BMW. Eines haben wir alle gemeinsam - wir mögen Pattaya. Oder besser mochten es. Die Veränderungen in dieser Saison berechtigten uns kollektiv zu der Frage, ob es nicht sinnvoller wäre uns rechtzeitig eine Alternative zu Thailand zu suchen. Myanmar ? Kenia ? Kuba ? Helgoland ? Der letzte Vorschlag kam von mir, wurde aber mit großer Mehrheit im Vorfeld bereits abgelehnt, da die Nordseerobben nur in Ausnahmefällen als Ersatz für die Mädchen aus den GoGoBars in Frage kämen. Wir trafen uns regelmäßig in der Mamak-Bar an der New Plaza um für den nächsten Tag uns eventuell eine gemeinsame Unternehmung vorzunehmen. Es fällt leicht in dieser Atmosphäre des Easy-Going Kontakte zu Landsleuten zu finden. Zur Zeit sind nämlich - noch - genug dort.
| Unsere Veteranen - immer eine Quelle für Informationen |
Von Mücken und Moskitos
In der Nicht-Eurozone merkt man es besonders. der Euro ist eine weiche Währung geworden - oder der Thai-Baht wird massiv gestützt. Auf jeden Fall lag der Kurs des Baht bei meiner Ankunft bei schaurigen 1 : 37,2 und fiel im Laufe des Urlaubs auf 1 : 34,9 - eine Tragödie. Im letzten Jahr lag der Kurs bei rund 1: 44,5 ! Für mich als Urlauber nicht ganz so tragisch (man kann ja eben nen Euro mehr mitnehmen) aber für die Residenten und deutschen Rentner in Thailand ein Einkommensverlust von satten 20 % zuzüglich einer Preissteigerung von etwa 10 %. Das haut vielen den Boden unter den Füßen weg und zahlreiche (für Euro-Rentner oder Rubel-Anleger gebaute) Wohnsiedlungen stehen leer oder sind zum Verkauf angeboten. Für ein Haus in einer Wohnsiedlung, das letztes Jahr noch rund 100.000 Euro gekostet hat, veranschlagen die Makler jetzt nur noch etwa 80.000 und der Verfall geht weiter. Immobilienkäufer, die sich durch den Ankauf einer Wohnung oder eines Hauses den Lebensabend in Thailand sichern wollten, sehen sich nun einem massiven Preisverfall gegenüber, was allerdings auch einem künstlichen geschaffenen Überangebot zu verdanken ist. An jeder Ecke lauern heute Immobilienverkäufer mit Hochglanzprospekten für neue (zum Teil erst projektierte) Superwohnsiedlungen und scheuen sich nicht diese in einer Weise anzubieten, die früher eigentlich in ihrer unverschämten Art umsatzgierigen Basarhändlern vorbehalten war. Da ist der schiere Druck des Verkaufserfolges wohl der Vater des Verhaltens. Die andere Spezies, die mich besonders mag, ist der asiatische Moskito. Ich war noch nicht ganz angekommen, da verspürte ich auch schon den einen oder anderen Juckpunkt an meinen Waden. Die Moskitos scheinen besonders meine Beine zu mögen. Nach wenigen Tagen war ich perforiert. Allein mein rechter Unterschenken wies etwa 20 schöne rote Punkte auf, die ehemals Zapfstellen der heimischen Blutsauger gewesen waren. Als Folge wurde mein Fußknöchel etwas dicker. Um genau zu sein etwa so dick wie eine Pampelmuse. Ich ließ mir an unserer Stammbar an der New Plaza einen Eimer mit Eis kommen und positionierte meinen Fuß zwischen den Eiswürfel. Linderung trat nicht ein. Das wurde mir dann doch zu kriminell und ich besuchte das Bangkok Hospital Pattaya. Da hatte ich letztes Jahr ganz gute Erfahrungen gemacht und eine freundliche Krankenschwester brauchte auch nicht lange nach dem Grund meines Besuches zu fragen. Ein Blick genügte ! Sorgfältig betupfte sie meine Blessuren und versorgte mich mit Medikamenten. Ich war wohl ein minderschwerer Fall und wenig später ging es mir (bzw.meinem Unterschenkel wieder deutlich besser). Von da an achtete ich besonders auf geschlossene Fliegengitter und desinfizierte alle Räume meines Bungalows mit einer Extraportion Insektizid. Was natürlich nichts nützt, wenn man mit kurzen Hosen durch die Gegend läuft. Aber für lange Hosen war es zu heiß und ich hätte ja nicht gedacht, das ich sooooo beliebt bei den Moskitos sein könnte. Und durch so einen Vorfall lasse ich mir doch den Urlaub nicht verderben. Allerdings habe ich mich bei der Hotelleitung beschwert. Ich sagte der Dame an der Rezeption, das ich an meinem Bungalow nicht weniger als 8 Geckos beherberge, die Tiere dort sehr willkommen sind und mich keinesfalls stören würden. Aber die Aufgabe eines Geckos ist nun einmal der Verzehr von Insekten und sie möchte doch bitte ihre vierbeinigen Mitarbeiter umgehend darauf hinweisen, ihren Pflichten nachzukommen.
Ich habe selten Mitarbeiter einer Hotelrezeption so lachen sehen.
| CentralFestival-Einkaufszentrum. Klimatisiert, Moskitofrei und mit leckerem Kaffee |
Von Rüsseltieren
In Thailand hat die Zucht und der Einsatz von Elefanten eine Jahrshunderte Jahre lange Tradition. Der Elefant war und ist teilweise noch aus der Landwirtschaft nicht wegzudenken. Gerade im Grenzgebiet zu Kambodscha und Laos werden diese majestätischen Rüsseltiere heute noch als geländegängiger Ersatz für Traktoren und Holzrückemaschinen eingesetzt. Die meisten Elefanten dienen jedoch heute zur Pflege der Tradition und zur Belustigung bzw. Verwunderung der Touristen und haben so eine Geldbringende und Lebenserhaltende Funktion. Ich habe auch in diesem Jahr meine Reise mit Begegnungen mit Elefanten gewürzt. Es ist schon ein tolles Gefühl so einen Riesen vor sich zu haben. Ganz zutraulich wird man mit dem Rüssel auf Eßbares abgesucht und bei Erfolg natürlich seiner (extra für den Elefanten gekauften) Bananenstaude beraubt. Da kennen die nix - da sind die Elefanten konsequent. Ein Elefant braucht am Tag etwa 2000 Bananen (oder entsprechendes Grünfutter wie zB. Bambus) und der europäische Tourist ist als Lieferant der gelben Leckereien natürlich fest im Fokus. Dafür lässt sich dann der Dickhäuter auch ganz brav mit aufs Foto bannen. Übrigens sind Elefanten stark behaart und verfügen über Borsten, die eher an einen Kaktus erinnern. Man kann sich da ganz schön die Beine aufschaben, wenn man nicht aufpasst. Die andere rüsseltragende Lebensform in Thailand ist der Katoey, Katoey sind Frauen (oder wollen es sein), die eigentlich biologisch ein Mann sind. Ist das wallende Prachthaar auch noch so gut gefönt, die Oberweite dank Hormonen und Silikon auch noch so üppig, der Hintern durch Implantate auch noch so knackig und das Outfit auch noch so auf Vollweib getrimmt - zwischen den Beinen hängt der nicht zu verleugnende Beweis - es ist ein Mann. Im Zustand präkomatöser Alkoholisierung hat schon so mancher Thailandbesucher erfahren müssen, das die junge Sexbombe, die er am Abend zuvor in der Bar aufgesammelt hat, am nächsten Morgen im Bad erstmal den Bart abrasieren musste. Nun wer es mag und braucht, dem sei der nährere Kontakt zu diesen Menschen natürlich unbenommen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen - aber es bedarf keiner besonderen Schulung, diese transsexuellen Erscheinungen im Vorfeld zu erkennen. Der Adamsapfel macht jeden Katoey schon aus der Entfernung erkennbar. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Zahl der Katoey in Bars und Etablissements deutlich erhöht. Das mag an den Verdienstmöglichkeiten liegen, aber ist wohl nur deshalb aufgefallen, da die neue Militärregierung Thailands unter General Prayout die Einreise arbeitswilliger junger Damen aus Laos, Kambodscha und Vietnam deutlich reduziert hat. So fallen zwischen den teilweise abgetakelten Damen in den Bars die frischen Katoey nicht nur durch ihre demonstrativen Reize auf, sondern auch durch ihre Anmachversuche mit deutlich tieferer Stimme. Allerdings muß ich erwähnen, das die Katoey in der Regel bessere Englischkenntnisse haben, als ihre weiblichen Kollegen und man kann sich ganz gut mit dem (oder der?) einen oder anderen unterhalten, wenn man mal etwas über Thailand und seine Gegebenheiten erfahren will.
| Elefant - groß, grau und haarig |
Von zwei- und vierbeinigen Raubkatzen
Neben dem Elefanten sind Tiger die große Attraktion in Thailand. Im Tiger Park in Pattaya kann man diese Tiere sehr gut beobachten und sich auf Wunsch mit einem abkonterfeien lassen. Tiger leben heute in Thailand auch noch in freier Wildbahn und die Aufzuchtstationen tun ihr übriges, diese Raubkatzen nicht aussterben zu lassen. Die andere Art von Raubkatze findet sich entlang der Walking Street, der Beach Road und diversen Nebenstraßen. Mit treuherzigem Augenaufschlag habe die zweibeinigen Raubkätzchen ihre bevorzugte Beute (den europäischen Touristen) fest im Blick - oder besser seine Brieftasche. Das Spiel läuft immer gleich ab. Zunächst wird Horst aus Gelsenkirchen oder Emil aus Leipzig umsorgt und gehätschelt. Nach einiger Zeit kommt dann der sanfte Wunsch nach einem neuen T-Shirt, einem Paar Schuhe, einem Handy, einem Moped, einem Auto usw. Die Spirale der Wünsche endet dort, wo der Tourist sein persönliches Limit setzt. Dann wird auf sanftes Nörgeln gesetzt, bis der Farang (der Ausländer) auch noch seine Kreditkarte benutzt, um Bee oder Kim oder Pamplon den letzten Wunsch von den Mandelaugen abzulesen. Dafür macht ihm die junge Siamkatze auch einen schönen Urlaub möglich. Und man schwört natürlich ewige Liebe (die solange hält, bis der deutsche Tourist wieder im Flugzeug sitzt). Zu Hause schreibt man dann via Facebook oder Whatsup und es dauert nicht lange, bis der vielgeliebte Germane von den üblen Schicksalsschlägen seiner asiatischen Herzdame erfährt. Da muß der Onkel/Vater/Bruder ins Krankenhaus oder Gefängnis. Da stirbt die Mutter/der Vater/der Wasserbüffel. Die Liste der Widrigkeiten eines ganzen Lebens wird da abgeleiert mit dem einzigen Ziel, dem Touristen das Geld aus der Tasche zu locken. Rührselige Geschichte ergibt eben Cash, falls der liebestrunkene Depp in Germanien wirklich so dämlich ist, auf so etwas hereinzufallen. Thailand ist im Verhältnis zu den Nachbarländern ein recht wohlhabendes Land mit beachtlichem Wirtschaftwachstum. Aber warum soll sich einen junge Frau für 9000 Baht im Monat in einem Supermarkt anstellen lassen und ihr Geld für ihre Wünsche erarbeiten, wenn sie das 10fache mit einem Touristen verdienen kann, und dafür nur das machen muß, was sie bei ihrem thailändischen Ehemann sowieso macht? Und wenn man mit fast standardisierten Geschichten sogar noch später Zahlungen aus dem Ausland erhalten kann? Arbeiten und sparen ist für Thais eben nicht "sanuk" (bequem,spaßig,lustig). Und so legt sich die Dame eben lieber zurück, als sich etwas zurückzulegen. Geschichten dieser Art füllen ganze Bücherschränke. Und zu jedem Raubtier gehört auch eine Beute, die sich fressen lässt. Wer glaubt, unter den Bargirls und GogoTänzerinnen die Frau fürs Leben kennenzulernen, der sei gewarnt. Die Dame ist ausschließlich daran interessiert, einen Dummen zu finden der sie, ihre unehelichen Kinder und den Rest ihrer stinkfaulen Familie durchzufüttern bereit ist und nicht böse wird, wenn der angebliche Bruder der Dame in Wirklichkeit ihr thailändischer Ehemann ist. Wer es mag.....
| Der Tiger. Von den thailändischen Raubkatzen noch die harmloseste Art |
Von Bastlern und Baumeistern
Arbeiten, so wie wir es kennen, ist nicht die Domäne des Thais. Stundenlang schwitzen, Termine im Auge halten und Qualitätsmäßig das obere Ende der Leistungsskala abliefern will einfach mit dem tief verinnerlichten "Sanuk" und "Sabai"- Gedanken nicht vereinbar sein. Ich sitze zur Mittagszeit im Restaurant "Hirschgarten", einem - wie am Namen schon erkennbar ist - deutschen Restaurant in Naklua. Das Essen ist hier vorzüglich, wenn auch nicht billig. Mir gegenüber befindet sich eine Hauswand, die, noch erkennbar weiß, schon bessere Zeiten gesehen hat. Deshalb bemühten sich auch drei Maler, diese Wand nun zu streichen. Bemühten ist der richtige Ausdruck. Ein Arbeiter (wohl der Meister) stand beobachtend daneben. Ein Mitarbeiter hielt den Farbeimer in halbe Höhe und die letzte Fachkraft begann nun mit einem Malerröllchen (keine Hand breit) in der Mitte der Mauer diese zu bemalen. Mit einer Ruhe und Gelassenheit ging man zu Werke, die jedem europäischen Handwerker die Zornesröte ins Antlitz getrieben hätte. Natürlich wurde die Wand nicht fertig. Bis zu meiner Abreise war etwa die Hälfte der Mauer bestrichen worden (8 Tage seit Entdeckung der Baumaßnahme). Wie lange hätte ein deutscher Malerbetrieb mit 3 Mann wohl für die etwa 30 qm gebraucht ?
Ich gehe abends um etwa 22 Uhr die 2nd Road entlang. Das ist eine der Magistralen des Ortes. Gegenüber der New Plaza stehen zwei nette junge Asiatinnen an einem kleinen Toyota. Dieser Wagen (offensichtlich ein Mietwagen) wollte von den Damen zurückgegeben werden, als der Vermieter bei der Übergabe einen Platten bemerkte. Natürlich forderte er von den Damen den Reifen noch zu wechseln. Nun ist es mit dem kurzen Radschlüssel nicht so einfach die Radmuttern zu lösen, wenn man sich nur mit einem Eigengewicht von etwa 45 Kilo auf den Schlüssel stellen kann und vorher wohl auch noch nie ein Rad gewechselt hat. Von den etwa 10 umstehenden Thais (von denen wohl die Hälfte Mitarbeiter der Autoverleihfirma waren) fühlte sich keiner bemüßigt den Damen zu helfen. Das roch ja zu sehr nach Arbeit. Und wenn die Asiatinnen (aus Singapur, wie ich später erfuhr) noch länger brauchten, so könnte man gewiß sein, das sie die längere Mietdauer hätten bezahlen müssen. Einen Missstand sehen, heißt ihn beseitigen. Ich habe den Damen dann geholfen (d.h. ich habe den Reifen gewechselt). Die thailändischen Zuschauer bewunderten zwar meine Behändigkeit im Umgang mit platten reifen, fühlten sich aber immer noch nicht dazu bewogen, nun auch mal zu zeigen was sie können. Hier siegte mal wieder die typisch thailändische Faulheit. Das Trinkgeld der Damen habe ich übrigens abgelehnt. Das hätte ein Thai auch nie gemacht.
In Bangkok und in etwas geringerem Maße kann man an fast jeder Ecke einen Tempel besichtigen. Diese Tempel (allesamt buddhistisch) sind wahre Meisterwerke der Baukunst. Schön anzusehen und farbenfroh bemalt. Hier zeigt sich ganz klar - die können, wenn die wollen. Aber wer für Buddha etwas tut, wird im nächsten Leben belohnt (z.B. mit einer sozial höheren Stellung). Auch hier bewegt sich der Ostasiate also nur, wenn es ihm Vorteile zu bringen scheint.
| Bausünden - noch im Bau oder Leerstand. Eine Schande |
Von Wucherern und Heiligen
Dieser Buddha war schon ein komischer Kerl. Setzte er sich doch jahrzehntelang unter einen Baum und wartete bis seine Erleuchtung eintrat. Ob es wirklich Erleuchtung war oder nur ein Sonnenstich - darüber mögen sich Religionswissenschaftler auslassen. Auf jeden Fall ist dieses stoische Hineinfinden in Gegebenheiten ohne den geringsten Ehrgeiz eine Haltung die nicht das geringste mit Gleichmut, Sanftheit oder seelischer Überlegenheit zu tun hat. Es ist lediglich eine weitgehend akzeptierte Entschuldigung für das Nichtstun. Faulheit als Glaubensansatz - da hätte der gute Benedikt mit seinem "Bete und Arbeite" solange missionieren können wie er wollte. Aus diesem arbeitsscheuen Gesindel, welches sich dort Staatsvolk nennt, hätte er nie bienenfleißige Zeitgenossen gemacht. Das Ergebnis sieht man, wenn man sich die 10 größten thailändischen Unternehmen ansieht. Von diesen gehören nur eines einem Thai. 7 Stück sind in chinesischen Händen (bzw. deren Nachfahren) und 2 gehören indischen Zuwanderern. Warum ? Wenn der Thai morgens aufsteht, hat der Chinese schon 6 Stunden gearbeitet. Außerdem ist Verantwortung und kaufmännischer Wagemut unbequem (also nicht "sabai") und macht erstamal keinen Spaß (also nicht "sanuk"). Der Besuch eines Tempels ist natürlich kostenlos. Allerdings stehen an allen Ecken und Kanten diverse geschmückte Kästchen in denen man einen Obolus versenken kann. Auch gehört die Geldspende zum guten Ton der Tempelbesucher. Eine andere Sehenswürdigkeit ist und bleibt die Walking Street - also quasi die Reeperbahn Pattayas. Waren dort im letzten Jahr noch wahre Besucherströme zu finden, so war es in diesem Jahr deutlich aufgeräumter. Der miese Euro-Kurs und nicht zuletzt der noch schlechte Kurs des russischen Rubels haben weite Teile der Nachschwärmer erst gar nicht anreisen lassen. Die Straßen sind halb so voll wie letzte Saison - die Besucher auch. Dafür werben die Damen der Bars umso aggressiver um Kundschaft und die Wirte haben die Preise erhöht. Geschult in Betriebswirtschaft denken sich die Ausschank-Besitzer eben, wenn nur die Hälfte der Kunden kommen, so müssen die Preise eben doppelt so hoch sein. Das verstärkte Nachfrage aus gesenkten Preisen entstehen könnte, darüber scheint sich kein Zapfer wirklich Gedanken gemacht zu haben. Man geht eben davon aus, das die Leute ja kommen müssen. Und so benehmen sich auch die Mädels an den Bars. Statt sich über jeden Kunden euphorisch zu freuen, der ihnen ja vielleicht noch über einen Longtime-Visit die miese Saison retten könnte, blicken die Damen potentiellen Kunden eher mürrisch entgegen (als wäre man dem erschienenen Kunden für den Ausgebliebenen kollektiv böse) und haben die Ansprüche erhöht, statt logisch gesenkt. Da kann man drauf verzichten. Zumal mit zunehmender Kenntnis der Verhältnisse und abnehmender Kundenfürsorge das ganze System Pattaya sich selber ad absurdum führt. Oder anders gesagt - so teuer braucht man die Reue nicht zu kaufen.
| Das ist noch ein solider Betrieb. Kein Nepp und eiskalte Getränke |
Musikalische Abenteuer und lukullische Desaster
Der gute Heinz - ein Sparfuchs erster Ordnung, aber sehr lieb. 60 Jahre alt und ein Kenner der Szene Pattayas - kam eines Abends auf mich zu, ob ich nicht Lust hätte, ihn auf ein Konzert nach Bangkok zu begleiten. Nun, ich bin zwar ein Freund der Musik (besonders Haydn oder Telemann), aber moderner Musik verschließen sich meine Gehörknochen sofort. Auch die Aussicht die thailändische Variante von Helene Fischer oder DJ Bobo hören zu müssen, haut mich nicht gerade vor Begeisterung vom Hocker. Die höre ich ja zu Hause auch nicht. Dennoch dachte ich mir, das wäre mal eine Abwechslung und man muß ja auch mal für etwas Neues aufgeschlossen sein. Also besorgte uns der Heinz zum Preis von je 4.000 Baht sogar VIP-Karten für diese Konzert "mit internationalen Künstlern" wie er eindringlich betonte. Thailand verfügt über sehr gute Sinfonie-Orchster und ich war mir sicher, da kein besonderes Risiko einzugehen, da allein der Preis eine Massenveranstaltung ausschloß.Mit dem Taxi also nach Bangkok und rauf auf das Gelände, welches auf derm Kasernengrundstück des 11. Garderegimentes lag. In mir keimte die Hoffnung auf ein Platzkonzert mit Märschen. Fehlanzeige. Als wenig später die Musik einsetzte, musste ich zu meinem blanken Horror feststellen, das wir auf einen Techno-Festival gelandet waren. 6 Stunden lang dröhnten mir diverse "Künstler" ihre Beats in die Ohren und lediglich die Tatsache, das es einen Eiswagen gab, der köstliche Süßspeisen verkaufte, konnte mich über diesen Missgriff hinweg trösten.
Ich esse ja gerne. Und ich bin auch durchaus als experimentierfreudig einzuordnen, wenn es um Speisen und Getränke geht. Nun war ich zu Beginn der Reise mit Anna (die vom letzten Jahr) und Anny (ihrer Freundin) zum Essen. Wir gingen in ein thailändisches Restaurant, welches nicht auf Touristen ausgerichtet ist. Es gab "thailändisches Barbeque". Ein Eimer mit Holzkohlen wird mit einer Metallabdeckung auf den Tisch gestellt. In den Rand der Abdeckung schüttet man nun Wasser, in dem man Gemüse kochen kann. Auf der Spitze der Abdeckung kann man Fleischstücke ablegen, um sie dort zu braten. Soweit so gut. Was mir jedoch an Fleisch dort angeboten wurde, würde ich noch nicht einmal einem Hund vorwerfen. Undefinierbar in der Herkunft, ohne erkennbaren Schnitt und ungekühlt bei 35 Grad Lufttemperatur. Der reine Gammelfleischskandal. Die Damen jedoch genossen sichtbar diese Mahl und legten nicht nur Fleisch und Innereien auf diesen Glutofen, sondern verspeisten landestypisch schmatzend dieses schon übel riechende Zeug. Da muß man allein beim Zusehen besondere Nerven haben, um nicht im hohen Bogen auf den Tisch zu kotzen. Nun ja - ein Fastenabend konnte mir ja nicht schaden. Am nächsten Abend meinte Ulli, er kenne einen besonders guten Laden, in dem man sich preiswert sattessen könnte. Wir fuhren hin und es gab "Thailändisches Barbeque". In diesem Falle war die Auswahl der Fleischstücke zwar sauberer und die Behälter der Fleischstücke eisgekühlt - ich beschränkte mich allerdings auf die Vorspeisen (Sushi) und die Nachspeise (Pudding). Allein der Geruch, der von diesem Holzofen ausgeht, wenn Fleisch darauf geworden wird, erinnerte mich zu stark an die Tierkörperverwertungsanstalt (oder ein Krematorium).
Nun ja - auch davon bin ich nicht gestorben und im 7/11-Markt um die Ecke gab es hygienisch verpackte Thunfischsandwiches (der Herstellerbetrieb gehört einem Chinesen). Am nächsten Tag war ich wieder im CentralFestival (einem Einkaufszentrum) zum Kaffeetrinken. Die nette Verkäuferin aus der Kaffeebar (ein ganz reizendes Mädel) nahm meine Einladung zum Essen an. Mein Fehler war nur, das sie das Restaurant aussuchen durfte. In diesem Einkaufszentrum sind neben den bekannten amerikanischen Massenabfütterern noch ungefähr 15 Restaurants angesiedelt und wo will sie hin ? In ein thailändisches Restaurant - Spezialität "Thailandisches Barbeque" ! Ich habe ihr den Gefallen getan, aber selber nichts gegessen. 3mal hintereinander einen Anschlag auf meine Nerven - das haut auch mich aus den Socken und ich habe mir anschließend 4 Stücke Obstkuchen in einem französischen Café in die Kiemen gestopft. Mit Sahne versteht sich ! Der nächste Mensch, der mich zu thailändischem Barbeque überreden will, sollte davon ausgehen, bald seinem Herrn zubegegnen. Aber nicht in der Kirche! Links und rechts haue ich ihm den Ofen um die Ohren.
| Thailändisches Barbeque. Spülwasser mit Gammelfleisch |
Heimreise mit Sternchen
Meinem Taxifahrer und dem deutschsprachigen Taxidienst in Pattaya war es zu verdanken, das ich nicht um 7 Uhr (wie geplant), sondern schon um 6 Uhr in Bangkok am Flughafen stand. 1 Stunde zu früh, aber der Kollege hatte anschließend Feierabend und ich konnte verstehen, das er auf der letzten Fahrt richtig Gas gegeben hat. Ich stehe also nun am Check-In und bin der erste Fluggast in dem sonst auch ziemlich leeren Flughafen. Neben mir stehen zwei nette Stewardessen der Emirates und ich fange, mein Englisch bemühend, an mit den beiden zu flirten (doch das kann ich!). Nach einer halben Stunde lustiger Unterhaltung verabschieden sich die beiden und ich stelle mich, nun nicht mehr als erster (auch andere fliegen weg) in die Reihe zum Einchecken. Als ich an den Schalter trete sehe ich, das meine Bodenstewardess eine der beiden Damen von vorhin war. Sie kontrolliert meine Reisedokumente, telefoniert zweimal und - zack - bin ich auf Business-Class upgegraded worden. Schön, denke ich - so bekommt die Reise auch noch einen netten Abschluß. Im Flieger selber habe ich mich dann auch prompt daneben benommen. Nach einiger Zeit kam die Stewardess mit einem Kaffee und einem kleinen Kuchen. Als ich Beides verzehrt hatte, nahm ich das Geschirr (kein Pappbecher - Porzellan) und trug es nach hinten in die Bordkombüse. Man fragte mich dort, ob ich noch einen Kaffee möchte. Nein, gab ich zur Antwort "Ich wollte nur das Geschirr zurückbringen". Vier lachende Stewardessen zeigten mir in diesem Moment an, das ich wohl der erste Fluggast war, der sein Geschirr selber wegräumt. Als Dank servierte man mir aber dafür einen doppelten Hennessy. Fand ich ganz nett.
| Der letzte Abend - Vorfreude auf daheim |
Zum guten Schluss
Ich glaube, wenn ich das nächste Mal fliege, buche ich direkt Business. Sehr bequem, sehr viel Platz und sehr guter Service.Aber ehrlich. Nach zweimal Thailand kann mir das Land eigentlich nichts mehr bieten. Die Schau der Damen ist als Kasperl-Theater durchschaut, die Moskitos haben mich genug gepiekt und der Baht-Kurs von zuletzt 34,45 macht den Urlaub dort zum Luxus-Abenteuer. Elefanten kann ich hier im Zoo sehen und den Magenverderben kann ich mir an jeder Döner-Bude in Altendorf. Unbenommen - ich habe mich amüsiert und erholt. Aber nächstes Jahr folge ich der Einladung von Pater Gereon und mache Urlaub im Kloster !
Mittwoch, 28. Januar 2015
Deutschland - reiches Vaterland ?
Wenn ich mir so die Wirtschaftsnachrichten ansehe, möchte ich meine, ich lebe in einem reichen Land. Die Prognosen fürs nächste Jahr sind sehr zufriedenstellend, die Zahl der Arbeitslosen geht ständig zurück und selbst der Kurs des Euro hat nach einer Talsohle wieder leichte Steigerungen gegenüber dem thailändischen Baht erfahren. Deutschland geht es gut. Scheinbar.
Wenn ich mit meinem Wagen durch die Straßen fahre, bin ich froh, Besitzer eines Jaguars zu sein. In einem Fiat oder Dacia hätten die Schlaglöcher wahrscheinlich schon mein Rückgrat zerschlagen. Wenn ich abends durch Essen gehe, sehe ich zahlreiche ältere Leute mit Plastiktüten die Mülleimer nach Pfandflaschen durchsuchen. Wenn ich den Bericht des Wehrbeauftragten anhöre und den Ist-Zustand unserer Streitkräfte betrachte, glaube ich in einem Land der dritten Welt zu leben. Selbst die Armee Paraguays oder die Streitkräfte von Nigeria haben besseres Material. Leider !
Wenn ich morgens mein Gang zur Bank mache, komme ich an der Agentur für Arbeit vorbei. Dort stehen meisten sehr junge Frauen mit Kinderwagen und spielen rauchend mit ihren IPhones. Junge Südländer parken meist hubraumstarke Fahrzeuge aus Stuttgart oder München in den Seitenstraßen und lungern dann auch vor dem Gebäude herum. Ab und zu sehe ich dort sogar Menschen, denen man die Armut schon von weitem ansieht. Manchmal !
An Gedenktagen (wie jetzt dem 70.Jahrestag der Befreiung von Auschwitz) spulen unsere politischen Köpfe gebetsmülenartig ihre Sonntagsreden in den Medien herunter. Kein Statement und keine Rede ohne den Seitenhieb auf "Fremdenfeindlichkeit" - kein Artikel ohne die Mahnung zur Toleranz. Als wenn die berechtigte Wut über herumlungernde Zigeuner in den Stadtparks etwas mit dem Holocaust zu tun hätte. Wer heute über drogendealende Araber in Zorn ausbricht, ist nach Ansicht unserer gewählten Volksvertreter scheinbar schon wieder dabei, den Gashahn aufzudrehen. Wer sich darüber erregt, das man die schleichende Überfremdung nach Wunsch der Politik billigend in Kauf nehmen soll, wird mal eben in die ganz rechte Ecke gestellt und soll sich bitte politisch korrekt schämen. Und natürlich würde ein Mann wie Gauck niemals versuchen, Auschwitz für die Probleme der aktuellen PeGiDa-Problematik zu instrumentalisieren. Zumindest will er uns das glauben machen. Leider !
Wenn ich zur Kirche gehe - und das mache ich oft - dann sehe ich meistens leere Bänke. Es scheint, als zeige die kirchenfeindliche Auswirkung unserer Gesellschaft nun so langsam Wirkung. Aber halt - wenn in Bochum Stiepel die Zistersienser den Rosenkranz beten, ist die Kirche voll. Wenn einmal im Monat dort zur Wallfahrt gerufen wird, muß man eine Stunde früher dort sein um noch einen Sitzplatz zu ergattern. Es gibt also durchaus den Wunsch, am geistlichen Leben der katholischen Kirche aktiv teilzunehmen. Nur scheint es die Kirche vor Ort nicht nötig zu haben, sich den Gläubigen zuzuwenden. Da marschieren lieber der Stadtdechant und der Domprobst auf Demonstrationen hinter den Fahnen der Kommunisten, Abtreibungsbefürworter und des Schwulen- und Lesbenvereins hinterher. Das so ein Verhalten ein Fausthieb in das Gesicht eines Gläubigen ist, der mit Bibel und Katechismus vertraut ist, scheint die Herrschaften nicht zu stören. Leider !
Wenn irgendwo in der Welt für etwas gesammelt wird, so drängen sich unsere Politiker mit dem Scheckbuch des deutschen Steuerzahlers nach vorne, um ja schnell unser Geld in die Welt zu streuen. Ob es sich um 600 Millionen für Impfungen in der Dritten Welt handelt oder für einen anderen Blödsinn. Frau Merkel, Herr Gauck und sämtliche ihrer Kollegen gieren sichtlich nach der Möglichkeit das Geld unter die Völker der Welt zu bringen. Wenn hier Straßen saniert werden müssen, wenn hier über die Erhöhung von Sozialleistungen debattiert wird, wenn hier über die Senkung von Steuern gesprochen wird - dann halten die Herrschaften allerdings die Geldbörse eisern zu ! Da schickt man lieber das Gesparte ins Ausland und lässt sich dort auf Empfängen von der Weltpresse und ordensgeschmückten Diplomaten feiern. Unsere Regierung und besonders Frau Merkel scheinen dort ein latentes Aufmerksamkeist-Defizit abzubauen. Und es tut der Mutti ja auch gut, wenn sie in aller Welt mal geküsst wird. Das kann man sich oder besser dem deutschen Steuerzahler schon etwas kosten lassen. Leider !
Ich halte es für müßig nun auch noch Wege aufzuzeigen, diese Misstände zu beseitigen. Die Möglichkeiten sind alle sattsam bekannt. Deutschland - Ein reiches Land ? Hier wird zu sehr auf gestern geschaut. Reich sind wir schon lange nicht mehr. Wir leben von der Substanz vergangener Erfolge. Wie ein alternder Schlagersänger, der immer noch seinen Mercedes fährt, aber nur noch in Baumärkten auftritt und Probleme hat zum Monatsende seine Krankenversicherung zu zahlen.
Geld ist nur so gut, wie man es anlegt. Statt es in aller Welt zu verteilen und den Rest der Weltbevölkerung hierhin einzuladen (damit das Verteilen leichter geht), ist ein Auf- und Ausbau der Streitkräfte, der Infrastruktur und des Gemeinwesens dringend geboten. Da helfen auch keine Tricks der EZB. Sonst kann man bald fragen "Haben die Deutschen denn Geld?" und man bekommt die Antwort "Ja - aber das ist das Einzige, was sie noch haben!" Leider !
Wenn ich mit meinem Wagen durch die Straßen fahre, bin ich froh, Besitzer eines Jaguars zu sein. In einem Fiat oder Dacia hätten die Schlaglöcher wahrscheinlich schon mein Rückgrat zerschlagen. Wenn ich abends durch Essen gehe, sehe ich zahlreiche ältere Leute mit Plastiktüten die Mülleimer nach Pfandflaschen durchsuchen. Wenn ich den Bericht des Wehrbeauftragten anhöre und den Ist-Zustand unserer Streitkräfte betrachte, glaube ich in einem Land der dritten Welt zu leben. Selbst die Armee Paraguays oder die Streitkräfte von Nigeria haben besseres Material. Leider !
Wenn ich morgens mein Gang zur Bank mache, komme ich an der Agentur für Arbeit vorbei. Dort stehen meisten sehr junge Frauen mit Kinderwagen und spielen rauchend mit ihren IPhones. Junge Südländer parken meist hubraumstarke Fahrzeuge aus Stuttgart oder München in den Seitenstraßen und lungern dann auch vor dem Gebäude herum. Ab und zu sehe ich dort sogar Menschen, denen man die Armut schon von weitem ansieht. Manchmal !
An Gedenktagen (wie jetzt dem 70.Jahrestag der Befreiung von Auschwitz) spulen unsere politischen Köpfe gebetsmülenartig ihre Sonntagsreden in den Medien herunter. Kein Statement und keine Rede ohne den Seitenhieb auf "Fremdenfeindlichkeit" - kein Artikel ohne die Mahnung zur Toleranz. Als wenn die berechtigte Wut über herumlungernde Zigeuner in den Stadtparks etwas mit dem Holocaust zu tun hätte. Wer heute über drogendealende Araber in Zorn ausbricht, ist nach Ansicht unserer gewählten Volksvertreter scheinbar schon wieder dabei, den Gashahn aufzudrehen. Wer sich darüber erregt, das man die schleichende Überfremdung nach Wunsch der Politik billigend in Kauf nehmen soll, wird mal eben in die ganz rechte Ecke gestellt und soll sich bitte politisch korrekt schämen. Und natürlich würde ein Mann wie Gauck niemals versuchen, Auschwitz für die Probleme der aktuellen PeGiDa-Problematik zu instrumentalisieren. Zumindest will er uns das glauben machen. Leider !
Wenn ich zur Kirche gehe - und das mache ich oft - dann sehe ich meistens leere Bänke. Es scheint, als zeige die kirchenfeindliche Auswirkung unserer Gesellschaft nun so langsam Wirkung. Aber halt - wenn in Bochum Stiepel die Zistersienser den Rosenkranz beten, ist die Kirche voll. Wenn einmal im Monat dort zur Wallfahrt gerufen wird, muß man eine Stunde früher dort sein um noch einen Sitzplatz zu ergattern. Es gibt also durchaus den Wunsch, am geistlichen Leben der katholischen Kirche aktiv teilzunehmen. Nur scheint es die Kirche vor Ort nicht nötig zu haben, sich den Gläubigen zuzuwenden. Da marschieren lieber der Stadtdechant und der Domprobst auf Demonstrationen hinter den Fahnen der Kommunisten, Abtreibungsbefürworter und des Schwulen- und Lesbenvereins hinterher. Das so ein Verhalten ein Fausthieb in das Gesicht eines Gläubigen ist, der mit Bibel und Katechismus vertraut ist, scheint die Herrschaften nicht zu stören. Leider !
Wenn irgendwo in der Welt für etwas gesammelt wird, so drängen sich unsere Politiker mit dem Scheckbuch des deutschen Steuerzahlers nach vorne, um ja schnell unser Geld in die Welt zu streuen. Ob es sich um 600 Millionen für Impfungen in der Dritten Welt handelt oder für einen anderen Blödsinn. Frau Merkel, Herr Gauck und sämtliche ihrer Kollegen gieren sichtlich nach der Möglichkeit das Geld unter die Völker der Welt zu bringen. Wenn hier Straßen saniert werden müssen, wenn hier über die Erhöhung von Sozialleistungen debattiert wird, wenn hier über die Senkung von Steuern gesprochen wird - dann halten die Herrschaften allerdings die Geldbörse eisern zu ! Da schickt man lieber das Gesparte ins Ausland und lässt sich dort auf Empfängen von der Weltpresse und ordensgeschmückten Diplomaten feiern. Unsere Regierung und besonders Frau Merkel scheinen dort ein latentes Aufmerksamkeist-Defizit abzubauen. Und es tut der Mutti ja auch gut, wenn sie in aller Welt mal geküsst wird. Das kann man sich oder besser dem deutschen Steuerzahler schon etwas kosten lassen. Leider !
Ich halte es für müßig nun auch noch Wege aufzuzeigen, diese Misstände zu beseitigen. Die Möglichkeiten sind alle sattsam bekannt. Deutschland - Ein reiches Land ? Hier wird zu sehr auf gestern geschaut. Reich sind wir schon lange nicht mehr. Wir leben von der Substanz vergangener Erfolge. Wie ein alternder Schlagersänger, der immer noch seinen Mercedes fährt, aber nur noch in Baumärkten auftritt und Probleme hat zum Monatsende seine Krankenversicherung zu zahlen.
Geld ist nur so gut, wie man es anlegt. Statt es in aller Welt zu verteilen und den Rest der Weltbevölkerung hierhin einzuladen (damit das Verteilen leichter geht), ist ein Auf- und Ausbau der Streitkräfte, der Infrastruktur und des Gemeinwesens dringend geboten. Da helfen auch keine Tricks der EZB. Sonst kann man bald fragen "Haben die Deutschen denn Geld?" und man bekommt die Antwort "Ja - aber das ist das Einzige, was sie noch haben!" Leider !
Sonntag, 18. Januar 2015
PeGiDa - Demo abgesagt !
Gerade tickerte es durch N24 - meinem Lieblingssender. Die Montags-Demo in Dresden musste von den Veranstaltern abgesagt werden , weil es konkrete Drohungen gegen Herrn Bachmann (dem Organisator) aus Kreisen von Islamisten gab. Die Polizei hat daraufhin die Demonstration verboten. Aha - anstatt ihrem Auftrage zum Schutz der Demokratie nachzukommen, beschränkt sich unsere Polizei auf verwaltungstechnische Aufgaben. Und unsere Politiker ? Wo sind jetzt die Verfechter der "wehrhaften Demokratie", die Garanten der Meinungsfreiheit? Wo sind die demokratischen, integrierten Muslime, die sonst nicht müde werden uns ihre Religion des Friedens schönzureden? Da herrscht Sendepause !
Eines zeigt die abgesagte Demonstration allerdings besser als 100000 Leute auf den Straßen! Unsere Regierung ist nicht mehr in der Lage (und vermutlich auch nicht Willens) in einer deutschen Stadt den Bürgern dieses Landes die Wahrnehmung ihrer demokratischen Grundrechte zu garantieren. Unsere Volksvertreter haben den Schwanz eingezogen und unsere Polizisten sind in Deckung gegangen. Ist das das Deutschland, in dem wir leben wollen. Diese Frage sollte sich heute jeder stellen, der bisher noch an unser demokratisches System geglabt hat.
Das unsere Regierung bzw unsere Regierenden wohl ganz froh sind, das die Islamisten ("...das hat natürlich nichts mit dem Islam zu tun") ihnen scheinbar die ungeliebte PeGiDa vom Hals geschafft haben, ist ein Schuß der nach hinten losgehen könnte. Wenn der Druck, den manche Menschen aufgebaut haben, kein Ventil mehr finden, könnte das ungeahnte Folgen haben! Wenn Menschen wie der türkische Präsident Erdogan die Gläubigen als Soldaten und die Moscheen als Kasernen des Islam betrachtet, könnten Menschen auf die Idee kommen, dieses eben genauso zu sehen. Es könnte dazu kommen, das manche bisher friedlichen Demonstranten die nächste islamische Einrichtung, das nächste muslimische Geschäft und den nächsten Muslim dann wirklich als seinen existentiellen Feind betrachten. Es mögen sogar Einige dann zu Maßnahmen greifen, die sonst kriegsführenden Parteien vorbehalten waren. Im Kriege brennen nun einmal die Häuser der Feinde. Aufgestauter Druck könnte sich in unkontrollierten Aktionen gegen muslimische Anwohner Bahn brechen. Ist es etwa das, was die Regierung will? Die Gefahr solcher radikaler Handlungen wird steigen, wenn man den Menschen auf der Straße die Möglichkeit friedlichen Protestes nimmt. Wenn der Staat vor dem Terrorismus einknickt, dann hat er seine moralische Integrität verloren.
Ein arabisches Sprichwort sagt "Wer bei Tag nicht gehen darf, lernt bei Nacht zu schleichen". Wehrlos und ohne Stimme sind wir dennoch nicht. In sozialen Netzwerken können wir weiterhin miteinander in Kontakt bleiben. Und wir können jeden Tag selber friedlich demonstrieren. Grüßen wir ab morgen einfach mit "Grüß Gott" - aber sparen wir es uns, muslimischen Anwohnern und Arbeitskollegen besondere Höflichkeit entgegen zu bringen. Lassen wir Muslime in diesem Lande die nötige Distanz spüren. Sie sind nach eigenem Verständnis keine Deutschen mit muslimischem Glauben, sondern Muslime mit deutschem Pass (wenn überhaupt). Vermeiden wir es, muslimischen Geschäften Umsatz zu bescheren. Erklären wir keinem Muslim den Weg, wenn er fragt. Sprechen wir nicht mit ihnen - und wenn doch, nur das unbedingt Notwendige. Solange wir als Nicht-Muslime (was für den Muslim bedeutet, das wir für ihn keine Menschen sind) in der Mehrheit sind, so haben wir die friedliche und nicht zu verbietende Möglichkeit ihnen unsere Ablehnung täglich zu zeigen. Sollen sie in ihren Quartieren hausen, sollen sie gegen alles Christliche in diesem Lande wettern und in jeder Seifenreklame eine Beleidigung ihres Propheten sehen. Das können wir nicht verhindern. Aber wenn eine Muslima mit 5 Einkaufstüten und Kinderwagen in die Straßenbahn steigen will - müssen wir da helfen? Wenn ein Muslime eine Reifenpanne hat - müssen wir da anhalten? Muss ich für meine muslimische Arbeitskollegin einspringen, nur weil sie vielleicht einen wichtigen Termin wahrnaehmen will? Die Frage darf sich nun jeder selber beantworten. Und man sollte bei der Antwort nicht vergessen, das es das religiöse Pflicht des ach so netten, hilfsbedürftigen Muslimen ist, uns als Nicht-Muslime jederzeit die Menschenrechte zu verweigern. Wer glaubt, Karikaturisten, Zweifler und Kritiker hätten für ihre Tätigkeit den Tod verdient, hat sich selber außerhalb unserer Gesellschaftsordung gestellt - und da sollten wir ihn auch stehen lassen.
Ich wünsche allen meinen Lesern einen gesegneten Abend und verbleibe mit "Grüß Gott"
Eines zeigt die abgesagte Demonstration allerdings besser als 100000 Leute auf den Straßen! Unsere Regierung ist nicht mehr in der Lage (und vermutlich auch nicht Willens) in einer deutschen Stadt den Bürgern dieses Landes die Wahrnehmung ihrer demokratischen Grundrechte zu garantieren. Unsere Volksvertreter haben den Schwanz eingezogen und unsere Polizisten sind in Deckung gegangen. Ist das das Deutschland, in dem wir leben wollen. Diese Frage sollte sich heute jeder stellen, der bisher noch an unser demokratisches System geglabt hat.
Das unsere Regierung bzw unsere Regierenden wohl ganz froh sind, das die Islamisten ("...das hat natürlich nichts mit dem Islam zu tun") ihnen scheinbar die ungeliebte PeGiDa vom Hals geschafft haben, ist ein Schuß der nach hinten losgehen könnte. Wenn der Druck, den manche Menschen aufgebaut haben, kein Ventil mehr finden, könnte das ungeahnte Folgen haben! Wenn Menschen wie der türkische Präsident Erdogan die Gläubigen als Soldaten und die Moscheen als Kasernen des Islam betrachtet, könnten Menschen auf die Idee kommen, dieses eben genauso zu sehen. Es könnte dazu kommen, das manche bisher friedlichen Demonstranten die nächste islamische Einrichtung, das nächste muslimische Geschäft und den nächsten Muslim dann wirklich als seinen existentiellen Feind betrachten. Es mögen sogar Einige dann zu Maßnahmen greifen, die sonst kriegsführenden Parteien vorbehalten waren. Im Kriege brennen nun einmal die Häuser der Feinde. Aufgestauter Druck könnte sich in unkontrollierten Aktionen gegen muslimische Anwohner Bahn brechen. Ist es etwa das, was die Regierung will? Die Gefahr solcher radikaler Handlungen wird steigen, wenn man den Menschen auf der Straße die Möglichkeit friedlichen Protestes nimmt. Wenn der Staat vor dem Terrorismus einknickt, dann hat er seine moralische Integrität verloren.
Ein arabisches Sprichwort sagt "Wer bei Tag nicht gehen darf, lernt bei Nacht zu schleichen". Wehrlos und ohne Stimme sind wir dennoch nicht. In sozialen Netzwerken können wir weiterhin miteinander in Kontakt bleiben. Und wir können jeden Tag selber friedlich demonstrieren. Grüßen wir ab morgen einfach mit "Grüß Gott" - aber sparen wir es uns, muslimischen Anwohnern und Arbeitskollegen besondere Höflichkeit entgegen zu bringen. Lassen wir Muslime in diesem Lande die nötige Distanz spüren. Sie sind nach eigenem Verständnis keine Deutschen mit muslimischem Glauben, sondern Muslime mit deutschem Pass (wenn überhaupt). Vermeiden wir es, muslimischen Geschäften Umsatz zu bescheren. Erklären wir keinem Muslim den Weg, wenn er fragt. Sprechen wir nicht mit ihnen - und wenn doch, nur das unbedingt Notwendige. Solange wir als Nicht-Muslime (was für den Muslim bedeutet, das wir für ihn keine Menschen sind) in der Mehrheit sind, so haben wir die friedliche und nicht zu verbietende Möglichkeit ihnen unsere Ablehnung täglich zu zeigen. Sollen sie in ihren Quartieren hausen, sollen sie gegen alles Christliche in diesem Lande wettern und in jeder Seifenreklame eine Beleidigung ihres Propheten sehen. Das können wir nicht verhindern. Aber wenn eine Muslima mit 5 Einkaufstüten und Kinderwagen in die Straßenbahn steigen will - müssen wir da helfen? Wenn ein Muslime eine Reifenpanne hat - müssen wir da anhalten? Muss ich für meine muslimische Arbeitskollegin einspringen, nur weil sie vielleicht einen wichtigen Termin wahrnaehmen will? Die Frage darf sich nun jeder selber beantworten. Und man sollte bei der Antwort nicht vergessen, das es das religiöse Pflicht des ach so netten, hilfsbedürftigen Muslimen ist, uns als Nicht-Muslime jederzeit die Menschenrechte zu verweigern. Wer glaubt, Karikaturisten, Zweifler und Kritiker hätten für ihre Tätigkeit den Tod verdient, hat sich selber außerhalb unserer Gesellschaftsordung gestellt - und da sollten wir ihn auch stehen lassen.
Ich wünsche allen meinen Lesern einen gesegneten Abend und verbleibe mit "Grüß Gott"
Dienstag, 13. Januar 2015
Pflaumenkuchen mit Sambal Oelek - oder gehört der Islam zu Deutschland?
Ich esse gerne. Das gebe ich zu. Ich esse auch gerne Kuchen und deutliche Rundungen meines Verdauungstraktes überwuchern in Ringen meinen Hosenbund. Richtig erkannt - ich bin dick. Das macht mir nicht aus. Gesundheitlich hat es mir nicht geschadet und ich esse eben zu gerne, als das ich den Verzehr von Kuchen und anderen Süßspeisen unterlassen würde. Der leckerste Kuchen, den ich in meinem Leben gegessen habe, war der Pflaumenkuchen von Tante Traudel aus Essen-Karnap. Dieses Kuchenrezept hatte sie von ihrer Mutter aus Bayern mitgebracht, als sie nach Krieg mit Onkel Herbert ins Ruhrgebiet gezogen ist. Pflaumenkuchen ist für mich der Inbegriff der bürgerlichen Kaffeetafel. Das darf jeder gerne anders sehen - für die Leute aus dem Bergischen Land dürfte das in der Regel die kirschverzierte Waffel sein. Regional gibt es da wohl in jeder Gegend einen heimatlichen Leckerbissen.
Ich reise gerne. Besonders Thailand ist mein Favorit. Die exotische Kulisse gepaart mit warmen tropischen Klima, den freundlichen und liebenswerten Einheimischen und nicht zuletzt die zahlreichen scharf gewürzten Gerichte lassen mich nicht nur jedes Jahr nach Thailand reisen, nein, ich frequentiere regelmäßig asiatische Restaurants. Scharf und fruchtig mag ich es eben. Daran ist mein Gaumen gewöhnt, das habe ich gerne.
So sehr ich den Pflaumenkuchen mag und so sehr ich gebackenes Thaihuhn mit Sambal Oelek schätze - ich bin noch nie auf den Gedanken gekommen, mir diese scharfe Würzpaste auf den Kuchen zu machen. Ich nehme da lieber Schlagsahne. Fällt euch etwas auf? Nee? Egal - erkläre ich euch. Es gibt eben Dinge die von Natur aus zusammenpassen. Pommes passen gut zu Mayonaise zum Beispiel. Honig passt gut aufs Brötchen - zu Ölsardinen passt Honig eher nicht. Woran liegt es? Es liegt eben daran, das unser Geschmack bestimmte Kombinationen eben als wohlschmeckend und manche als weniger wohlschmeckend empfindet. Verdauungstechnisch ist das egal, ob ich mir Honig auf den Dosenfisch träufeln lasse oder das Bienenprodukt erst mit warmer Milch eine Stunde später zu mir nehme. Es geht hier nur um die ersten 12 cm, den die Speisen im Mund des Essers überwinden müssen. Dort entsteht der Geschmack und wird von den Rezeptoren des Gaumens und der Zunge aufgenommen. Danach ist es nur noch ein halbverdauter Brei im Darmtrakt.
Kommen wir nun zu der Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört. Es leben hier sein 3 oder 4 Generationen Anhänger dieser Religion. Die meisten gehen davon so oft in die Moschee, wie die meisten Christen in die Kirche - nur zu besonderen Anlässen oder auf persönliche Einladung, wenn zB. die Erbtante das Zeitliche gesegnet hat. Das ist aber nicht das Problem. Angehörige anderer Religionen hat es immer hier gegeben. Die erste Moschee in Deutschland wurde im sogenannten Halbmondlager für russische Krieggefangene muslimischen Glaubens im ersten Weltkrieg errichtet. Schon vorher gab es vereinzelte Muslime in Deutschland und sie hatten gewiss ihren Gebetsraum - eine Moschee im Sinne eines offiziellen Gotteshauses war das nach preußischem Kirchenrecht nicht.
Muslime könnten also mit Recht 100 Jahre Islam in Deutschland feiern - mehr aber nicht. Die christlichen Kirchen haben in Deutschland eine weitaus längere Tradition und die Werte des Christentums sind in Deutschland und Europa die Grundpfeiler der Rechtsordnung und des sozialen Verhaltens. Ehrenmorde und Blutrache sind hier eher unbekannt und wenn dann nicht auf der Basis religiöser Tradition begründet. Beschneidungen von Mädchen gibt es hier nicht, Vielehe hat sich in Folge der Zahl der daraus resultierenden Schwiegermütter nicht durchgesetzt und das Modell der Zwangsverheiratung wurde im frühen Mittelalter aufgegeben.l Selbst eine Gottespolizei, die die strikte Einhaltung göttlicher Gebote verfolgt, gab und gibt es hier nicht (Die zu Unrecht vielgeschmähte Inquisition hatte nämlich genau den Auftrag die von weltlichen Gerichten verfolgten Sünder vor der irdischen Gerichtsbarkeit zu schützen - nicht Scheiterhaufen zu errichten. Das taten weltliche religiöse Fanatiker).Und der letzte Religionskrieg zwischen Protestanten und Katholiken fand 1648 mit dem westfälischen Frieden zu Münster sein Ende. Im Gegensatz zur katholischen Kirche, die in regelmäßigen Konzilen ihre Lehre an die aktuellen Gegebenheiten anpasst, hat es der Islam nicht geschafft seine Lehren der modernen Lebenswirklichkeit anzupassen. Seit 613 der Prophet Mohammed seine Suren von Allah diktiert bekam, steht diese Lehre für Muslime unverrückbar fest. Was damals allerdings durchaus modern und zeitgemäß war, ist heute so aktuell wie die Rechtsordnung der Bauern eines Wikingerdorfes. Bestenfalls noch als historisches Museumsstück brauchbar. Denn damals war es noch durchaus üblich, Beleidigungen mit dem Krummsäbel oder der Streitaxt zu bereinigen und seine Zukünftige beim Würfelspiel oder beim Turnier zu gewinnen. Wer heute noch glaubt, sein Leben nach einer religiösen Vorschrift aus dem 7.Jahrhundert ausrichten zu müssen, der kann ja bei medizinischen Problemen auch gerne auf die Handbücher aus dieser Zeit zurückgreifen. Da wird bei Zahnschmerzen übrigens empfohlen, die bösen Zahnwürmer durch den Genuß von Kuhurin zu töten. Guten Appetit!
Der Islam an sich ist keine unangenehme Religion. Im Oman, in der Türkei und in Tunesien habe ich gesehen, wie umgänglich der Islam im täglichen Leben der Menschen praktiziert wird. In diese Gesellschaften passt der Islam, da ist er verwurzelt, da ist er eben zu Hause. Dort sind die sozialen Gegebenheiten auf den Islam ausgerichtet. Hier sind sie es nicht. Der Islam ist keine abendländische Religion (genausowenig wie der Buddhismus). Seine Regeln und seine Wertvorstellungen sind mit unserer Weltsicht, unserer Rechtsordnung und mit unserem sozialem Empfinden unvereinbar. Da kann noch so ein Herr Gauck oder eine Frau Merkel gebetsmühlenartig "Der Islam gehört zu uns" murmeln - es ist eben nicht so. Sonst könnte ich mir ja auch Sambal Oelek auf den Pflaumenkuchen klecksen !
Ich reise gerne. Besonders Thailand ist mein Favorit. Die exotische Kulisse gepaart mit warmen tropischen Klima, den freundlichen und liebenswerten Einheimischen und nicht zuletzt die zahlreichen scharf gewürzten Gerichte lassen mich nicht nur jedes Jahr nach Thailand reisen, nein, ich frequentiere regelmäßig asiatische Restaurants. Scharf und fruchtig mag ich es eben. Daran ist mein Gaumen gewöhnt, das habe ich gerne.
So sehr ich den Pflaumenkuchen mag und so sehr ich gebackenes Thaihuhn mit Sambal Oelek schätze - ich bin noch nie auf den Gedanken gekommen, mir diese scharfe Würzpaste auf den Kuchen zu machen. Ich nehme da lieber Schlagsahne. Fällt euch etwas auf? Nee? Egal - erkläre ich euch. Es gibt eben Dinge die von Natur aus zusammenpassen. Pommes passen gut zu Mayonaise zum Beispiel. Honig passt gut aufs Brötchen - zu Ölsardinen passt Honig eher nicht. Woran liegt es? Es liegt eben daran, das unser Geschmack bestimmte Kombinationen eben als wohlschmeckend und manche als weniger wohlschmeckend empfindet. Verdauungstechnisch ist das egal, ob ich mir Honig auf den Dosenfisch träufeln lasse oder das Bienenprodukt erst mit warmer Milch eine Stunde später zu mir nehme. Es geht hier nur um die ersten 12 cm, den die Speisen im Mund des Essers überwinden müssen. Dort entsteht der Geschmack und wird von den Rezeptoren des Gaumens und der Zunge aufgenommen. Danach ist es nur noch ein halbverdauter Brei im Darmtrakt.
Kommen wir nun zu der Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört. Es leben hier sein 3 oder 4 Generationen Anhänger dieser Religion. Die meisten gehen davon so oft in die Moschee, wie die meisten Christen in die Kirche - nur zu besonderen Anlässen oder auf persönliche Einladung, wenn zB. die Erbtante das Zeitliche gesegnet hat. Das ist aber nicht das Problem. Angehörige anderer Religionen hat es immer hier gegeben. Die erste Moschee in Deutschland wurde im sogenannten Halbmondlager für russische Krieggefangene muslimischen Glaubens im ersten Weltkrieg errichtet. Schon vorher gab es vereinzelte Muslime in Deutschland und sie hatten gewiss ihren Gebetsraum - eine Moschee im Sinne eines offiziellen Gotteshauses war das nach preußischem Kirchenrecht nicht.
Muslime könnten also mit Recht 100 Jahre Islam in Deutschland feiern - mehr aber nicht. Die christlichen Kirchen haben in Deutschland eine weitaus längere Tradition und die Werte des Christentums sind in Deutschland und Europa die Grundpfeiler der Rechtsordnung und des sozialen Verhaltens. Ehrenmorde und Blutrache sind hier eher unbekannt und wenn dann nicht auf der Basis religiöser Tradition begründet. Beschneidungen von Mädchen gibt es hier nicht, Vielehe hat sich in Folge der Zahl der daraus resultierenden Schwiegermütter nicht durchgesetzt und das Modell der Zwangsverheiratung wurde im frühen Mittelalter aufgegeben.l Selbst eine Gottespolizei, die die strikte Einhaltung göttlicher Gebote verfolgt, gab und gibt es hier nicht (Die zu Unrecht vielgeschmähte Inquisition hatte nämlich genau den Auftrag die von weltlichen Gerichten verfolgten Sünder vor der irdischen Gerichtsbarkeit zu schützen - nicht Scheiterhaufen zu errichten. Das taten weltliche religiöse Fanatiker).Und der letzte Religionskrieg zwischen Protestanten und Katholiken fand 1648 mit dem westfälischen Frieden zu Münster sein Ende. Im Gegensatz zur katholischen Kirche, die in regelmäßigen Konzilen ihre Lehre an die aktuellen Gegebenheiten anpasst, hat es der Islam nicht geschafft seine Lehren der modernen Lebenswirklichkeit anzupassen. Seit 613 der Prophet Mohammed seine Suren von Allah diktiert bekam, steht diese Lehre für Muslime unverrückbar fest. Was damals allerdings durchaus modern und zeitgemäß war, ist heute so aktuell wie die Rechtsordnung der Bauern eines Wikingerdorfes. Bestenfalls noch als historisches Museumsstück brauchbar. Denn damals war es noch durchaus üblich, Beleidigungen mit dem Krummsäbel oder der Streitaxt zu bereinigen und seine Zukünftige beim Würfelspiel oder beim Turnier zu gewinnen. Wer heute noch glaubt, sein Leben nach einer religiösen Vorschrift aus dem 7.Jahrhundert ausrichten zu müssen, der kann ja bei medizinischen Problemen auch gerne auf die Handbücher aus dieser Zeit zurückgreifen. Da wird bei Zahnschmerzen übrigens empfohlen, die bösen Zahnwürmer durch den Genuß von Kuhurin zu töten. Guten Appetit!
Der Islam an sich ist keine unangenehme Religion. Im Oman, in der Türkei und in Tunesien habe ich gesehen, wie umgänglich der Islam im täglichen Leben der Menschen praktiziert wird. In diese Gesellschaften passt der Islam, da ist er verwurzelt, da ist er eben zu Hause. Dort sind die sozialen Gegebenheiten auf den Islam ausgerichtet. Hier sind sie es nicht. Der Islam ist keine abendländische Religion (genausowenig wie der Buddhismus). Seine Regeln und seine Wertvorstellungen sind mit unserer Weltsicht, unserer Rechtsordnung und mit unserem sozialem Empfinden unvereinbar. Da kann noch so ein Herr Gauck oder eine Frau Merkel gebetsmühlenartig "Der Islam gehört zu uns" murmeln - es ist eben nicht so. Sonst könnte ich mir ja auch Sambal Oelek auf den Pflaumenkuchen klecksen !
Montag, 12. Januar 2015
Zweierlei Maß - oder wie sich die Politik verrechnen kann
In den letzten Tagen hat zumindest eine Industrie einen unerwarteten Aufschwung genommen - die Medienindustrie. Erst der feige Anschlag in Paris mit der daraus entstehenden Welle an Nachrichte, dann die - Gott sei -Dank - erfolgreiche Jagd auf die Mörder und nun die Nachlese auf die Trauerveranstaltungen. Man glaubt fast, der Satz "Je suis Charlie" wäre nun das Erkennungszeichen des westlichen Europas geworden. Das ist leider ein Irrtum.Kein Schauspieler, kein Politiker, kein Fernsehgesicht, das nicht mediengerecht seine neo-frankophile Ader mit betroffenem Gesicht in die Kamera hält. Und schon versuchen natürlich die wohlbekannten Kreise der Regierung das Alleinvertretungrecht über das Attentat zu erlangen. Es macht den Eingeweihten lachend, mit welcher kruden Logik die Herrschenden in Europa die eigene Schutzlosigkeit gegenüber fanatischen Muslimen nun auch noch als freiheitliche Toleranz verkaufen wollen. Sie predigen uns die Willkommenskultur und trauen sich selber nur mit Leibwächtern in die Straßen. Sie warnen davor, eine islamfeindliche Haltung aufkommen zu lassen, stellen aber jüdische Synagogen unter Polizeischutz. Sie diffamieren die Aufmärsche besorgter Bürger und marschieren selber durch Paris.
Vor Gott und dem Gesetz sind alle gleich - so hat es mir mein Großvater einst beigebracht. Mit welchem Recht maßen sich unsere angeblichen Volksvertreter an, das Alleinvertretungsrecht für Trauer zu haben? Ich darf trauern wann und wie ich will. Und wenn ich der Meinung bin, mit einer schwarzen Armbinde durch Dresden marschieren zu müssen, so ist dies mein verbrieftes Recht. Wer es nicht glaubt, der möge seine Nase mal in unser Grundgesetz stecken. Noch gilt in diesem Land die Versammlungsfreiheit - und nicht nur um amerikanischen Präsidenten zuzujubeln oder erfolgreiche Balltreter zu feiern. Unsere Verfassung ist ein heiliges Gut. Das einzige nationale Symbol, was wir in diesem Lande noch haben. Wir haben keinen König, keine eigene Währung und eine Geschichte, die von zahlreichen haupt- und nebenberuflichen Menschen gerne auf 12 Jahre reduziert wird. Unser Grundgesetz lassen wir uns nicht nehmen. Nicht von den Politikern, nicht von der Presse und nicht vom genderwahnsinnigen Mainstream oder der "political correctness".
Über die Beweggründe der Bürger hätten sich unsere pensionsberechtigten Herrschaften mal Gedanken machen sollen, als noch Zeit dazu war. Nun laufen besorgte, verärgerte und auch wütende Menschen jede Woche durch die Straßen. Warum? Weil sie sich in ihren Nöten nicht wahrgenommen fühlen. Weil den heeren Worten unserer politischen Klasse selten Taten folgen. Weil vor Wahlen und bei entsprechenden Anlässen geschliffene Worthülsen die Wahrheit verdrängt haben. Weil es in diesem Lande aus geschichtlicher Kollektivscham konservative und patriotische Kreise von der politischen Mitsprache ausgeschlossen worden sind. Weil unsere Regierung bei der Verteidigung unserer ureigensten Interessen wohl an einer Art "Stockholm-Syndrom" leidet und sich bequem hinter vorgeblichen politischen Sachzwängen versteckt. Wenn auch machen Dinge in dieser zeit alternativlos sind - die Regierung von Frau Merkel ist es sicherlich nicht.
Allein der Vorwurf, die PeGiDa würde durch den Marsch am 12.01 den Rest Anstand verlieren, manifestiert einen neuen Höhepunkt staatlicher Egomanie. Eine Kanzlerin, in deren Kabinett die Minister ihre Doktorarbeiten am Kopierer schreiben, sollte sich über Anstand besser nicht äußern. Rote Politgenossen, die sich gegenseitig Fotos kinderpornographischen Inhaltes zuschanzen, schweigen besser bei dem Wort Anstand. Und Politiker, die ihre Leistungsfähigkeit diversen Modedrogen verdanken, sollten sich lieber ihre Aussage für den Staatsanwalt überlegen, anstatt weiten Teilen der Bevölkerung Moralpredigten zu halten.Wenn dann nach Trauermarsch a la parisienne die Kanzlerin noch ein Bekenntnis zum Islam veröffentlicht, frage ich mich ernsthaft, welches Weltbild diese Dame in sich trägt. Sie ist ja eigentlich Physikerin. Nun ja - das Theaterstück "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt spielt bekanntermaßen in einer Irrenanstalt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
Es wird auch immer so fein unterschieden zwischen Islam und Islamismus. So als gelte es zwei diametral verlaufende Bewegungen zu trennen. Geht das überhaupt? Kann ich dann auch die katholische Kirche vom Katholizismus trennen? Oder den Faschismus vom Nationalsozialismus? Wie sieht es mit Imperialismus und Nationalismus aus? Eine Trennung ist nicht möglich, weil das Eine das Andere zwingend bedingt. So wenig wie Cecil Rhodes ohne die Strömung des Nationalismus seine Kolonien errichten konnte, so wenig der Katechismus von der katholischen Kirche zu trennen ist und so unmöglich der Nationalsozialismus vom Faschismus zu dividieren ist - so sehr bedingt der Islam den Islamismus. Ich unterstelle dem Dönermann an der Ecke oder der muslimischen Studentin nicht kollektiv den Terror der Islamisten gutzuheißen. Ich glaube auch nicht, das mein marokkanischer Gemüsehändler nächste Woche mit Bomben statt mit Kohlrüben um sich wirft, aber ich bitte zu bedenken, das weder der Gemüsehändler noch der Dönerbrater noch die Studentin Mitglied in der Führungsriege der Al-Quaida oder der ISIS sind. Sie sind nicht für die Taten verantwortlich, aber sie stellen durch ihre bloße Existenz die Basis dieser Organisationen da. Genauso wie sich unsere Großväter vorwerfen lassen müssen vielleicht als Obergefreiter der Wehrmacht für den Weltkrieg mitverantwortlich zu sein, so müssen sich heute nun bekennende Muslime die Frage hinsichtlich ihrer Positionierung in der Gesellschaft gefallen lassen. Wer der Meinung ist, die Scharia stehe über dem Grundgesetz und glaubt, das die Tolerierung von religiösen Gewaltexzessen mit persönlicher Religionsfreiheit kaschieren zu können, hat sich außerhalb unserer Gesellschaft gestellt. Die Gesellschaft dieses Landes findet nicht nur auf den Sektempfängen im Kanzleramt statt - sie lebt jeden Tag in unseren Straßen. Wer unsere Gesellschaft nicht so akzeptiert wie sie ist, sollte sich fragen, ob er in diesem Lande richtig aufgehoben ist. Und diese Frage sollten sich diese Personen selber stellen, bevor Andere ihnen diese Frage stellen werden.
Abschließend noch eine Bemerkung. Die HoGeSa-Veranstaltung, die für den 18.01 in Essen geplant war, ist von den Veranstaltern wegen der, von der Stadt Essen aufgebauten, bürokratischen Hürden leider abgesagt worden. Die Stadt befürchtet schwere Störungen der inneren Sicherheit. Als letztes Jahr junge Muslime mit "Israel - Kindermörder" und "Juden ins Gas"-Parolen durch die Straßen zogen, gab es diese Bedenken offenbar nicht. Solche Maßnahmen der Stadt Essen fördern bestimmt den Glauben der Menschen an die Demokratie. Man kann den Menschen Steine in den Weg legen - ihren Marsch aufhalten kann man nicht !
Vor Gott und dem Gesetz sind alle gleich - so hat es mir mein Großvater einst beigebracht. Mit welchem Recht maßen sich unsere angeblichen Volksvertreter an, das Alleinvertretungsrecht für Trauer zu haben? Ich darf trauern wann und wie ich will. Und wenn ich der Meinung bin, mit einer schwarzen Armbinde durch Dresden marschieren zu müssen, so ist dies mein verbrieftes Recht. Wer es nicht glaubt, der möge seine Nase mal in unser Grundgesetz stecken. Noch gilt in diesem Land die Versammlungsfreiheit - und nicht nur um amerikanischen Präsidenten zuzujubeln oder erfolgreiche Balltreter zu feiern. Unsere Verfassung ist ein heiliges Gut. Das einzige nationale Symbol, was wir in diesem Lande noch haben. Wir haben keinen König, keine eigene Währung und eine Geschichte, die von zahlreichen haupt- und nebenberuflichen Menschen gerne auf 12 Jahre reduziert wird. Unser Grundgesetz lassen wir uns nicht nehmen. Nicht von den Politikern, nicht von der Presse und nicht vom genderwahnsinnigen Mainstream oder der "political correctness".
Über die Beweggründe der Bürger hätten sich unsere pensionsberechtigten Herrschaften mal Gedanken machen sollen, als noch Zeit dazu war. Nun laufen besorgte, verärgerte und auch wütende Menschen jede Woche durch die Straßen. Warum? Weil sie sich in ihren Nöten nicht wahrgenommen fühlen. Weil den heeren Worten unserer politischen Klasse selten Taten folgen. Weil vor Wahlen und bei entsprechenden Anlässen geschliffene Worthülsen die Wahrheit verdrängt haben. Weil es in diesem Lande aus geschichtlicher Kollektivscham konservative und patriotische Kreise von der politischen Mitsprache ausgeschlossen worden sind. Weil unsere Regierung bei der Verteidigung unserer ureigensten Interessen wohl an einer Art "Stockholm-Syndrom" leidet und sich bequem hinter vorgeblichen politischen Sachzwängen versteckt. Wenn auch machen Dinge in dieser zeit alternativlos sind - die Regierung von Frau Merkel ist es sicherlich nicht.
Allein der Vorwurf, die PeGiDa würde durch den Marsch am 12.01 den Rest Anstand verlieren, manifestiert einen neuen Höhepunkt staatlicher Egomanie. Eine Kanzlerin, in deren Kabinett die Minister ihre Doktorarbeiten am Kopierer schreiben, sollte sich über Anstand besser nicht äußern. Rote Politgenossen, die sich gegenseitig Fotos kinderpornographischen Inhaltes zuschanzen, schweigen besser bei dem Wort Anstand. Und Politiker, die ihre Leistungsfähigkeit diversen Modedrogen verdanken, sollten sich lieber ihre Aussage für den Staatsanwalt überlegen, anstatt weiten Teilen der Bevölkerung Moralpredigten zu halten.Wenn dann nach Trauermarsch a la parisienne die Kanzlerin noch ein Bekenntnis zum Islam veröffentlicht, frage ich mich ernsthaft, welches Weltbild diese Dame in sich trägt. Sie ist ja eigentlich Physikerin. Nun ja - das Theaterstück "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt spielt bekanntermaßen in einer Irrenanstalt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
Es wird auch immer so fein unterschieden zwischen Islam und Islamismus. So als gelte es zwei diametral verlaufende Bewegungen zu trennen. Geht das überhaupt? Kann ich dann auch die katholische Kirche vom Katholizismus trennen? Oder den Faschismus vom Nationalsozialismus? Wie sieht es mit Imperialismus und Nationalismus aus? Eine Trennung ist nicht möglich, weil das Eine das Andere zwingend bedingt. So wenig wie Cecil Rhodes ohne die Strömung des Nationalismus seine Kolonien errichten konnte, so wenig der Katechismus von der katholischen Kirche zu trennen ist und so unmöglich der Nationalsozialismus vom Faschismus zu dividieren ist - so sehr bedingt der Islam den Islamismus. Ich unterstelle dem Dönermann an der Ecke oder der muslimischen Studentin nicht kollektiv den Terror der Islamisten gutzuheißen. Ich glaube auch nicht, das mein marokkanischer Gemüsehändler nächste Woche mit Bomben statt mit Kohlrüben um sich wirft, aber ich bitte zu bedenken, das weder der Gemüsehändler noch der Dönerbrater noch die Studentin Mitglied in der Führungsriege der Al-Quaida oder der ISIS sind. Sie sind nicht für die Taten verantwortlich, aber sie stellen durch ihre bloße Existenz die Basis dieser Organisationen da. Genauso wie sich unsere Großväter vorwerfen lassen müssen vielleicht als Obergefreiter der Wehrmacht für den Weltkrieg mitverantwortlich zu sein, so müssen sich heute nun bekennende Muslime die Frage hinsichtlich ihrer Positionierung in der Gesellschaft gefallen lassen. Wer der Meinung ist, die Scharia stehe über dem Grundgesetz und glaubt, das die Tolerierung von religiösen Gewaltexzessen mit persönlicher Religionsfreiheit kaschieren zu können, hat sich außerhalb unserer Gesellschaft gestellt. Die Gesellschaft dieses Landes findet nicht nur auf den Sektempfängen im Kanzleramt statt - sie lebt jeden Tag in unseren Straßen. Wer unsere Gesellschaft nicht so akzeptiert wie sie ist, sollte sich fragen, ob er in diesem Lande richtig aufgehoben ist. Und diese Frage sollten sich diese Personen selber stellen, bevor Andere ihnen diese Frage stellen werden.
Abschließend noch eine Bemerkung. Die HoGeSa-Veranstaltung, die für den 18.01 in Essen geplant war, ist von den Veranstaltern wegen der, von der Stadt Essen aufgebauten, bürokratischen Hürden leider abgesagt worden. Die Stadt befürchtet schwere Störungen der inneren Sicherheit. Als letztes Jahr junge Muslime mit "Israel - Kindermörder" und "Juden ins Gas"-Parolen durch die Straßen zogen, gab es diese Bedenken offenbar nicht. Solche Maßnahmen der Stadt Essen fördern bestimmt den Glauben der Menschen an die Demokratie. Man kann den Menschen Steine in den Weg legen - ihren Marsch aufhalten kann man nicht !
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