Sonntag, 1. Mai 2022

Was ich noch zu sagen hätte.....

 ....dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Stehen. So sang einst der von mir sehr geschätzte Reinhard Mey. Nun denn, in einer Zeit , wo die reale Gefahr eines Atomkrieges allgegenwärtig ist und eine Eskalation des Ukraine-Konfliktes in greifbare Nähe gerückt ist, sehe ich es an der Zeit mal so einige Sachen noch loszuwerden. Putin und seine Atomkriegsdrohungen haben dann zumindest den Vorteil, daß ich - im Gegensatz zu jenen, die eine Herzattacke oder ein Schlaganfall hinwegerafft - noch einigen Leuten zum potentiellen Abgang vorher noch etwas sagen kann. So gesehen nutze ich das ungeheure Privileg quasi einen letzten Gruß schreiben zu können. Das ist eben der Vorteil, wenn man rechtzeitig damit rechnen kann, final das Essbesteck wegzulegen. 

 Zunächst möchte ich mich bei allen guten Freunden bedanken, die mein Leben bereichert haben. Derer sind nicht viele und oft war der Kontakt auch nur selten - umso wertvoller ward ihr mir. Ich hatte das Glück, einige Wenige auf meinem Lebenswege treffen zu können, die ich nicht ohne Stolz meine Freunde nenne : (die Reihenfolge sagt nichts über den Stellenwert!)

Da war zunächst mein Großvater. Jagdflieger, Ritterkreuzträger und unverbesserlicher Zyniker. Was  Mut, Loyalität und Tapferkeit ist, habe ich bei ihm gelernt.

Da ist der Nick. Gastwirt, Getränkehändler und kritischer Kopf, dessen Mut und Energie einen Menschen mitreissen kann. Ein Lebemann und Genießer und einer der Wenigen wirklichen konservativen Denker.

Da ist der Gunter. Ein Mann von hoher persönlicher Integrität und Aufrichtigkeit. Jemand, auf dessen Urteil ich mich immer verlassen konnte und der wie kein Zweiter jedes Problem bis in die Feinheiten analysieren kann. Weitgereist, sehr belesen und von bewunderswerter charakterlicher Stärke.

Da ist der Thomas. Ein Querkopf, ein Zweifler und manchmal jemand, der absolut konträre Standpunkte vertritt. Aber immer jemand ist, mit dem sich ein einfaches Gespräch zu einem Hochgenuß an Diskussion entwickelt. Manches Glas haben wir geleert und die Welt umgedacht.

Da ist der Pascal. Ein humorvoller Sturkopf, ein emotionaler Mensch und liebenswerter Zeitgenosse, der mich zwar immer an mein Alter erinnert und mich doch mit seinem Humor über manche schwere Stunde gebracht hat.

Da ist der Toty. Ein Gemütsmensch mit Herz. Mutig, Tapfer und Herzlich. Jemand, der auch - und gerade wegen - seiner kritischen Opposition zu vielen Dingen immer ein Quell der Inspiration ist.

Da ist der Rajiv. Mein alter Englischlehrer, der mir neben der englichen Grammatik beibrachte, was es heisst, ein gebildeter Gentleman zu sein. Selten haben ich einen Menschen getroffen, der Wissen und gutes Benehmen in solcher Formvollendung in Einklang bringt.

Da ist der Andreas, der mit seinem Humor und seiner Fröhlichkeit ein gerngesehener Gast in meinem Hause ist und der meine - oft zu scharf gewürzte - Küche zu schätzen weiß 

Euch allen meine Hochachtung und meinen Respekt. Oft habt ihr es mit mir nicht leicht gehabt. Sollte ich jemanden vergessen haben - in der Kathedrale meines Herzens brennt immer eine Kerze für euch. Auf euch erhebe ich mein Glas !

Nun gibt es allerdings auch Gestalten auf meinem Lebenswege, denen ich besser nicht begegnet wäre. Diese Leute aufzulisten ist überflüssig. Sie sind es nicht wert, das man ihnen öffentlich ins Gesicht spuckt - geschweige denn, daß ich sie überhaupt namentlich erwähne! Naturgemäß wäre eine Liste dieser Existenzen länger und ich vermeide, an dieses Geschmeiß zu denken, da ich sonst das Kotzen kriegen würde.

Ich bin kein sonderlich gläubiger Mensch mehr. Das mag an den Zweifeln liegen, die aufkommen, sobald man sich etwas länger mit Religion befasst und an den zum Teil unmöglichen Typen, die unter dem Deckmantel des Priesteramtes ihr Unwesen treiben. Dennoch glaube ich, daß mit dem Ende der physischen Existenz nicht alles vorbei ist. Die Menschheit begann nicht mit zwei Apfelessern im Garten Eden und das Leben endet weder im Himmel, noch in der Hölle. Was danach kommt - ich weiß es nicht. Vielleicht wird man, da ohne physische Gestalt auch das Raum-Zeit-Kontinuum aussetzt, irgendwann irgendwo irgendwie wiedergeboren. Da würde ich gerne um das Jahr 1860 noch einmal einsetzen. In diese Zeit hätte ich eh besser gepasst, als in das 21.Jahrhundert mit seinen Computern, seinen sonderbaren Ansicht und seinen absurden Moden. Wir werde es zu gegebener Zeit ja sehen.

Falls es zu einem nuklearen Konflikt kommen sollte, so werde ich mich nicht in einem Bunker verstecken. Ich werde auch keine besonderen Maßnahmen zu meinem Schutz ergreifen. Für meine Person halte ich es für geboten, mir die Welt danach zu ersparen. Wenn es richtig kracht, werde ich mich mit einer guten Zigarre, einem exquisiten Cognac und einem doppelten Espresso auf die Dachterrasse stellen und mir die Farben ansehen, die eine Atomexplosion am Himmel macht. Wann wird einem solch ein Schauspiel schon einmal geboten?

Und nun kann Herr Putin meinetwegen auf den roten Knopf drücken und mich bei der Gelegenheit kreuzweise am Arsch lecken. 


Donnerstag, 18. November 2021

ICH NICHT MEHR !

 Ich sehe kein Fernsehen mehr. Denn, wenn ich den Kasten anmache, könnte ich im Strahl kotzen. Der Zustand dieses Landes ist zum wegschauen. Hinsehen kann man nur, um das Gruseln zu lernen. Sei es das tuntige Typen mit Regenbogenfahne oder vollbärtige Tussis erscheinen, ein Märchenonkel mit Fliege und Brille mir etwas von Inzidenzen erzählen will, verpickelte Teenager ihre ohnehin mangelhafte Bildung vernachlässigen oder völlig Durchgeknallte abstruse Verschwörungstheorien in die Umwelt absondern. Danke nein - das brauche ich morgens zum Kaffee so nötig wie Fußpilz. 

Abgesehen von Bares für Rares, den Inspektoren Morse, Lewis und Barnaby und - last but not least - gelegentlich auf ARTE gesendeten Filmklassiker lohnt sich der Kasten nicht mehr anzumachen. Gott sei Dank habe ich an die 1000 DVDs und kann mir den Tag mit dem Haus am Eaton Place, Death in Paradise oder dem Ohnsorg-Theater verschönern.

Es ist aber nicht das Fernsehen, was mich den Weg in die innere Emigration hat antreten lassen. Es ist ein nicht mehr zu kaschierender Verfall unseres Wertesystems, unserer Zivilisation und unserer Gesellschaft. Das Fernsehen rückt nur alles zusammen und serviert mir diesen Dreck bis ins Wohnzimmer. Die Themen sind immer die Gleichen :

Die Pandemie scheiße, ja - wir haben diesen Drecksvirus im Land. Statt allerdings den Impfstoff in jeden Arm zu pieken, der nicht schnell genug wegläuft, wird erst alles zu gemacht, dann unendlich lange gesabbelt und dann jede Organisation und amtliche Stelle um Stellungnahme gebeten. Bis dann in jeder Talkshow die gleichen Politschranzen, Reagenzglasputzer und selbsternannte Experten ihre eigene Version der Tatsachen noch einmal verdrehen. Zwischenzeitlich füllen sich Politiker mit Maskendeals die Taschen, wissen allerdings auch keine Lösung für das Problem und verweisen auf irgendjemand, der nach ihrer Meinung eigentlich dafür zuständig sein sollte. Da will man "Einheitlichkeit" - es soll ja kein "Flickenteppich" entstehen. Allerdings besteht man bei Postenschacher und Versorgungsposten durchaus auf den Vorteilen der förderativen Zersplitterung dieses Staates. Auf jedem Sender werden sämtliche Leute mit sämtlichen Meinungen 24 Stunden in den Äther geblasen - bis zum Erbrechen der Zuschauer. Und somit zum zweiten Thema

Die Politik - nicht nur das wir 16 Jahre diese unansehnliche Frau ertragen mussten - nein - jetzt kommt zum Überfluss auch noch das hoch, was in 16 Jahren politischen Wildwuchses in der zweiten Reihe gewuchert ist. Ein designierter Kanzler mit Wirecardgeschmäckle und Bankenskandal, der eigentlich schon jerzt so verbraucht wirkt, wie Willy Brandt nach dem Rücktritt. Koalitionspartner, die zum regieren unfähig sind, aber für den Machtgewinn ihre eigene Großmutter ins Bordell schicken würden. Politische Gestalten erscheinen auf der Bühne, die in jedem Drehbuch als unglaubwürdig gestrichen würden und deren einzige Fähigkeit darin besteht, zu "kommunizieren" - also an der Scheiße nichts ändern zu können, aber daß dem Volk gut zu verkaufen. Politische Taschen- und Hütchenspieler mit dem charakterlichen Stärke eines Wackelpuddings. Weichgespülte Maulhelden und frustrierte Spinatwachteln. Solche Typen hätten bei Helmut Schmidt nicht einmal die Kippen kaufen dürfen - geschweige denn den Kaffee kochen. Aber dafür werden die Akteure jetzt jünger. Und das ist direkt das nächste Thema :

Die Jugend - noch nie hat man einer Generation so sehr den Stampfzucker in den Arsch geblasen, wie unserer verzärtelten Jugend. Von Mama mit dem Auto bis vor die Schule gefahren, mit Taschencomputer und Handy versehen, von klein auf mit Vitamin- und Nährstofftabelle ernährt, weit gereist und total verblödet. Keine Generation vor der jetzigen Jugend wurde jemals auf diesem Planeten so sehr verwöhnt, wurde so gut versorgt und wurde jemals so vergöttert. Das Endergebnis ist eine selbstgerechte, arrogante und auf sich selbstbezogene Ansammlung von Fastfood-Fressern (weil zu doof ein Ei zu kochen), die glaubt sie seien diejenigen, auf die alleine Rücksicht genommen werden muß. Mama hat ihnen früher hinterhergeräumt, Oma hat gekocht und Papa hat die Brieftasche aufgemacht, wenn der Nachwuchs etwas wollte. Jetzt glauben die glatt, daß ginge so weiter und der Staat müsse gefälligst die Elternrolle übernehmen (inklusive Vollversorgung). Am Arsch hängt der Kürbis ! Die Rotzigen kriegen keinen Nagel in die Wand, keinen Traktor aus der Scheune gefahren und kein Schnitzel gebraten - wollen den Alten aber zeigen, wo der Hammer hängt. Die werden sich noch wundern, was von Opas Erbe nach 15 Jahren Pflegeheim übrig bleibt. Da nützt zur Erhaltung des Wohlstands auch keine Ausbildung im ökologischen Töpfern und bei technisch bedingtem Stromausfall ist der Job des Influencers auch nicht das Wahre. Deswegen will die Jugend ja auch der Wissenschaft folgen! "Folgen" wohlgemerkt - nicht betreiben. Das würde nämlich zuviel Arbeit bedeuten. Selbst bei existenziellen Fragen setzt sich der deutsche Jugendliche lieber auf den Arsch und folgt denen, die es können. So wie er nach Mama rief, wenn die Playstation ausfiel. Als Ikonen der Jugend gelten folglich auch nicht Revolutionäre wie ein Che Guevara, Wissenschaftler wie Einstein oder Politiker wie Kennedy oder Willy Brandt - das würde ja bedeuten, daß man selbst etwas tun muß um ein Ziel zu erreichen. Nein - da nimmt man eine skandinavische Heulboje , deren einzige Fähigkeit darin bestandt sich freitags mediengrecht mit einem Pappschild auf die Straße zu setzen und die Schule zu schwänzen.  Das reicht dann für "Klicks im Internet" und der Pubertierende ist fröhlich. Es bleibt zu hoffen, daß diese Form des Lebensstils sich im ganz privaten fortsetzt. Denn ohne eigene Initiative, eigenes Tun und eigene Anstrengung wird diese Spezies biologisch aussterben. Darwin sei Dank.

Sex - an sich ein schönes Thema. Die Vereinigung zweier Menschen in Liebe ist etwas, was seit Ovid auch literarisch verarbeitet wird. Warum nicht auch heute in den Medien. Aber - da ist natürlich nicht mehr der Sex gemeint, den Oma und Opa vielleicht noch hatten. Heute muß es natürlich immer extremer, ausgefallener und perverser zugehen. Ob Gruppensex, Homosexualität, ausgefallen Spielarten - alles, was früher privat und vertraulich war, wird heute im Fernsehen bis zum Exzess ausgewalzt, diskutiert, in Farbe gezeigt und so jeder Spannung beraubt. Wie beim Überwürzen von Speisen, genügt irgendwann nicht mehr das, was man bisher verkostete und man schwelgt sich in eine ungesunde Spirale von Unappetitlichkeiten. Das alles natürlich unter dem Deckmäntelchen der sexuellen Aufklärung und Freizügigkeit. Aus eigener Erfahrung mit einer jungen Studentin kann ich allerdings berichten, daß die Jugend zwar detailiert über Sex reden kann, aber zu blöd ist, diesen zu praktizieren. Im Gegenzug verteufelt man selbst Harmlosigkeiten als Sexismus. Diesen Sexismus scheinen allerdings fast ausschließlich Frauen zu erleben, deren optische Attraktivität irgentwo zwischen Konservendose und Spiralnudel angesiedelt ist und die eigentlich froh sein sollten, daß man sie überhaupt wahrnimmt. Es scheint fast, als beschütze der sein Geschlecht, der sonst nie Gebrauch davon macht. Und somit zum     

Gendern - die Biologie höherer Wesen beschreibt zwei Geschlechter. Ein Männliches und ein Weibliches. Allerdings kommt es bei Fröschen und Lurchen vor, daß sie das Geschlecht ändern. Auf diesem Niveau befinden sich grad die Wohlstandeuropäer. Das die Natur jedem von uns - selbst den ganz Dummen - ein Geschlechtsmerkmal gegeben hat, merkt jeder, der mal ganz wert- und urteilsfrei (und textilfrei) in den Spiegel guckt. Männer haben einen Penis - Frauen eine Vagina und solange nicht ein Unfall oder eine Krankheit eines dieser Merkmale hinwegrafft, lässt sich die biologische Zuordnung auch ohne Abitur erkennen. Nun glauben einige Leute, diese natürliche Zuordnung sei ein gesellschaftliches Konstrukt. Das ist natürlich Blödsinn, passt aber prima in die Medienlandschaft, die nach jedem Extrem lechzt. Das weder der Mensch noch eine Gesellschaft in der Lage ist, ein Geschlecht zu konstruiren, wird negiert. Würde es doch die Unfähigkeit der eigenen Spezies zeigen. Der Mensch heute hält sich für Gott  - er kann die Natur bezwingen. Und das alles nur mit seinem überlegenem Geist. Das die Spezies Mensch unfähig ist, einen Virus zu zerstören oder auch nur Läuse oder Kakerlaken zu vernichten, erleben wir allerdings täglich. Statt allerdings einzusehen, daß man an zwei Geschlechtern beim Menschen nicht vorbeikommt, wird stattdessen die sprachliche Bezeichnung vergewaltigt. An der Sprache sollt ihr ihn erkennen !

Die Umwelt - wo man hinguckt : Umweltengel, Nachhaltigkeit, Fairtrade und dieses ganze Geschmonze über glückliche Hühner, vollwertige Körner und gesundes Leben. Herrgott noch einmal - da kannst du fressen, was du willst - einmal hast du die schwarze Essensmarke in der Hand. Und wenn man sich anschaut, wie krank die Leute aussehen, die so ökologisch-dynamisch leben, so kommt einem nicht nur die Kotze hoch, sondern auch der Gedanke, daß man soviel mit der Currywurst nicht falsch gemacht hat. Ich weiß nur nicht, warum ich meine Einkäufe (inkl. der Currywurst) nicht mehr in der Plastiktüte nach Hause tragen soll. Jetzt gibt es diese festen Taschen aus Kunststoff, die ich genauso anschließend als Mülltüte nehme und wegwerfe. Ist halt nur 40ct pro Woche teurer. Kann ich mit leben. Wer glaubt, die Welt würde eine bessere, weil er im Laden eine schrumpelige Gurke kauft, dem ist eben nicht zu helfen. Dekadenz und Wohlstandsverblödung haben schon Weltreiche ruiniert - da macht diese Manifestation der eigenen Überschätzung auch nichts mehr. Wer nämlich glaubt, man könne den Klimawandel aufhalten - der irrt. Es wird der überleben, der sich dem Klimawandel am Besten anpasst. Die Natur verhandelt nicht und wir sind diejenigen, die sich an die Natur anpassen müssen. Kommt das Wasser, dann bau Deiche oder zieh in höhere Lagen. Stürmt es stärker, dann frage den Dachdecker. Aufhalten kann man den Sturm nämlich nicht. Aber der Mensch heute glaubt so sehr, er wäre das Maß aller Dinge, daß er sogar die Natur steuern könnte. Aber das klappt nicht....

Und zum Schluß : Der Mensch - ganz ehrlich : Mir sind die meisten Meschen herzlich egal. Das ist übrigens bei den meisten so - nur geben sie es nicht zu. In der Vorweihnachtszeit, wenn die Kassen klingeln und die Novemberdepression die meisten Menschen zu übertriebener Mitmenschlichkeit treibt, sieht man sie wieder : die Spendenaufrufe. Ob Brot für die Welt, Flüchtlingshilfe, Spenden für irgendwelche Gestalten am Arsch der Erde oder die Erhaltung des grünäugigen Schwanzlurchs. Alle wollen nur das Beste, nämlich Geld. Geld ist etwas Schönes, dafür braucht man sich nicht zu schämen. Geld stinkt nicht, wußten schon die alten Römer und genug Geld hat man eigentlich nie. Warum sollte ich dann zum Teufel mein Geld irgendwelchen Existenzen geben? Mal ein Beispiel. Da sammelt eine Organisation Geld um in Afrika Schulen zu bauen. Und warum? Damit dort die Kinder etwas lernen und nicht in Minen als Tagelöhner arbeiten müssen. Hört sich gut an. Aber - wenn die nicht als Tagelöhner in den Minen arbeiten, wer schürft dann die Bodenschätze? Woher bekommen wir dann die seltenen Erden ? Aus einem Ü-Ei vielleicht? Holt uns so ein Gutmensch etwa das Kobalt aus der Erde? Bestimmt nicht - dafür wäre er nämlich zu faul. Mir ist egal, wer da gräbt und schürft - solange dort gegraben und geschürft wird und die Minengesellschaft ordentliche Dividende zahlt. Das gleiche gilt für Kaffee, Erdöl und sonstige Waren. Die Leute können froh sein, daß sie überhaupt Arbeit haben. Natürlich ist für den mitmenschelnden Wohlstandsbürger die Tatsache, daß im Kongo oder sonst wo die Leute wenigstens ihr Brot selbst verdienen anstatt jemandem auf der Tasche zu liegen, ein Gedanke der ihn erschreckt. Verhaftet in seiner sozialen Vollkaskomentalität glaubt er allen ginge es gut, wären sie rundum versorgt - von wem, weiß er allerdings auch nicht so genau.  

 Also Nee ! Mich interessiert der ganze Scheiß nicht mehr. Ich sehe mir keine Clips über Verschwörungen an - die Idioten, die heute in dieser Welt die Macht haben, könnten noch nicht einmal fehlerfrei das Flohtreffen auf dem Arsch eines Hundes organisieren, geschweige denn solche Pläne realisieren. Ich schaue keine Talkshows mehr und ich lese keine Zeitung. Der Polizeibericht interessiert mich nicht. Mich kratzt auch nicht der Tratsch im Treppenhaus, das neuste Gerückt, die nächste Welle oder der ganze Dreck, den uns die Medien ins Wohnzimmer kübeln wollen. Mir ist egal , wer wo gewählt wird, wer wo stirbt oder ob wer wo verhungert. Schau euren Dreck alleine, lest euren Mist selber. Ich treffe meine Entscheidungen nach meinen Überlegungen. Ich habe 40 Jahre meines Lebens damit verbracht, mein Leben so zu organisieren, daß es meinen Anforderungen entspricht. Das tut es. Ich habe mich nach besten Möglichkeiten abgesichert. Ich bin versichert - ich lasse mich nicht verunsichern. Es ist mir auch egal , welche Niete in Berlin regiert. Da ist seit November 1918 eh nichts mehr Gescheites gekommen. Und die Chance die Garderegimenter gegen dieses Proletenpack zu schicken hat unser guter Wilhelm leider versäumt. 

Alles Schöne und Gute hat man ruiniert. In Berlin herrschen nicht die Hohenzollern und in Wien nicht mehr die Habsburger, Rhodesien heißt jetzt Zimbabwe, die deutsche Mark wurde zum Euro, aus Politikern wurden Kasperle-Figuren. Die CDU ist nicht mehr konservativ und die SPD nur noch der Wurmfortsatz von Zwergparteien. Rauchen ist verpönt und selbst beim Internationalen Frühschoppen schraubt man sich keinen Cognac mehr rein. Die Menschen lassen sich tätowieren als gehörten sie zu einem Südsee-Stamm und die Blödheit der menschlichen Selbstüberschätzung feiert täglich neue Höhepunkte. Ein Arbeitskollege vermutete mal, die menschliche Intelligenz wäre eine Konstante. Früher teilten sich 3 Milliarden den Geist - heute 8 Milliarden. Da kommt es eben zur Massenverblödung. Ich glaube er hat Recht......

Ich habe einfach die Schnauze voll - die Menschheit kann mich gepflegt am Arsch lecken !


Dienstag, 25. August 2020

Soße oder nicht Soße - das ist hier die Frage!

Kein Tag vergeht ohne das in deutschen Medien jemand auf dieses Land schimpft und etwas dringend geändert werden muß. Sei es die Zigeunersoße eines bekannten Tunken-Fabrikanten oder die Namensgebung eines Eisbechers. Sogar der 300 Jahre lang verwendete Name einer Apotheke wird neuerdings beanstandet. Ich finde das zum Kotzen. Abgesehen davon, daß man historische Benennungen nur aus dem Zeitalter der Benennung heraus bewerten darf, ist die ganze Rassismus-Diskussion über Soßen, Süßwaren und Straßen völlig daneben. 

Wir haben - wie jede Nation auf diesem Planeten - eine jahrtausende alte Geschichte. Deutschland ist nicht im Jahre 1933 entstanden und die 12 Jahre bis 1945 waren bei weitem nicht der einzige Moment deutscher Historie, die betrachtet werden kann. Gerade diese übergroße Mystifizierung einer Dekade führt zu einer verzerrten und verzerrenden Sichtweise auf Menschen und Ereignisse, die in weiten Teilen überdacht werden sollte. Die amtliche Sprache gehört dazu. Und für die ist der Einzelne nicht in Verwantwortung zu ziehen.

Wofür ich allerdings verantwortlich bin, ist meine Sprache die ich täglich verwende. Wenn ich mir einen "Eis-Neger" bestelle, so erwarte ich ein Vanille-Eis mit Schoko-Überzug und keinen tiefgefrorenen Schwarz-Afrikaner. Bestelle ich ein Zigeunerschnitzel , so bekomme ich ein Schnitzel mit einer scharfen Sauce aus Paprika, Gurken, Tomaten und Zwiebeln. An eine mobile ethnische Minderheit denke ich dabei weniger. Ein Mohrenkopf oder Negerkuss ist eine Schaumwaffel mit Schokolade - mehr nicht. Ein Pharisäer ist ein Kaffee mit Sahne und Rum - und keine Beleidigung eines israelitischen Stammes. Ein Bauernfrühstück eine Art Omelette und keine Verunglimpfung landwirtschaftlicher Arbeiter. 

Im Übrigen halte ich "Neger" nicht für beleidigend. Es stammt aus dem latenischen "negro" für schwarz und ist lediglich die sachliche Beschreibung eines optischen Merkmals. Niemand ist besser oder schlechter, weil er anders aussieht als die meisten hier. Wer also mit "Neger" ein Problem hat, sollte sich erstmal selber hinterfragen, ob er vielleicht latent mit der exotischen Hautfarbe etwas Negatives verbindet. Ich kenne zahlreiche Farbige, die auf ihre Hautfarbe stolz sind - und das dürfen die Leute halten, wie sie wollen. Ich habe auch kein Problem damit, in Asien als "Langnase", "Farang" oder "Kalbo" bezeichnet zu werden. Asiaten benennen sich traditionell nach äußeren Merkmalen und übersetzt sind ihre Rufnahmen "der Kleine" oder "der Lange" und Ähnliches, was bei Familien mit mehr als 50 engeren Mitgliedern die Wiedererkennung vereinfacht. 

Aber nein ! In Zeiten einer überbordenden politischen Korrektheit bedarf es eines sprachlichen Pendants. "Neger" geht garnicht, "Schwarzer" ist grenzwertig, "Farbig" trifft es nicht. Da zirkeln hochbezahlte Professoren nun an einer Lösung. Nur ja nicht direkt sagen, was Sache ist. Welch ein grenzenloser Unfug. Sprachliche Verirrungen und Verwirrungen allerdings sind die Folge eines typisch deutschen Optimierungswahns. Jeder Brite würde bei dem Begriff "Traffic Light" sofort an eine Ampel denken. Die Ampel jedoch ist in Deutschland (obwohl wir den Begriff Ampel haben) die "Lichtzeichenanlage" mit der schönen Abkürzung "LZA". Es scheint erwiesen, das man trotz einer präzisen und eindeutigen deutschen Sprache immer etwas hinter dem Begriff vermuten muß. 

 Politisch korrekt zu sein, ist heute wie früher den Leuten ein Bedürfnis. Statt klar zu sagen, was man will und denkt, überlegt der Deutsche zunächst, welche Restriktionen die Gesetze, welche Wünsche das Gegenüber und welche eventuellen dunklen Punkte der Geschichte auf den Worten lasten. Kein Wunder, daß so Viele lieber die Schnauze halten. Ich möchte gerne das Gesicht eines Alt-68ers sehen, wenn ihm bei der Verschrottung seiner Rostlaube der Schrotthändler erklärt, er habe für den Wagen eine Endlösung. Panik käme wohl auf, würde ein Bürgermeister erklären, ein Flüchtlingsheim würde umgesiedelt. Was würde wohl einem Zahnarzt passieren, der eine Sonderbehandlung anbietet? Statt sich auf die einfache und direkte Wortbedeutung zu konzentrieren, klopft man erstmal die Geschichte nach verwendeten Begriffen ab, um sich dann entrüsten und entsetzen zu können. 

Unsere Sprache ist und war keine Erfindung von Politikern (weder rechts noch links). Und es liegt an uns, die Hoheit unserer Sprache zu bewahren. Nur weil vor 100 oder 70 oder 50 Jahren jemand ein Wort falsch verwendet hat, heißt es nicht, wir dürfen es nicht mehr gebrauchen. Vor 132 Jahren hat Jack-the-Ripper auch sein Messer falsch benutzt. Muß ich deshalb ab jetzt mit dem Löffel essen ? 

Samstag, 14. März 2020

Corona - Fluch oder Segen ?

Corona kann man nicht entgehen. Zumindest in den Medien. Kein Sender, kein soziales Netzwerk und keine Zeitung ohne dieses tückische Kleinstlebewesen. Panik macht sich breit, Geschäfte und Betriebe bleiben geschlossen und selbst die Bundesliga macht Pause. Es ist als würde Deutschland und die ganze Welt unter einer Art Kriegszustand leben. Und obendrein ist es noch so unnötig.

Nehmen wir doch mal den Fall der Erkrankung an. Das ist eine - zugegeben - schwere Grippe. Husten, Schnupfen, Halsweh, Gliederschmerzen und Fieber. Das ist unangenehm und für Männer natürlich besonders. Aber es ist eben nur eine Grippe. Die kann bei Schwachen und Vorerkrankten natürlich tödlich sein. Das will ich garnicht in Abrede stellen. Aber so zu tun, als würde sich der Mensch bei der bloßen Berührung eines Infizierten in einen Zombie verwandeln ist ebenso falsch.

In der Natur kann man beobachten, wie Schwache und Kranke schnell ihr Ende finden. Eine Wespe ohne Flügel wird bald zum Opfer von anderen Insekten. Ein kranker Strauß wird zum Opfer der Hyänen. Ein lahm gewordener Löwe wird verhungern und letztlich auch zur Speise für die Geier.
Fressen und gefressen werden - es überlebt, wer stärker, schneller oder (wie bei Ameisen) besser organisiert ist. Das nennt sich Natur und seit Charles Darwin ist es das bekannte "Survival of the fittest" welches als Grundprinzip die Arten erhält.

Wie wir alle aber erkennen können, hat der Mensch - die selbsternannte Krone der Schöpfung - gegen dieses Prinzip in ausufernder Weise verstoßen. Jede Form von menschlicher Existenz wird mit ungeheurem Aufwand an Chemie, Maschinen, pharmazeutischen Mittel ohne Rücksicht auf den Menschen selbst bis zum technischen Limit am Leben erhalten. Selbst gegen den erklärten Willen des
Erkrankten. Es werden unter dem ungeheurem logistischen Aufwand Völkerstämme in Regionen künstlich ernährt, in denen seit menschengedenken noch nie menschliche Ansiedlungen möglich waren. Unter dem Argument der "christlichen Nächstenliebe" werden explosionsartige Bevölkerungszuwächse in technisch unterentwickelten Ländern mit Lebensmittel und medizinischen Hilfsdiensten subventioniert. Das geht eine Zeitlang gut - hat aber eben auch technische und logistische Grenzen. Grenzenlos ist bestenfalls das Mitleid und der Wunsch alle am Leben zu erhalten. Überall und um jeden Preis. Nur das ist sichtlich eine Illusion.

In früheren Zeiten dienten Kriege auch dazu, das die Völker nicht utopisch wuchsen. Wurde ein Nachbarland zu stark, so dezimierte man seinen Konkurrenten eben durch Schwert und Brandschatzung auf ein für sich selbst erträgliches Maß. Die natürliche Knappheit an fruchtbaren Böden regulierte sich selbst. Wurde ein Volk zu schwach seinen Boden zu verteidigen, besetzte ein anderes Volk eben die nicht zu verteidigenden Gebiete. Das war schon vor den Griechen und den Römern gängige Praxis und funktionierte bis in die Neuzeit unabhängig von Glauben, Hautfarbe und ethnischer Zugehörigkeit weltweit. Überbevölkerung in Städten und Dörfern wurde regelmäßig durch Cholera und Pest verhindert.

In unserer schönen, bunten, offenen, friedlichen Welt sieht das natürlich anders aus. Selbst Kriege - jahrtausende Garant für regelmäßigen Frauenüberschuß - werden heute chirurgisch geführt. Statt Belagerung von Städten werden am grünen Tisch wirtschaftliche Sanktionen verhängt, statt großflächige Bombardements erledigt eine Drohne im Format eines Spielzeugflugzeugs die Drecksarbeit und statt langen Feldzügen mit Millionenheeren kommen heute übersichtliche Spezialkommandos. Sauberes Wasser für fast jeden, medizinische Versorgung auf höchstem Niveau und genug zu essen - immer und überall -, haben nicht nur für eine Explosion von Menschen auf diesem Planeten geführt, sondern uns auch zu der Erkenntnis verleitet, wir könnten die Natur unserer Erde in von uns gesetzten Schranken halten. Vor kurzem glaubte noch ein Großteil der Menschen in Europa, daß ein grenzdebiler Teenager das Weltklima beeinflussen könnte, wenn man nur hüpfend und singend auf den Straßen den Verkehr behindert. Das ist alles Schnee von gestern ! Denn dann kam Corona !

Dieser kleine fiese Virus schlug zu. Waren es erst die Chinesen, die darunter zu leiden hatten, so wanderte der kleine Übeltäter dank Globalisierung und Flugverkehr in Windeseile um den Globus. Corona ist absolut fair ! Jeden kann es treffen. Ob Chinese oder Inder, Deutscher oder Italiener, Franzose oder Brasilianer. Ob Kellner oder Präsident, ob Metzger oder Millionär, ob schwarz oder weiß, ob Christ, Muslim, Jude oder Buddhist - Corona ist für alle da. Corona ist quasi die Wiedereinführung des darwinschen Prinzips durch die Natur selbst. Je mehr wir uns darauf konzentrieren, jede Krankheit und jeden Mangel zu beseitigen, desto fieser und gemeiner schlägt die Natur zurück. Da können wir uns noch so sehr bemühen, wenn man nicht gerade Einödbauer in Selbstversorgung, Urwaldindio oder Bewohner einer einsamen Insel ohne Anschluß an die Zivilisation ist, so wird uns Corona begegnen. Auf der Straße, im Bus, im Zug, im Einkaufszentrum. Wir brauchen Corona nicht zu suchen - Corona ist da ! Und wir können uns auch nicht verstecken.

Allerdings wird Corona nicht das Ende der Menschheit sein. Selbst wenn weltweit 20% der Menschen eine Erkrankung nicht überleben würde - so würden immer noch 6 Milliarden Menschen auf dem Planeten leben und dieser Rückgang der Bevölkerung uns lediglich um etwa 20 Jahre zurückwerfen. Den Überlebenden böte sich allerdings viele Chancen. Die landwirtschaftlichen Flächen weltweit müssten nicht mehr so intensiv genutzt werden. Der Verbrauch an fossilen Brennstoffen ginge zurück, ebenso die Emissionen an Schadstoffen. Und selbst Greta hätte ihren Ausstoß an CO² endlich auf ein ihr angenehmes Maß zurückgefahren und müsste nicht immer so griesgrämig gucken. Das Problem des Wohnraums wäre beseitigt, die Bevölkerungspyramide wieder in Form und der Mangel Pflegepersonal wäre Geschichte. Das klingt hart und unmenschlich ? Stimmt! Die Natur ist unmenschlich. Auf jeder Wiese und auf jedem Quadratmeter Regenwald herrscht Krieg bis aufs Blut. In jedem Tümpel wird ums Überleben gerungen. Daran kann kein Politiker, keine Ideologie und kein Glaube jemals etwas ändern.

Corona zeigt uns in deutlicher Weise, daß der Mensch eben auch nur ein Teil der Natur ist. Der Mensch beherrscht die Natur nicht. Der Mensch beeinflusst die Natur nicht einmal dauerhaft. Eine kleine, fiese, stachelige Kugel zeigt uns Menschen gerade, wer hier auf dem Planeten das Sagen hat. Wir können uns mit Corona arragieren (und das muß im Endeffekt nicht einmal ein wirklicher Schaden sein) oder wir versuchen panisch alles, um einen Krieg gegen die Natur zu führen, den wir garnicht gewinnen können. 

Dienstag, 17. Dezember 2019

Scheidung auf Englisch

Wenn ich den Fernseher anmache und die Nachrichten dieser Tage sehe, so weiß ich nicht ob ich die ARD, das ZDF oder den History Channel angemacht habe. Wenn es nach unseren Qualitätssendern und ihren politischen Journalisten ginge, so stünde das Vereinigte Königreich moralisch, technisch, kulturell und wirtschaftlich längst über dem Abgrund. Das berichtetem allerdings auch unsere Zeitungen nach der Schlacht bei Paeschendale, der Einnahme von Tobruk, dem Debakel von Dünkirchen oder der Versenkung der "Hood" - ein Blick in die Medien dieser Jahre zeigt eindeutig, daß die "bösen Briten" bald, ja ganz bald oder auf jeden Fall in absehbarer Zeit um Frieden betteln werden. Nun ja - sieht man etwas weiter ins Geschichtsbuch, wird man erschreckt feststellen müssen, daß eben genau das nicht passiert ist. Vielmehr haben wir Deutschen wenig später von den Briten kräftig auf die Fresse gekriegt und das, obwohl sie auf der falschen Seite fahren und Schiebefenster bevorzugen. Das muß uns allerdings nicht sehr grämen, weil noch einmal 100 Jahre früher der Kaiser aller Froschfresser in Waterloo eben sein solches erlebte. Es ist ein historisch wiederkehrender Irrtum, daß die Deutschen die Briten immer unterschätzen. Im Fußball mag es ja noch funktionieren, aber spätestens, wenn die Banken aufmachen und man sich die wirtschaftlichen Prognosen genauer ansieht, wird man feststellen, daß man sich auch diesmal in den Teetrinkern geirrt hat.
Der Engländer (ich lasse jetzt mal bewußt Iren,Schotten und Waliser aus) ist ein im Grunde positiv denkender Mensch. Er hat weder die "German Angst" im Nacken noch die Vollkasko-Mentalität der Deutschen. Er pflegt Traditionen wie den 5-Uhr-Tee und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Und - Er ist stur wie ein Panzer. Fragt man einen Deutschen nach großen Persönlichkeiten der Geschichte, so bekommt man als Antwort "Bach, Beethoven, Goethe, Schiller" oder vielleicht noch "Carl Benz, Martin Luther, Johannes Gutenberg, Immanuel Kant". Alles Erfinder, Komponisten, Dichter und Denker. Fragt man einen Briten, so kommen "Francis Drake, Wellington, Churchill, Darwin" zum Vorschein. Fast ausnahmslos Leute, die ihren Platz in der Geschichte mit Entdeckungen oder Kanonen gemacht haben. Selbst ausgewiesene Seeräuber haben bei den Briten einen höheren Stellenwert als beispielsweise Shakespeare (ausser man fragt einen Theaterwissenschaftler).
Schaut man sich die führenden Familien im Vereinigten Königreich an, so gibt es welche, deren Vorfahren schon mit Wilhelm dem Eroberer 1066 in Hastings gefochten haben (ob für oder gegen ihn sei mal nebensächlich). Diese Leute haben Vorfahren, die ihre Knochen auf allen Schlachtfeldern mit englischer Beteiligung seit 1000 Jahren verteilt haben - und denen will eine Frau von der Leyen und ein Herr Juncker etwas über die historische Bedeutung der EU erzählen! Für die ist die EU eine genauso marginale Erscheinung wie das deutsche Reich Wilhelms II, das Frankreich Napoleons oder das Königreich Polen. Wenn man ihnen zu sehr in die Geschäfte fingert, wird sich schon ein Weg finden lassen, seine Ideen durchzusetzen.
Nun ist Boris Johnson mit bequemer Mehrheit Premierminister und die Androhung von nun an kein Rosenthal-Porzellan, keine Kuckucksuhren oder erzgebirgische Schnitzkunst mehr auf die abgefallene Insel zu liefern, wird in No.10 Downing Street wenig Panik auslösen. Denken wir lieber an die Zeit nach dem Brexit und bewahren wir uns Großbritannien als Freund und Kunde. In Washington, dem Commonwealth, Peking und Moskau wird man schnell - sehr schnell - in die Lücke stoßen, die der Brexit geschaffen hat. Wer allerdings die Lücke schließen wird, den das Vereinigte Königreich in der EU hinterlassen hat, ist fraglich. Aber dafür kann sich die fönfrisierte Uschi ja mal einen Berater engagieren.
Zum Schluß wird man uns vermutlich das deutsche E-Auto oder die Windräder noch als Wunderwaffe verkaufen. Das hab ich auch schon einmal gehört, glaube ich 

Sonntag, 31. März 2019

Ach, du arme Seele.....

Jedes Lebewesen hat eine Seele. Zumindest glauben das die meisten Menschen. Und diese Seele muß auch ab und zu gepflegt werden. Zur organisierten Pflege der Seele schufen sich die Menschen ihre Religionen - und mit ihnen ihre Propheten. Der Glaube an ein allmächtiges höheres Wesen und möglichst an Jemanden, der stellvertretend für einen selbst, um der Erlösung willen Pein auf sich nimmt sind so alt, wie die Menschheit selbst.

Im Zeitalter der Informationstechnik und der fortgeschrittenen Industrialisierung wirken allerdings für den angeblich aufgeklärten Europäer die klassischen Religionen wie Katholizismus etwas unpraktisch. Ewig in die Kirche rennen, Kirchensteuer bezahlen und vielleicht sogar die 10 Gebote einhalten - das ist eben zur Zeit nicht IN. Armut, Keuschheit und Gehorsam , Mäßigkeit in allen Dingen - damit lockt man die Generation "Smartphone" nicht hinterm Ofen hervor.

Aber - keine Sorge - es gibt eine neue Religion . Das KLIMA !
Keine Zeitung, kein Fernsehsender und kein Internetportal, keine Firmenhomepage die nicht von KLIMA begeistert ist. Das es sich dabei lediglich um ein ganz normales Phänomen handelt, sei mal nur am Rande bemerkt. Der klimareligiöse Wahn hat schon einen großen Teil der Leute erfasst. Und was braucht eine Religion ? Hier mal ein kleiner Exkurs in die Geschichte.

Im Mittelalter glaubten die Menschen das Naturkatastrophen (ja, doch - die gab es schon damals) die Antwort Gottes auf ihren sündigen Lebenswandel wären. Hochgebildete Professoren bestätigten in langen Gutachten, das der Zorn Gottes die Menschheit auslöschen würde, wenn sie sich nicht der Religion unterwerfen wollten. Und so suchte man die Ungläubigen, die Hexen , die Andersgläubigen (oder halt die unbeliebtesten Bürger der Stadt) und zündete unter diesen einen Scheiterhaufen an. Das dadurch ein Erdbeben, eine Sturmflut oder eine schlechte Ernte verhindert worden wäre, ist mir jetzt nicht bekannt.

In Südamerika glaubten die Inkas daran, ihren Sonnengott durch das Herausschneiden der Herzen von Menschenopfern zu besänftigen. Und der oberste Medizinmann (ein Vorläufer unserer Wissenschaftler) bestätigte die Wirksamkeit dieser Methode ohne den Anflug eines Zweifels - ansonsten drohte der Weltuntergang. Es sei hier erwähnt, das der Verlauf der Sonne nicht durch diese Form des Kannibalismus beeinflußt werden konnte.

Bei den Naturvölkern in Asien und Afrika hat sich der Brauch erhalten, das Fleisch von Toten zu verzehren (je nach Volkstamm das der Feinde oder der eigenen Ahnen). Dadurch bleibt die Kraft der Toten beim Esser und die Naturgötter honorieren es mit Wohlwollen. Der örtliche Shamane bestätigt auch in diesem Falle bei Androhung der Verspeisung die Wirksamkeit. Wer nicht am Festmahl teilnehmen will, riskiert den Weltuntergang (oder das Aussterben des Stammes)

Nun zurück zur Klima-Religion. Sie kann praktiziert werden ohne das man sich zu einem Gottesdienst oder Gebet versammelt - das ist in Zeiten des vollen Terminkalendars oder Stundenplans sehr praktisch. Es bedarf keines Betritts zu einer Organisation - das spart Mitgliedsbeiträge. Wichtig ist nur die nebulöse innere Einstellung das die Welt bald untergeht. Der früher so beliebte Ablasszettel zur Vergebung der Sünden wurde ersetzt durch den Umweltengel, die Abgasplakette oder das "Vegan"-Siegel. Statt eines Gebets reicht es, wenn man regelmäßig an die Umwelt denkt.
Statt sich selber öffentlich zu geißeln, fordert man lieber die Abschaffung der Autos, der Industrie und der Stromversorgung.Natürlich sind auch wieder gelehrte Köpfe zur Hand, die die dringende Befolgung ihrer Ratschläge mit dem drohenden Weltuntergang fordern. Tja - und dann tut es jeder Religion gut, wenn dann noch ein Erlöser/Heiliger/Prophet auf die Bühne tritt. Das fördert die Publicity und bringt die Sache nach vorne. Waren es früher Leute wie der heilige Franziskus oder Savonarola; bei den religiösen Ideologien Leute wie Marx, Mao oder Che Guevarra - da greift man sich heute ein zopftragendes Mädel mit psychischen Defiziten. Ihr - bedingt durch das Asperger-Sydrom - sonderliches Gedankenmodell verklärt man flugs zur hellsichtigen, weltrettenden Prophezeiung.
Wie man sieht : Die Menschen brauchen scheinbar einen Hokus-Pokus, die Androhung des Untergangs und natürlich eine Galionsfigur zum anschmachten.

Wer jemals eine Lawine in den Alpen, einen Vulkanausbruch auf den Philippinen oder einen Sturm im Nordatlantik erlebt hat, hat mal einen kleinen Einblick, mit welchen Kräften die Natur arbeitet. Allein der Gedanke das Menschen mit ihrem Verhalten auch nur einen winzigen Einfluss auf diese Kräfte haben könnten, ist eine abwegige Überschätzung der eigenen Bedeutung. Die Menschen rasen auf der erkalteten Kruste eines Rotations-Elipsoiden mit flüssigem Kern durchs Weltall. Rechnen wir doch einmal :
Die gesamte Masse der Menschheit von 7 Milliarden Menschen
mit etwa je 60 kg Gewicht sind                                                    = 420.000.000 to
(das hört sich viel an!)
 das Wasser des Bodensees wiegt allerdings                              48.200.000.000 to !

Das ganze Gefasel über Klimawandel, Klima-Katastrophe und Klimaschutz dient - wie früher die Religionen - nur zur Beruhigung der Seele. Man möchte sich seiner eigenen Unfähigkeit und Schutzlosigkeit nicht bewusst werden. Dafür zündet man eben Hexen an, schneidet Menschen die Eingeweide heraus, verspeist seine Großmutter oder verzichtet auf wohlverdiente Bequemlichkeit.
Es ist eine Frage der persönlichen Haltung - ob man sich von der Hysterie anstecken lässt. Die Dinosaurier sind nicht ausgestorben, weil sie Diesel fuhren. Ein Asteroid hat ihnen das Licht ausgeblasen. Wie ärgerlich für die weltbewegenden Endzeitpropheten, das dieser Untergang nicht von Menschen gemacht war.


Freitag, 15. März 2019

Wie Gerda Thunfisch die Welt rettete

Es war einmal vor langen Zeiten in einem Land ganz hoch im Norden. Dort lebte ein kleines Mädchen, daß ihre Eltern Gerda riefen und das lange Zöpfe hatte. Wenn die anderen Kinder fleißig in der Schule lernten, so saß Gerda nur auf ihrem Stuhl und spielte mit ihren Zöpfen. Was immer auch die Frau Lehrerin erzählte, es Gerda verstand nicht, was sie sagte. Sie sah immer aus dem Fenster und betrachtete versonnen den Hafen, in dem die Fischerboote ihre Ladung ausluden und die Katzen gierig über das Kopfsteinpflaster nach Beute haschten. Bald setzte sich Gerda garnicht mehr in die Schule, sondern blieb auf der Treppe vor dem Portal sitzen. Hier konnte sie viel besser sehen und manchmal brachte ihr ein fetter Kater einen Fischkopf. Schön war das Sitzen in der Sonne für Gerda. Aber der Wachtmeister sah das Mädchen dort sitzen und weil es ja eigentlich zur Schule gehen sollte, brachte er es zu ihren Eltern. Da weinte das Mädchen bitterlich und ihre Eltern wußten sich nicht anders zu helfen, als das arme Kind immer wieder vor der Schule sitzend mit den Fischköpfen spielend zu finden. Da kam ihrem guten Vater eine Idee. Wenn Sie doch nur ein Schild vor sich stellen wollte, auf dem geschrieben stand, sie wolle Gutes tun, so würde man Sie bestimmt dort sitzen lassen. In der Schule konnte das Mädchen doch eh nicht aufpassen und man würde schon den lieben Gott bitten für Sie eine warme Wohnstelle zu finden, wenn die Zeit gekommen sei, in die Welt zu ziehen. Und so saß Gerda versonnen und in ihren eigenen Träumen vor der Schule und ließ sich von der Sonne wärmen. Da kam eines Tages um die Mittagszeit ein fahrender Spielmann vorbei, der vorgab schon viel in der Welt umhergekommen zu sein. Wichtige Leute würde er kennen und wenn Gerda nur mit ihm ginge, so wolle sie ihr Glück machen und alle Welt von den Sorgen befreien. Fröhlich zog Gerda mit dem Spielmann, der ihren Eltern das Wohl ihrer Tochter versprochen hatte und ihnen einen Beutel reinen Goldes versprach. Alle Welt kannte bald Gerda und viele dachten, die Welt würde ein glückliches Tal werden, wenn man sich nur lange genug auf die Straße setzen würde. Selbst der Herzog von Flandern, trunkend von Wein, glaubte in der kleinen Gerda einen Heilsbringer des Himmels zu erblicken und küsste dem kleinen Mädchen ergeben die Hand. Gerda genoß, daß alle Welt sie sehen wollte und reiste mit dem Spielmann landauf und landab, auf das sich viele - anstatt ihrer Pflichten zu erinnern - versonnen auf die Straßen setzen sollten.
Zu der Zeit begab es sich jedoch, das in einem fernen, dunklen Land eine alte Königin um ihre Macht fürchtete. Ihre Bürger murrten, weil sie ohne unterlass Fremden den Eintritt in ihr Land gewährte und die Straßen voller Löcher waren. Nun wollte die alte Königin nicht von ihrem Throne und als sie von der kleinen Gerda hörte, die allen das Glück herbeisitzen könnte, da schickte sie ihre Vasallen aus, das Mädchen ins Land zu holen. Denn kein Bürger, dessen Kind nichts mehr lernen wollte, würde sich darum kümmern, ob sie noch in ihrem Schlosse wäre. Der Spielmann hörte vom Wunsche der Königin und brachte Gerda an den Hof der alten Frau, auf daß sie ihn mit allerhand Juwelen lohnen sollte. Langsam und mit zittriger Hand befühlte die Königin das Gesicht und die Zöpfe des Mädchens und freute sich, daß nun ihr Volk statt zu arbeiten und zu lernen, sich nur noch in die Sonne setzen würde. Und so setzte sich die kleine Gerda vor das Schloß der alten Königin und begann damit nichts zu tun. Denn nur das Nichtstun würde alle Sorgen vom Volke ablenken und wenn auch die Löcher in den Straßen noch größer werden würden, so hätte man doch immerhin den Sonnenschein gerettet und die Königin könnte ihre Macht behalten, wenn nur alle Kinder wie Gerda nichts mehr lernen. Und wenn sie nicht gestorben ist, so sitzt die kleine Gerda Thunfisch immer noch vor den Schloß, schaut in die Sonne und spielt mit den Fischköpfen, die die Katzen ihr bringen.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Fröhliche Weihnachten

Ja, es weihnachtet sehr. Kein Laden, keine Straße und auch keine Plakatwand ohne den Hinweis auf das christliche Jahresendfest. Im Fernseher trällert jeder Schlagerfuzzi seine Versionen von "Stille Nacht" und "Oh, du Fröhliche". Das ist die Zeit sich einmal besinnlich zurückzulehnen und sich um Gott und die Welt Gedanken zu machen.

Ja, man macht sich viele Gedanken in dieser Zeit. Sorgenzerfurchte Gesichter lösen sich mit bedeutungsschwerern Erklärungen aller Art in den Medien ab. Ob der Bundespräsident sich Gedanken um den Klimawandel macht, der Präsident des Automobilverbandes über Mikroplastik im Wasser nachdenkt oder der Chef eines Wohnungsbau-Konzerns über gesundes Essen referiert - Jeder meint in der dunklen, stillen Zeit seine persönlichen Gedanken in die Umwelt zu blasen. Und kurz vor dem Weihnachtsbaum, dem Gänsebraten und den Geschenken entdeckt so Mancher sein vermeintliches Gewissen. Und - ganz ehrlich - das geht mir tierisch auf den Sack ! Den die Wenigsten überdenken, was ihre alptraumhaften Gedanken wirklich für Folgen haben.

Da faseln Leute über den angeblichen Klimawandel. Nun, richtig ist, das sich das Klima wandelt. Aber das hat es immer schon getan. Wir leben schließlich auf einem Planeten mit flüssigem Kern und schwimmen auf erkalteten Kontinentalmassen herum. Die Kontinente verschieben sich, die Meeresströmungen wechseln und die Winde ebenso. Das hat einmal zur Eiszeit geführt, das hat einmal Ägypten zum fruchtbarsten Land seiner Zeit gemacht und das hat im Rhein Krokodile schwimmen lassen. "Panta rhei" sagte Heraklit einst - Alles fließt. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, das Menschen glauben alles, was ihnen bekannt ist, müsste so erhalten bleiben, wie es ihnen beliebt. In meiner Schulzeit prognostizierte unser Physiklehrer noch eine neue Eiszeit, heute sabbeln die gleichen "Gelehrten" von der Erderwärmung.

Nun, nehmen wir mal an, das diese Leute Recht haben. Die Erde erwärmt sich also - aber was sind die Folgen ? Die Polkappe des Norpol schmilzt ! Nun, das haut mich echt vom Sockel. Jedes Mal, wenn ich am Nordpol lang laufe, denke ich mir also : Vielleicht zum letzten Mal! Das durch das Schmelzen der Arktis allerdings neue Schifffahrtswege den Transport von Gütern verkürzen (und damit auch den Verbrauch von Kraftstoffen senken ist eine Folge. Das durch die Erwärmung der nördlichen Hemisphere die asiatische Tundra sich in fruchtbares Ackerland verwandelt eine Andere).
Der Gewinn von Millionen Hektar landwirtschaftlicher Anbaufläche geht natürlich einher mit dem Verschwinden der Inuit.Kultur, den Gletschern und den Eisbären. Die Inuit kann man umsiedeln, die Gletscher schmelzen sowieso in regelmäßigem Abstand und wer bitte, braucht wirklich einen Eisbären? Eisbären haben eine schwarzbraune Haut (nur der Pelz ist weiß) und in wenigen Generationen haben sich diese wieder (ganz nach Darwin) in eine Population von dunklen Bären gewandelt. Durch die milden Winter sparen wir allerdings enorm an Heizkosten, fossilen Brennstoffen und glatteisbedingten Unfällen. Wo soll da bitte der Schaden sein ? Die Arktis ist eh nur ein schwimmender Eiswürfel. Wenn dieser schmilzt, so wird sich der Anstieg der Weltmeere in überschaubaren Grenzen halten (ein Whisky mit Eis nimmt an Volumen auch nicht zu, wenn der Eiswürfel schwimmt. Fragt nicht den Lesch, sondern den Archimedes!)

Und dann sind da die selbsternannten Saubermänner, die uns bei jedem Kaffeebecher, bei jedem Dieselauto und bei jeder Fernreise vorrechnen wollen, wie schädlich das Alles ist. Ich denke bei solcher Gelegenheit immer an meinen Urgroßvater. Dieser wurde im Jahre 1881 geboren und war bei einer Brauerei erst als Kutscher und später als Fuhrparkleiter tätig. Er besaß einen großen Garten direkt hinter einer Eisenhütte (wie Filteranlage geschrieben wurde, wussten die Leute damals garnicht). Das ganze Jahr über setzte sich Staub auf die Gartenerzeugnisse - es wurde abgewaschen und man hat es damals gegessen. Er arbeitete 12 Stunden am Tag, rauchte Zigarren minderer Sorte und hat sich vor einer Flasche Korn nicht bange gemacht. Er hat als junger Unteroffizier in Tsingtao (in Deutsch-China!) fünf Jahre Dienst geschoben und war im ersten Weltkrieg als Feldwebel 3 Jahre aktiv. Dieser Mann hat 12 Kinder gezeugt und großgezogen und ist im Jahre 1980 mit fast 100 Jahren gestorben. Gesundes Leben ? Das konnte der sich erstens garnicht leisten und hatte auch von dem heute so notwendigen ökologischen Leben keine Ahnung. Heute desinfizieren die Mütter die Spielzeuge ihrer Rangen und wundern sich, das bei der ersten Belastung sofort eine Krankheit oder besser noch eine Allergie auftaucht. Mein Urgroßvater schickte seine Kinder noch auf die Straße zum Spielen und gegessen wurde was der Garten hergab und somit auf den Tisch kam. Abgesehen von den 7 Söhnen, die dann im Zweiten Weltkrieg gefallen sind, wurde jedes der Kinder über 90 Jahre alt. Dieses permanente und fast psychotische Vermeiden von jeder Art von Verschmutzung und Belastung hat aus unserer Bevölkerung nichts anderes gemacht, als ein Haufen krankheitsanfälliger Weicheier, die für eine Beule am Kopf am liebsten auf Kosten der Krankenkasse eine Computertomographie machen lassen würden und die für einen eingerissenen Fußnagel einen Spezilisten konsultieren wollen.

Ganz in Mode ist ja das Mikroplastik. Alle Welt redet vom Mikroplastik in den Ozeanen und es gibt Plakate, die einen Delphin (Flipper lässt grüßen) mit Müll im Maul zeigen. Oh mein Gott - wie haben wir das nur ertragen können ! Wir müssen sofort jeden Plastikmüll vermeiden. Nun - kann man. Reissen wir alles an Kunststoffen aus unserer Wohnung heraus, was aus Plastik ist und ersetzen es durch Holz. Problem ist nur : soviel Holz gibt es nicht ! Schauen wir nun in unsere Autos und gucken mal nach Plastik. Ooops - wie soll das denn ersetzt werden ? Geht ! Der Opel Doktorwagen von 1904 kam auch ohne Plastik aus !  Nur wie man einen Airbag auf Jute-Basis konstruieren will, darüber schweigen sich die Plastikhasser aus. Ich möchte mal sehen, wie laut diese Leute schreien, wollte ihnen ein Chirurg ohne Gummihandschuhe in den Thorax greifen. Die größten Plastiksünder sitzen übrigens in China und Indien. Der am höchsten durch Plastik belastete Ozean ist der Indische Ozean und es ist irrsinnig anzunehmen, das durch den Verzicht auf eine Plastiktüte bei Kaufland in Bottrop die Malediven gerettet werden. Mikroplastik hat übrigens die Eigenschaft im Ozean abzusinken. Bei einer Tiefe von mehr als 2000 Meter kommt also kein Speisefisch mehr in den Genuß dieses Plastiks.

Ein weiterer Gedankenpunkt ist natürlich der Feinstaub. Oh Gott ja - der Killer unserer Lungen. Wie habe ich bloß die Räuchermännchen im Erzgebirge überleben können? Wie kann ich trotz Laserdrucker im Büro und dem Grillen im Garten weiterleben? Man kann ! Auch wenn morgen früh noch die letzten Diesel der Strich8-Baureihe auf den Straßen fahren, die alten Magirus ihre Wolken ausstoßen und der Smoker beim Nachbarn 24-Stunden Dauerparty macht - wir werden Überleben. Der ganze Humbug mit dem Feinstaub-Diesel ist nichts anderes als ein Aufruf sich ein neues Auto zu kaufen (ab besten ein Elektro-Auto, wo dann der Dreck nicht aus dem eigenen Auspuff, sondern aus dem Kraftwerk kommt). Man bemüht Schaubilder und Statistiken, die uns zeigen, wie schädlich wir Menschen mit unserer Lebensweise für die Umwelt sind. Man zieht Wagen aus dem Verkehr, erlässt Fahrverbote und filtert noch technisch bemerkenswert den letzten Krümel aus der Luft. Das die Grenzwerte willkürlich gemacht wurden, sei eine Randbemerkung. Das Weltklima muß natürlich gerettet werden. Das 10 Meter hinter der Grenze schon andere Grenzwerte gelten, mag daran liegen, das in Polen z.B. ein anderes Weltklima herrscht (?). In Städten wie Chennai, Guanzhou, Tiajin oder Wuhan kennt man weder diese lebenswichtigen Grenzwerte für Feinstaub, noch Filter oder gar Fahrverbote. Sie kennen die Städte nicht ? Schade - sie haben alle jeweils mehr als 10 Millionen Einwohner und werden (wenn erst die Automobilisierung einsetzt) jede für sich deutlich mehr Emissionen in die Atmosphäre blasen als unser kleines Deutschland. Zu Glauben, das wir 80 Millionen Deutsche etwas retten, wenn wir 1 Million Dieselautos von den Straßen nehmen, ist ein typischer Fall von Größenwahn. Nicht nur die Wirtschaft der Welt und die globale Politik spielt sich nicht mehr in Europa ab - auch die Verschmutzung ist nicht mehr eurozentrisch gelagert.

Was also tun, angesichts dieser furchtbaren Aussichten und der besinnlichen Weihnachtszeit ? Ich habe für mich einen ganz brauchbaren Weg gefunden. Ich setze mich gemütlich in meinen Ohrensessel, habe einen aromatischen Kaffee neben mir und gönne mir von Zeit zu Zeit einen 40 Jahre alten Cognac. Ich freue mich auf meinen Urlaub in Asien und esse alles, was mir schmeckt. Und immer öfter umspielt meinen Mund ein Lächeln, wenn ich mir die Idioten ansehe, die wirklich glauben, das der Mensch in seiner Winzigkeit wirklich etwas auf diesem Planeten beeinflussen könnte - sei es im Guten oder im Schlechten.

In diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest !

Freitag, 20. Juli 2018

Du gehörst zu uns !? Über Integration und Zuwanderung

Man begegnet ihnen täglich auf der Straße, im Bus, in der Bahn , an der Arbeitsstelle - Mitbürger mit ausländischen Wurzeln. Ob es nun der syrische Taxifahrer, die albanische Putzfrau, der senegalesische Kellner oder die griechische Gemüsefrau ist - sie alle haben einen Platz in Deutschland gefunden. Manche von ihnen sprechen ein sehr gutes, fast fehlerfreies Deutsch. Sie leben in diesem Land, zahlen hier ihre Steuern, gebären hier ihre Kinder. Aber werden diese Menschen deshalb zu Deutschen ? Ist das Deutsch-Sein eine Tätigkeit, die man erlernen kann, wie einen Beruf? Ist die Zugehörigkeit zum deutschen Volke etwas, was wie ein Studium absolviert werden kann ? Nein, das ist es nicht ! Und da wird es auch - trotz vielfach gegenteiliger Meinung auch nie sein.

Die Zughörigkeit zu einem Volke ist eine Sache der Geburt. Waren die Eltern Russen, so wird das Kind ein Russe sein. Waren die Eltern Japaner, so wird der Nachwuchs natürlich dem japanischen Volk angehören. Und das ist unabhängig von der Staatsbürgerschaft oder dem Aufenthaltsrecht. Zu einem Volke gehört man aus seiner Geschichte, durch seine Geburt und durch seine Vorfahren und nicht weil irgendein Beamter einen Stempel unter ein Stück Papier gedrückt hat.
Deutschland hat über die Jahrhunderte und Jahrtausende seinen Platz in Europa mit Blut, Schweiß und Tränen erkämpft. Ob es nun gegen die Römer, die Hunnen, die Türken, die Schweden, die Russen oder gegen die Franzosen ging - wir haben unser Lebensrecht erfolgreich behauptet. Unser Volk hat in den 2000 Jahren seiner Geschichte eine Mentalität, eine Kultur und eine Tradition entwickelt, die einzigartig ist. Mein Ur-Ur-Großvater hat bei Sedan gekämpft, mein Urgroßvater in Tsingtao für Kaiser und Reich die Chinesen geschlagen und vor Verdun gelegen. Mein Großvater als Jagdflieger den Himmel seiner Heimat vor feindlichen Flugzeugen geschützt. Einer meiner Vorfahren hat 1838 das erste Puddelwalzwerk im Ruhrgebiet gegründet und dessen Vorfahren besaßen die älteste Nagelschmiede in Hörde. Seit nachweislich mehr als 400 Jahren lebt und arbeitet meine Familie in diesem Lande. Wir haben uns das Recht hier zu leben - und so zu leben wie wir wollen - über Jahrhunderte hin erkämpft, erarbeitet und erdient!

Wenn nun ein Zuwanderer - egal woher und egal aus welchen Gründen - in dieses Land kommt, so mag er guten Willens sein, sich uns anzupassen. Es ist aber immer nur eine Kopie unserer Lebensart und unserer Kultur. Aus einem bayerischen Bauern würde niemals ein Samuraikrieger, aus einem friesischen Fischer kein griechischer Reeder und  aus einem westfälischen Schmied kein spanischer Torero. Es sind müßige Versuche uns einreden zu wollen, daß man sich in unserer Kultur assimilieren könnte. Dazu ist sie zu sehr in unserem Denken, unserem Handeln und unserem Fühlen verankert. Auch der Hinweis auf gern gegessene ausländische Speisen, die Hinwendung zu anderen Kulturen unsererseits und das geradezu manische Kopieren ausländischer Sprachfetzen ( besonders von Anglizismen) ist kein Zeichen für ein grundsätzliches Weichen unserer Kultur. Schon früher bemühte man sich um ausländische Ausdrücke (meistens jedoch französisch), aß das, was der Fremde mitgebracht hatte und interessierte sich je nach Mode auch schonmal für ferne Länder. Deutsch sind wir deshalb trotzdem geblieben. Und genauso wird der Zugewanderte immer ein Zugewanderter bleiben. Da mag er Deutsch sprechen, wie Bismarck - da mag er pünktlich sein, wie der sprichwörtliche Maurer - da mag er sich kleiden, wie Hannelore Kohl - da mag er sogar deutsche Freunde oder Partner haben : Nichtdeutsch bleibt immer Nichtdeutsch. Gerade im Rheinland ist in vielen Stammbäumen der eine oder andere Ausländer zu finden. Franzosen, Engländer, Holländer und wer weiß was noch alles - Am Ende hat sich immer das Deutsche in unserem Volke durchgesetzt und das fremde ausgemendelt. Und da kann man es drehen und wenden wie man will, es gut oder schlecht finden oder nun schreien : Deutschsein kann man nicht erwerben, sondern nur ererben!

Und deshalb an alle Zugewanderten, Eingeheirateten und Eingeschlichenen : Ihr könnt uns vielleicht kopieren oder uns nachmachen. So richtig dazu werdet ihr niemals gehören. Und das ist keine politische Aussage, sondern eine historische ethnologische Tatsache !      

Montag, 25. Juni 2018

Beliebte Urlaubsländer : Die Philippinen (Satire!)

Jedes Mal, wenn bei Emirates oder Etihad die Preise auf Billigflieger-Niveau sinken, ist an deutschen Flughäfen eine besondere Spezies zu sehen. Der Ostasientourist ! Besonders die Philippinen bieten sich dann als preiswertes Reiseziel testosterongetriebener Prä-Senioren zur Entschleimung der Genitalien an. Und so steht der unbeweibte 50er in Tennissocken und Sandalen, bewaffnet mit Kamera und Kreditkarte bereit, um sich für 3 Wochen in die Intimbereiche der Suzie Wong fliegen zu lassen. Aber es gibt noch Kategorie 2 ! Eine Untergruppe der Reisenden sind diejenigen Germanen, deren Raubzug in die pazifische Damenwelt schon von Erfolg gekrönt war. Auch ohne das weibliche Beutetier gesehen zu haben, erkennt man diese erfolgreichen Jäger an der schier unglaublichen Gepäckmenge. Schließlich muß für die Entführung der einheimischen Landestochter der gesamten Familie jährlich ein Tribut in Form von mitgebrachten Nutella-Gläsern und Markentextilien dargeboten werden. Die Anzahl der in Deutschland und im sozialversicherten Ehestand durchlittenen Jahre sieht der Kenner der eingedeutschten Filipina auf den ersten Blick an. Bilden Bäume mit zunehmendem Alter Jahresringe, so nimmt die handelsübliche Lotosblume aus Luzon pro Monat an Gewicht zu. Im Gegensatz zur daheim gebliebenen Geschlechtsgenossin, deren Ehejahre nach der Formel : Anzahl der Kinder / 1,2 = Zeit der Ehe berechnet werden können, kann man in Deutschland in Folge der Benutzung von Verhütungsmitteln und kulinarischer Vollversorgung jenseits des Reistopfes wie folgt rechnen : Einreisegewicht + (Monate in Deutschland mal 500g) . Nach spätestens 10 Jahren mutiert so die eingeflogene asiatische Mandelblüte zum Fettstempel auf Beinen. Dieses kompensiert die zwangsweise der Freuden der Großfamilie entzogene in der Regel durch Frustkäufe oder intensive Frömmelei.

Auf den Philippinen angekommen setzen sich die unbeweibten Reisenden in der Regel zügig in die Nachtlokalitäten von Makati oder Angeles City ab, wo ihnen Damen im Alter ihrer Töchter für weniger als 20 Euro die Nacht Schlafzimmerakrobatik süßsauer bieten. Das ganze gepaart mit rührenden Geschichten von hungernden Familien und demonstrativer Einfühlsamkeit damit  Heinz aus Bottrop oder den Mario aus Potsdam auch die letzten Gehirnwindungen weggevögelt werden. Die eigenen Landsmänner sind von den Filipinas dort nicht so gerne gesehen, da östlich des Ganges die Brieftaschen nicht so gut gefüllt sind. Manche bevorzugen auch deshalb den unterkühlten Mann aus dem Nordosten, weil bei geschickter Anwendung des pazifischen Liegendtanzes zur Belohnung das Standesamt inklusive Einreisevisa nach Europa winkt. Außerdem hat der klassische Bumstourist in der Regel ein Alter erreicht, das Mai Lee aus Palawan zur Hoffnung berechtigt in spätestens 10 Jahren eine deutsche Witwenrente auf dem Niveau eines philippinischen Ministergehaltes als Belohnung zu kassieren.

Für die Kategore 2 der Touristen - also die bereits mit einer Pinay verheirateten - beginnt nach der Landung die eigentliche Tortur. Empfangen von sämtlichen Verwandten zwecks Sicherung des Beuteanteils an der Reisekasse, durchläuft der eigentlich ruhebedürftige Familientourist einen Marathon durch die zahlreiche, und ebenso bedürftige wie bucklige, Verwandtschaft der Ehefrau. Zur Aufbesserung des Ansehens der Gattin wird vom Cousin 3.Grades bis zum als Bruder ausgewiesenen Ex-Verlobten auf Rechnung des deutschen Ehegespons erstmal alles durchgefüttert, was bei 3 nicht auf der Palme ist. Diverse elektrische Kleingeräte werden angeschafft (die man nach Abreise des Erwerbers in die Pfandleihe tragen kann)und natürlich müssen die geriatrischen Restbestände der Großfamilie auf Kosten der Kreditkarte zu diversen Ärzten. Als Kür der unfreiwilligen Familienfinanzierung nötigt dann die bessere Ehehälfte ihren Gemahl mit treuherzigem Augenaufschlag dann zur Finanzierung von unbrauchbaren Ausbildungen der jüngeren Familienmitglieder. Das Studium zum "Animateur im Tourismus" ist da genauso beliebt wie der Kursus "Seefahrtspersonal". Rhythmisches Herumscharwenzeln um notgeile Touristen und stupides Rostklopfen auf Seelenverkäufern zypriotischer Billigreeder hätten sie Söhne und Töchter des sonnigen Inselstaates allerdings auch ohne das Schulgeld hinbekommen, wenn ihnen nur ein chinesischer Antreiber regelmäßig Disziplin einprügelt. Seit der spanischen Kolonialisierung sind - neben Kokosnüssen und Bananen - schließlich sind Billiglöhner und Stangentänzerinnen die wichtigsten Exportartikel der permanent grinsenen Inselbevölkerung.

Die Philippinen selber sind ein landschaftlich schönes Land, sieht man von Taifunen, Tsunamis, giftigen Schlangen, bissigen Insekten und einer nur rudimetär vorhandenen Infrastruktur ab. 333 Jahre waren die Spanier dort Kolonialmacht, unterbrochen von zwei Jahren englischer Besatzung. Dann kamen für 50 Jahre die Amerikaner, unterbrochen von 4 Jahren, in denen der Japaner erfolglos versuchte, aus der arbeitsscheuen Bevölkerung ein produktives Volk zu generieren. Vor lauter Furcht sich selbst, zumindest zeitweise, ohne ausländische Subvention ernähren zu müssen, gruben sich die Philippinos so tief ins Erdreich, bis sie auf Kohle stießen und somit eher unfreiwillig zum temporären Erfolg der kaiserlich japanischen Flotte beitrugen.

Wer ewig von den Nachbarn okkupiert wird, braucht natürlich einen seelischen Ausgleich. Für die Männer der philippinischen Inselwelt - soweit sie nicht ausnahmsweise an der Arbeit sind - ist das der bereits zum Frühstück genossene Ananasfusel, der auch dem trägsten Dödel der Dorfgemeinschaft noch das Gefühl gibt, der Erbe Sandokans zu sein. Für die Damenwelt ist eindeutig die Religion das tägliche Opium. Kein Land der Erde weist die Dichte an katholischen Kirchen auf wie die Philippinen. Der tägliche Gottesdienst bietet schließlich der Filipina die einzig gesellschaftlich konnotierte Möglichkeit sich ausnahmsweise mit Unterwäsche zu bücken.

Politisch sind die Philippinen ein eher stabiles Land. Das ist dem jetzigen Präsidenten Duterte geschuldet, der als einziger Politiker des Landes die Notwendigkeit erkannt hat, Teile der überwiegend kriminellen Bevölkerung durch Kopfschüsse zu dezimieren. In Anbetracht der Gebärfreudigkeit der Philippinos stellt allerdings das Verschwinden übel aufgefallener Insulaner kein besonderes Problem dar. Leider ist Präsident Duterte überzeugter Nichtraucher und hat überall das Rauchen verboten. Wider Erwarten halten sich die Philippinos sogar daran - da sieht man, das ein gelegentlicher Schlag mit dem Gewehrkolben selbst dort Wunder wirken kann.

Auf dem Rückflug ist wiederum eine grob sinnlich wahrnehmbare Unterscheidung zwischen den beiden Touristenkategorien erkennbar. Der ledige Bumstourist hat einen roten Kopf vom Viagra und eine fast leere Brieftasche, macht aber einen entspannten Eindruck. Der Familientourist macht einen abgearbeiteten Eindruck, hat durch das ewige Reis-mit- Huhn-Fressen zugenommen und ist ebenso pleite. Im Koffer der ersten Kategorie finden sich frisch gewaschene Bekleidungsstücke mit dem unverkennbaren Gestank billiger Waschmittel. Der Familientourist hingegen wurde von der Familie seines Beuteweibes mit diversen medizinischen Hausmittel und Marienstatuen aus Gips versorgt und zittert schon vor dem Einchecken vor der Rechnung fürs Übergepäck. Der wichtigste Unterschied ist allerdings erst in der Heimat wieder erkennbar. Kategorie 1 - der Bumstourist rennt zum Hautarzt um das Jucken im Genitalbereich zu bekämpfen. Kategorie 2 - der Familientourist - rennt zum Zahnarzt, weil die Philippinos aus Faulheit beim Kochen die Knochen im Fleisch lassen, was eine Sanierung des Gebisses nötig macht.

 Nur als Hinweis : Es soll sich durch diesen Post niemand beleidigt oder angegriffen fühlen, denn :
Es gibt noch eine dritte Kathegorie ! Es gibt durchaus anständige, liebenswerte und aufrichtige Philippinos. Genauso wie es Deutsche gibt, die nicht aus fragwürdigen Gründen dort Urlaub machen. Dieses Gruppe habe ich keinesfalls in irgendeiner Weise angehen wollen. Ich nahm aber auch an, das  o.g. genannter Post in dieser Hinsicht als Satire deutlich zu erkennen ist.  

Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typisches Stilmittel der Satire ist die Übertreibung. In der älteren Bedeutung des Begriffs war Satire lediglich eine Spottdichtung, die Zustände in sprachlich überspitzter und verspottender Form thematisiert. Historische Bezeichnungen sind auch Spottschrift, Stachelschrift und Pasquill (gegen Personen gerichtete satirische Schmähschrift).
Das Wort Satire entstammt dem lateinischen satira, das wiederum aus satura lanx hervorgeht und ‚mit Früchten gefüllte Schale‘ bedeutet. Im übertragenen Sinn lässt es sich mit ‚bunt gemischtes Allerlei‘ übersetzen. In früherer Zeit wurde Satire fälschlicherweise auf Satyr zurückgeführt, daher die ältere Schreibweise Satyra. (Quelle - Wikipedia)


      

Montag, 11. Juni 2018

Ab heute und hier !

Viele haben sich gefragt, warum ich lange nichts geschrieben habe. Das hatte, liebe Freunde zwei Gründe. Erstens war ich privat sehr eingebunden und zum anderen hielt ich es für müßig und auch für überflüssig, jeden Blödsinn unserer scheinbaren Staatsführung zu kommentieren. Wenn ich jeden Fehler, jeden Skandal, jede Fehleinschätzung dieses politischen Kasper-Theaters, welches sich in diesem Lande noch Regierung nennt, schriftlich bearbeiten wollte - so müsste ich einen mehrköpfigen Mitarbeiterstab beschäftigen.

Jedoch eines ist mir in den letzten Tagen immer bewußter geworden : Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen politischen Zeit. Tägliche Meldungen über erstochene junge Frauen, die sichtbare Ignoranz einer politischen Elite, das abgehobene Geschwurbel einer alternden, verbrauchten Frau im Kanzleramt, deren einzige politische Vision ihr eigenes kümmerliches An-der-Macht-bleiben ist, eine willfährige Medienlandschaft, die sich weder scheut, Statistiken schön zu reden, noch wissenschaftliche Erkenntnisse so zu verdrehen, bis das Ergebnis zur Ideologie passt. Und dazu eine abgehobene, hedonistische Gesellschaft, die sich um Gendersternchen, Homo-Ehe und Feinstaubpartikel sorgt, aber die Wegsieht, wenn die Grundpfeiler unserer Demokratie mit der Axt der praktizierten Idiotie angeschlagen werden.Jeder sollte sich ( oder besser muß ) sich fragen, wie lange er diesen Schwachsinn einer europäischen bunten Republik noch mitmacht ?

Wie lange wollen wir zusehen, wie unsere Grenzen gesetzwidrig von Wohlstandsmigranten überrannt werden ? Wie lange wollen wir schweigen, wenn testosterongeschwängerte Migranten vom Typus "Nord- oder Schwarzafrika" unsere Töchter und Frauen abstechen? Wie lange wollen wir es zulassen, daß die Infrastruktur und die Schulen unseres Landes einem ökonomischen Unsinn zum Opfer fallen? Wie lange nehmen wir es hin, daß unsere Streitkräfte (einstmals in der Welt bewundert und geachtet) zu einem schlecht ausgerüsteten Sauhaufen verkommen, der weder Disziplin noch Tradition mehr kennt? Wie lange lassen wir es geschehen, daß unser Rechtssystem von Horden Krimineller mit Hilfe gewissenloser Winkeladvokaten zu einer Lachnummer pervertiert?

Deutschland - war in seiner Geschichte niemals das wirtschaftlich stärkste Land, niemals das Land mit den höchsten Einwohnerzahlen, niemals das Land mit den meisten Bodenschätzen und niemals das Land mit den billigsten Arbeitskräften. Unser Erfolg in den letzten Jahrhunderten, unser Überleben trotz römischer Besatzung, zweier verlorener Weltkriege, der Völkerwanderung, des 30jährigen Krieges und der Pest begründet sich in der Tatsache, daß wir ein Volk leidensfähiger, lernwilliger, disziplierter und tapferer Menschen waren. Und es auch immer noch sind. Kein Land der Erde hätte die letzen 30 Jahre ökonomischer Blödheit und politischen Schwachsinns so überlebt, wie daß Volk der Deutschen.

Es wird Zeit nun endlich aufzustehen. Die Polen haben sich eine Regierung gewählt, die ihre Interessen vertritt. Ebenso die Italiener, die Ungarn, die Österreicher und die Russen. Es gärt in Frankreich und Spanien, die Engländer haben ihre Souveränität zurückbekommen.
(Es mag an dieser Stelle erwähnt sein, was mir ein britischer Bekannter zum Brexit sagte : "Natürlich kostet uns der Brexit Geld, Schweiß und Tränen - aber wir sind weder vor eurem Kaiser in die Knie gegangen, noch vor eurem Hitler und schon garnicht vor den Blödmännern in der EU. Wir werden immer Herr im eigenen Haus und Bewahrer unserer Mentalität bleiben - und wenn wir dafür Gras fressen müssen!). So wird es auch Zeit, entgegen den rotgrünversifften Fremdenfreunden, gegen eine übertriebene Humanitätsduselei, gegen eine Die-Anderen-Zuerst-Politik endlich aufzustehen und - jeder für sich - den Weg des Widerstands zu gehen. Wir haben nicht 2000 Jahre als Volk überlebt, um uns dem Diktat europäischer Bürokraten und der geistigen Windstille einer dummen, alten Frau zu beugen.

Machen wir Deutschland wieder sicher. Machen wir Deutschland wieder zu unserem Heimatland. Räumen wir endlich auf mit dem Unsinn und dem Unrat in diesem Land. Erkämpfen wir uns jeden Tag ein Stück Heimat zurück - gegen alle Widerstände der Besser- und Gutmeschen. Jeder jeden Tag ein kleines Stück ! Und zwar ab heute und hier ! Machen wir Deutschland wieder groß - Es lohnt sich !

Sonntag, 4. März 2018

Hurra - ich groko jetzt !

Also da überschlagen sich ja die Fernsehsender. Die Genossen der schwindsüchtigen SPD versuchen jetzt allen Ernstes den eigenen politischen Selbstmord als Hofnarr an der Tafel der Ewigen-ich weiß nicht, was ich besser machen sollte - Kanzlerin. Nun ja - mit Fehlentscheidungen hat diese Partei Erfahrungen. Nachdem der Martin Schulz - diese Wahlkampflokomotive aus Würselen - die Wahl vergeigt hat und als einzig weise Entscheidung den Weg in die Opposition angekündigt hatte, sind jetzt die Genossen in Hoffnung auf lukrative Pöstchen mal wieder eingeknickt. Während der Hype um Schulz nach Aufstellung zum Kandidaten hätte jeder Hilfsschüler erkennen können, daß im Wahlvolk (das sind die, die schon länger hier leben) eine latente Sehnsucht nach einem anderen Modell als das der alternativlosen Raute besteht. Die Umfragen gingen hoch. Erst als sich Schulz öffentlich fast als Abziehbild Merkels outete, brach der Aufschwung der SPD in sich zusammen.
Nun merkelt sich die SPD-Führung mit 66% Zustimmung ihrer Genossen noch 3,5 Jahre durch eine faktisch blamierte Regierung und versorgt auch nocht den letzten Hinterbänkler mit einem pensionsdotierten Posten und verschwindet dann in der politischen Versenkung. Die aufrechten linken Genossen sind dann bei Frau Wagenknecht eingetreten, die Umweltfreunde wählen grün und die vergessenen Arbeiter (die, die schon länger hier arbeiten und merken, daß die SPD sich mehr um Probleme in Brüssel oder am Arsch der Welt kümmert, als zu Hause) finden ihre politische Heimat bei der AfD. Wie sollte die Schrumpf-SPD denn mit 20,5% schaffen, was sie seit Gerhard Schröder nicht geschafft hat?
Schnelles Internet ? Woher soll das kommen ? Da ist der SPD doch der Internetausbau in Mali oder Tansania eine dicke Spende des dicken Siggis aus dem auswärtigen Amt wichtiger. Eine lebenswürdige Grundrente ? Da ist doch wichtiger illegale Zuwanderer zu verhätscheln, wenn sie die Oma an der Tafel mal kurz einen Body-Check verpassen. Innere Sicherheit ? Um Gottes Willen ! Statt handfeste Polizeikräfte brauchen wir noch mehr Sozialarbeiter mit 28 Semestern, die dann den traumatisierten Gewalttätern vor dem bösen Polizisten beschützen. Und man feiert auch lieber mit Migrantengruppen, angesagten Künstlern und Leuten aus dem Show-Biz als in Waltrop oder Gelsenkirchen sich die Sorgen im Ortsverein anzuhören. Und diese SPD versucht nun in einer Regierung mit Frau Merkel ihr Profil zu schärfen und dem Bürger zu erläutern, daß man in den letzten Jahren genauso wenig auf die reihe gekriegt hat, aber nun bestimmt alles besser wird ?
Ich bin ernsthaft gespannt, welche Schießbudenfiguren man als Minister der SPD ins Rennen schicken will. Wer sich gegen Ministerpension noch eben schnell in Angela´s Gruselkabinett verheizen lassen will, mag jetzt vortreten Aber einen guten Roten erkennt man eben am Abgang.

Bei der CDU sieht es aber nicht anders aus. Frau Merkel hat im Vorfeld ja schon für ihren Machterhalt alles an Tafelsilber verschachert. Es hätte nicht viel gefehlt, und sie hätte noch die Gebeine von Konrad Adenauer ins Willy-Brandt-Haus liefern lassen. Inhaltlich ist die CDU kernlos. Nichts Konservatives oder Staatstragendes ist das übrig geblieben. Eine politische Masse ohne Bodenhaftung - bereit in jede Richtung zu schwenken, wenn es nur genug Applaus von irgendeiner Seite gibt und die Medien noch mitspielen. Das erinnert stark an Erich Honecker, der erst das Preußentum verdammte um dann Friedrich den Großen als Sohn der französischen Revolution zu vermarkten. So kann man sich an der Macht halten - nur eben nicht für immer.  Und glaubwürdiger wird man dadurch nicht.
Die Kabinettsliste der CDU liest sich wie ein Auszug der politischen Resterampe. Da hat die Mutti schon in die dritte Reihe greifen müssen, bis sie noch jemanden gefunden hat, der seine politische Überzeugung im Abnicken und Applaudieren erfüllt sieht. Ihre Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer erinnert mich - und da sind wir wieder bei Honecker - stark an Egon Krenz, der als ewiger Kronprinz loyal den Saftladen übernahm und erfolglos versuchte lächelnd die DDR zu reformieren. Aber eine Mumie braucht eben keinen Herzschrittmacher. Merkel mag sich noch eine Zeit an der Macht halten. Vielleicht sogar die ganzen 3 Jahre - aber sie wird einen politischen Scherbenhaufen hinterlassen. Denn wer wegen Merkel die CDU gewählt hat - der wird nicht zwingen ihre Nachfolgerin akzeptieren. Und wer wegen Merkel nicht CDU gewählt hat, wird es wegen einer anderen häßlichen Frau nicht tun. Spätestens nach den nächsten verlorenen Wahlen bei zeitgleichem Erstarken der AfD wird sich die Ära Merkel als beendet zeigen. Und ganz ehrlich ? Ich werde der alten Frau keine Träne nachweinen. Besser kann es nämlich jeder !

Montag, 26. Februar 2018

Im Felde unbesiegt !

Es war im Jahre 1906 als sich ein vorbestrafter Schustergeselle namens Wilhelm Voigt anschickte, in einer gebraucht gekauften Hauptmann-Uniform den gesamten Militärapparat des wilhelminischen Kaiserreichs ad absurdum zu führen und der Lächerlichkeit preiszugeben. Die Welt - und selbst Seine Majestät Wilhelm II - schmunzelten über die Tat des eigentlich armen Mannes, der sich den ungeheuren Respekt vor der Uniform der Armee für seine Tat zu Nutze gemacht hatte. Damals hatten wir aber auch noch eine Armee und eine Marine (Luftwaffe natürlich nicht - die Flugapparate im Jahre 1906 waren als Waffe nicht zu gebrauchen). Hätte der Mann heute auch Erfolg ? Ich glaube nicht - denn Respekt muß man sich verdienen.  Wenn ich mir unsere Streitkräfte im Moment ansehe, zweifele ich daran, ob wir überhaupt noch eine Form von Militär haben. Wenn von 6 U-Booten kein Einziges einsatzfähig ist und von 93 Kampfflugzeugen nur noch 16 fliegen können, so darf ich mir die Frage erlauben, welchen Krieg wir gerade eigentlich verloren haben ? Da war ja die Ausstattung mit brauchbaren Waffen am 10.05.45 besser !
Dann lasse ich meinen Blick zu den Soldaten schweifen und mich packt das kalte Grausen ! Beim Heer treibt sich alles herum, was beim Arbeitsamt keine Wartenummer ziehen konnte, bei der Luftwaffe kümmern sich picklige Brillenträger um Downloads für den Drohneneinsatz und bei der Marine (einstmals meine Waffengattung) versuchen sich übergewichtge Mädchen in der Nachfolge von Admiral Dönitz. Wenn Sanitätsoffiziere ihre Hauptaufgabe in der fachgerechten Anleitung zum fehlerbefreiten Tamponeinsatz sehen, Pioniere eine App für den Brückenbau auf dem Handy suchen und triefnasige Gymnasiasten die Bundeswehr als Ersatz für das Soziologiestudium missverstehen, wundert mich nichts mehr. So traurig habe ich noch keine Truppe erlebt.
Das es anders geht sieht man in den Nachbarländern. Man schaue sich mal das Defilee der französischen Streitkräfte an ! Da marschiert die Legion Etrangere mit Soldaten wie gemeißelt am 14.Juli über den Champs Elyssee. Und als Hinweis - da kommt nicht der charmante Frauenversteher aus tres chic Paris - das sind die Männer aus Castelnaudary, die noch richtige Soldaten sind. Bei unseren britischen Verbündeten ist die Marine einsatzfähig ohne Ausfälle und die Offiziere landen bei der Standortbestimmung mit Kompass und Karte nicht versehentlich im Kölner Dom oder fallen wegen Übergewicht aus der Takelage. Sollte unsere Marine wirklich noch einmal "gegen Engeland" fahren müssen, so kann man nur hoffen, das der Betriebsstoff bis Eastbourne reicht und uns die Schande erspart bleibt, auf die Hilfe der holländischen Seenotrettung zurückgreifen zu müssen.
Wenn in naher Zukunft die Bundeswehr die Speerspitze gegen die "russische Bedrohung" übernehmen soll, wird Präsident Putin vermutlich vor Lachen seinen Tee über den Schreibtisch prusten. Im Falle einer wirklichen Auseinandersetzung würde für den Kampf gegen unsere desolate Gurkentruppe die Verkehrspolizei von Sankt Petersburg völlig ausreichen.
Aber das ist nur begrenzt die Schuld der Soldaten. Eine kaputtgesparte Armee, die von der Führung in ausländischen Abenteuern das letzte Material verheizen muß, kann eben nicht anders aussehen. Streitkräfte, die um ihrer scheinbaren Attraktivität willen, die Standards für ihr Personal auf ein Niveau gesenkt haben, das in anderen Ländern nicht einmal für die Briefzustellung akzeptiert wird, stellt eben nichts anderes mehr dar. Und eine Truppe die von Offizieren geführt wird, die mehr "Beamte in Uniform" als Soldaten sind, verkommt eben zu einem traurigen Kasperle-Theater. Generälen, die auf ihre Pension schielen und um ihre nächste Beförderung fürchten, können den Soldaten eben nur sehr begrenzt die Begriffe von Mut, Tapferkeit und dienender Hingabe fürs Vaterland vermitteln. 
Einen Krieg zu gewinnen ist mit dieser Truppe jedenfalls nicht. Dagegen war die NVA der armen DDR kurz vor dem Mauerfall ein militärischer Riese. Disziplin und Soldatentum war in der NVA jedenfalls mehr vorhanden als in Uschi´s desolatem Schützenverein.
Abschließend möchte ich aber noch etwas Positives bemerken ! Für alle, die in Angst um unsere vermerkelte Demokratie schon unterm Bett liegen - mit einem Militärputsch ist zur Zeit nicht zu rechnen. Dafür reicht es bei diesem traurigen Laden weder Mental noch Ausrüstungstechnisch ! Nach 12 Jahren Merkel und von der Leyen kann man heute wahrlich mit Stolz sagen, das unsere Bundeswehr im Felde unbesiegt ist - dafür reichte diesmal die Politik !    

Montag, 29. Mai 2017

G 7 in Taormina oder Onkel Donald´s Gunfight

Endlich traf an sich wieder. Diesmal mußte das sizilianische Taormina (bekannt durch die schöne Bucht, die in jeder besseren Pizzeria an der Wand hängt) dran glauben. Unterstützt von Heerscharen dienstwilliger Domestiken und politischer Zuarbeiter traf sich die Führungselite Europas unter der Sonne Süditaliens. Und dann kam er - Donald J. Trump.

Obwohl erst kurze Zeit im Amt und auch kein Berufspolitiker zeigte er allerdings nicht die von manchen Stellen erwartete Neulings-Haltung, sondern marschierte nach vorne ohne auf die protokollarischen Befindlichkeiten der Anderen Rücksicht zu nehmen. Das stieß natürlich manchen sauer auf. Besonders der, sich selbst für alternativlos haltenden, Kanzlerin. Sah sie sich schon in der Position die Mutter Europas zu werden und darüber den Neuling aus Washington in die Zange zu nehmen, hatte sie sich - wie letztens beim Besuch in Moskau - ganz gehörig in der Beurteilung ihres Gegenübers verschätzt. Ein Mann wie Donald Trump lässt sich nicht von einer Clique weichmäuliger Angsthasen, Steuervermeider und Klientelpolitiker aus irgendwelchen Zwergstaaten in old Europe vorschreiben, was er zu tun und zu denken habe. Das wer bei seinem dunkelhäutigen Vorgänger anders, der ja mit Hinblick auf seine wirtschaftliche Weiterversorgung sich rechtzeitig als Märchenonkel, Quotenexot und Grüß-August empfehlen musste. Mögen auch die Staatsmänner Europas, wie der italienische Ministerpräsident oder der neue französische Präsident Macron für Menschen mit eurozentrischem Weltbild noch große Männer sein - für den Global-Player Trump sind sie nichts weiter als kleine Provinzfürsten und rangieren in seinem Weltbild zwischen dem König von Tonga und dem Staatsratsvorsitzenden von Birma. Die Zeiten sind vorbei, wo europäische Staaten mit den USA auf Augenhöhe verhandeln konnten. Und Donald Trump weiß das. Männer vom Format eines Macron sind bei Trump Abteilungsleiter und eine Frau wie Merkel dürfte bei ihm vermutlich den Kaffee holen und den Kopierer bedienen.

Europäische Mächte ? Schauen wir uns doch mal dieses Europa an ! Da ist der Franzmann. Der Typ, der erst den Käse frißt, wenn er nach totem Verwandten riecht und der die Schnecken aus dem Eigenheim lutscht. Entweder Frauenversteher mit Baskenmütze oder schwuler Frisör. Jeden Krieg vergeigt er - ob Vietnam, Algerien oder gegen die Deutschen. Tut aber immer so, als hätte er gewonnen - dabei stammen seine einzig brauchbaren Soldaten überwiegend aus Deutschland und tragen das Kepi blanc.
Da ist der Brite ! Blass und farblos produziert er TV-Krimis anstatt Maschinen, degeneriert sich wirtschaftlich so zur Filiale des transatlanischen Sprachbruders, leistet sich den Anachronismus einer degenerierten Herrscherfamilie mit Segelohren und lebt zwischen dem Tagtraum des verblühten Empire und der Realität des Brexits. Er fährt auf der falschen Seite Auto, trinkt ein Gebräu namens Tee und will mit den anderen Europäern eigentlich nichts mehr zu tun haben. Sein größter militärischer Erfolg der vergangenen Jahrzehnte war ein unsinniger Schießkrieg mit Argentinien um ein paar Felsen im Meer, die überwiegend von Schafen bewohnt sind.
Da ist der Deutsche ! Von Selbstzweifeln zerfressen hängt der Deutsche an einer alten Frau im Hosenanzug, die dem Volk erzählt, man dürfe keine Angst haben, aber mit 60 Leibwächtern in den Urlaub fährt. Eine Frau , die ohne Not arabischen und afrikanischen Stämmen die Zuwanderung in ihr Staatsgebiet erlaubt und sich wundert, das der Clash of Cultures nicht ausbleibt. Der Deutsche neigt zum Größenwahn, hat zweimal einen Weltkrieg verloren, sich danach neu etabliert und ruiniert sich jetzt, in dem er meint, wenn er die Völker nicht erobern konnte, muß er sie eben einladen und durchfüttern. Also quasi den Ruin des Staatswesens ohne vorangegangenen Weltkrieg.

Und diesen Völkern und ihren gewählten Führern soll ein Mann wie Donald Trump Respekt zollen oder auf deren Befindlichkeiten eingehen ? Was bei uns Berufspolitiker ist, würde bei ihm nicht einmal bis zum Frühstück seinen Job behalten.

Klar, das jetzt die euroäischen Kleinkönige revoltieren. Sollen sie doch ! Was meinen diese Pfeifen denn, sie noch auf die Beine stellen können ? Wirtschaftlich schmirgeln uns die USA an die Wand (man beachte nur den 100 Mrd U$-Deal den Trump mit den Saudis abgeschlossen hat, weil in Berlin der dicke Siggi immer Angst hat unsere Panzer könnten auch schießen). Politisch hat sich das Zentrum der Welt längst nach Asien verlagert. Militärisch in Europa ein Schrotthaufen. Und Honig aus dem Spannungsverhältnis zwischen Moskau und Wahington saugen kann man nicht mehr - Trump und Putin sind sich politisch wie menschlich sehr nahe.

Was in Taormina gezeigt wurde, war nicht anderes als ein schonungsloses Bild eines desaströs geführten Europas, welches längst nicht mehr in der ersten Liga spielt. Nicht einmal die wachsweichen Gemeinschaftserklärungen zum Klimawandel hat Donald ihnen gelassen. Er hat sie stehen lassen, wie abgehängte Versager - und damit lag er so falsch nicht. Die Amerikaner haben - nicht erst seit 1776 - gelernt, das man Dinge selbst anpacken muß. Mit dem american way of life haben sie sich bis an die Weltspitze gebracht. Anzunehmen, das ein Immobilienmakler aus New York City mit Glasee-Handschuhen einen Bückling macht, demaskiert schonungslos jeden Irrtum über die wahren Machtverhältnisse. Und wenn Frau Merkel meint, nun die Bündnistreue der USA in Frage zu stellen, sollte sie sich fragen, wie ein Krieg aussehen würde, in dem die USA die Hilfe Deutschlands nötig hätten. Ich kann mir jedenfalls keinen vorstellen.

Montag, 15. Mai 2017

Martin Schulz - vom Lokführer zum Bremser ?

Da hatte man sich schon so in sozialdemokratischen Kreisen auf den Erlöser aus Brüssel gefreut, von dem doch die Mär unters Volk gestreut wurde, er könne tote Parteien zum Leben erwecken. Mit der Begeisterung der Genossen auf den Schild gehoben, erstrahlte die Lichtgestalt des Würselers in alle Ortsvereine und wärmte die Glieder der Verkalkten und Verunsicherten. Martin war da ! Herabgestiegen aus den Höhen der EU-Verwaltung und gekommen um die SPD zu neuen Kanzlerträumen zu bewegen. Und was kam heraus ? Die nächsten drei Landtagswahlen im Saarland, Schäbich-Holstein und Nordrhein-Westfalen gingen so krachend in die Hose, daß es schon an ein Wunder grenzt, das der Parteivorstand den scheinbaren Garanten der linken Mehrheiten nicht direkt im unfreien Postpaket an den Steuervermeider Juncker nach Belgien zurückschickt. Aber dort scheint man auch ganz froh zu sein, den Kerl billig ins Heimatland remigriert zu haben.

Wer ist denn eigentlich Martin Schulz ? Das ist der bärtige Glatzkopf der EU, der außer durch Postenschieben, Vetternwirtschaft und markige Reden bisher nicht aufgefallen ist. OK- das ist im Verhältnis zum sonstigen Personalpool der SPD immerhin schon etwas, aber macht aus einer abschobenen Kommunalniete noch keinen Messias der Sozen. Auch die 100% auf dem Parteitag können nicht darüber hinwegtäuschen, das mit Martin Schulz vielleicht eine Persönlichkeit, aber noch kein Programm auf dem Deckel steht. Zum Vergleich der Messias Jesus Christus scharte 91,7% seiner Anhänger hinter sich (einer war ja ein Verräter!). Mögen auch die älteren Genossen der Ortsvereine einen Kraftschub bekommen, als hätte man ihnen Öl an den politischen Rollator getan, wenn Martin Schulz prophetengleich die Worte Dackdecker, Gerechtigkeit und Bildung in die Masse der Genossen fetzt - eine programmatische Wende ist bei ihm nicht auf der Agenda. Da kupfert er mit Gewissenhaftigkeit bei Angela Merkel ab, die seit 2007 der einzige Programmpunkt der CDU ist und verkennt allerdings das Problem, das sich der deutsche Michel an die Ideenlosigkeit der ostzonalen Rautentante schon gewöhnt hat, wie ein Sozialmieter an den Schimmel in der Wand. Unangenehm, aber nicht zu ändern. Nur anzunehmen man könne den Wähler zum Kurswechsel bewegen, in dem man die planlose Raute durch einen Struwwelbart ersetzt, der auch keinen Plan hat, das ist selbst dem, nicht gerade zur Sprunghaftigkeit neigenden, deutschen Wähler nicht zu verkaufen.

Die Probleme der SPD in den Ländern - allen voran das Stammland NRW - sind so eklatant, daß selbst der grenzdebile Stammwähler sich langsam fragt, warum er den verfilzten Genossenverein überhaupt ankreuzen soll. Die Entschuldigungen einer Frau Kraft, die Probleme alle bei ihrem CDU-Vorgänger abzuladen, wirkte in Anbetracht der Tatsache, das in den letzten 50 Jahren die SPD 45 Jahre an der Regierung war, wie eine Realsatire. Das die Dame nichts gebacken bekommen hat, konnte jeder sehen, der von Politik etwas mehr Ahnung hat, als ein Einzeller. Da liegt die Infrastruktur marode, da zerfallen Schulen und die Wirtschaft dümpelt zwischen grüngewolltem Kohleausstieg und steuergegängelter Industrie. Da hätte das blonde Pausbäckchen aus Mülheim wenigstens eine halbwegs gescheite Ministerriege gebraucht, um ihren rotgrünen Kaffeezirkel bei Tante Hannelore wenigsten als in Ansätzen brauchbare Regierung zu präsentieren. Stattdessen stützte sich Blondie-Hanni auf so Experten wie den Innenminister Jäger, dessen Polizei nicht einmal in der Lage war, das Fahrrad seiner Frau vor dem Zugriff diebischer Finger zu schützen. Und solchen Leuten traute Frau Kraft zu, die innere Sicherheit an Rhein und Ruhr zu gewährleisten.

Wie man am Beispiel NRW sieht, hat der Schulz-Zug tatsächlich Fahrt aufgenommen. Egal wo der "MARTIN" auch hinrollt, den Leuten wird schlagartig bewußt, was Sozialdemokratie für sie bedeutet. Inkompetenz gepaart mit schlechtsitzenden Anzügen, Brillen mit Kassengestell und parteifilzende Selbstbedienung, veralterte Hinterzimmer-Ortsvereine und mehrheitsschaffende Grünlastigkeit. Braucht das jemand oder kann das weg ? Letzteres wohl eher ! Auf jeden Fall hat Martin Schulz etwas von einem einlaufenden Schnellzug. Wenn ich als Kind mit meinem Großvater auf dem Bahnhof stand und unser Zug lief ein, riefen die Bahnbeamten immer "Zurücktreten" - und das machen die Genossen ja gerade in hellen Scharen. Das blonde Politfräulein-Wunder von der Ruhr allen voran. Und das ist auch gut so !

Wir brauchen in diesem Lande eine bürgerlich-konservative Erneuerung. Einen patriotischen Aufbruch. Anzunehmen, dies könne durch einen Mann geschehen wie Martin Schulz, ist so abwegig wie ein Lutheraner als Papst. Eines jedoch kann der Schulz-Zug erreichen ! Die zügige und rückstandsfreie Entsorgung der SPD. Man sieht, der Schulzzug hat doch etwas Gutes. Man darf nur nicht so blöd sein, auf ihn aufspringen zu wollen. Aber wer fährt schon auf Schlacke-Wagen zur Deponie ?

Sonntag, 7. Mai 2017

Macron, nous voila. Zum Wahlsieg Macrons in Frankreich

Gerade kam des durch die Medien - Emanuel Macron wird neuer französischer Präsident. Die Höflichkeit würde es gebieten, ihm zu gratulieren - ich tu es nicht. Denn sein Sieg ist kein Sieg für die Demokratie und erst recht kein Sieg für Frankreich.

Da tritt dieser parteilose Investmentbanker mit seiner verwitterterden Gattin auf die politische Bühne - ohne parteiliche Basis aber mit dem Geld der Banken im Rücken - und verspricht den Franzosen mehr Europa. Einen gemeinsamen Haushalt der europäischen Länder, eine gemeinsame Armee, eine gemeinsame Politik. In Anbetracht der jetzigen politischen Verhältnisse in Europa , kann das nur eine Unterordnung unter ein dominierendes Deutschland bedeuten. Und das ausgerechnet in einer Nation wie der Französischen ! Das er heute gewählt wurde, lässt sich nur auf den breiten Konsens linker und zentraler politischer Kräfte zurückführen, die um jeden Preis eine Madame le Président verhindern wollten. Das der Preis dafür eine Zerstörung Frankreichs bedeutet, schien diesen Menschen egal zu sein.

Frankreich ist eine stolze Nation. Sie haben den 100jährigen Krieg gewonnen, ihre Kultur in Europa verbreitet, in zwei Weltkriegen zu den Siegermächten gehört und durch ihre Revolution 1789 gezeigt, daß man auch ohne König glücklich sein kann. Französische Lebensart, Käse, Wein, gute Küche - das alles wirkt auf uns Deutsche sehr begehrenswert. Und die Franzosen wissen das.

Nun kommt Macron. Ein Präsident, der den größten Teil seiner politischen Kompetenzen am liebsten nach Brüssel verlagern möchte. Ein Mann. der sich quasi selber zur Halbtagskraft macht. Ich kann ja verstehen, daß wenn die Lebenspartnerin schon im Greisenalter ist, man mehr Zeit für die Pflege der Dame aufwenden muß, aber sich in ein Amt wählen zu lassen um es dann zu demontieren - das grenzt nicht nur bei grobem Hinsehen an Hochverrat am Souverän - dem Wähler.
 Wenn Macron nun konsequent seine Pläne umsetzt, degradiert er sich selber zum Grüß-August.Aber das kann er noch toppen . Hier mal ein paar Vorschläge :

- Er verlegt den Regierungssitz vom lauten Paris (nicht gut für seine Frau) ins beschauliche Vichy
- Die EU bekommt eine Verwaltungszentrale in Paris am besten das Hotel Majestic in der Avenue Kleber.
- die Aufgabeverhandlungen der französischen Souveränität vor den EU-Kommissaren kann man praktischerweise in einen Eisenbahnwaggon in Compiegne verlegen.
- die Schlagworte der Revolution "Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit" weden ersetzt durch Arbeit-Familie-Vaterland.

Dann braucht er nur noch Kindergärten einweihen, ab und zu nach Berlin kommen um Hände zu schütteln und sich seine neuen Direktiven abzuholen und hat ansonsten ein Leben wie Petain in Frankreich ! Aber keine Sorge - den alten Herrn in Vichy ist man auch schnell wieder losgeworden, als ein de Gaulle sich anschickte, die Ehre Frankreichs nicht kampflos den Feinden auszuliefern.
35 % der Franzosen haben sich für Le Pen entschieden. Das ist deutlich mehr Widerstand als die Franzosen 1940 gegen die deutsche Besatzung aufbrachten. Und Herr Macrons Zukunft ? Na ja - er ist weder Marshall von Frankreich noch ein Kriegsheld wie Philippe Petain es gewesen ist und er ist auch noch nicht über 80. Da kann man dann nach der baldigen Restauration ihm einen wahrlich königlichen Abgang auf dem Place de Greve prognostizieren. Vive la France !

Mittwoch, 3. Mai 2017

Le Esprit de Corps - oder vom Geist der Truppe

Seit frühester Jugend habe ich eine gute Verbindung zum Militär. Mein Großvater war bis zu seiner schweren Verwundung im Februar 1945 Berufssoldat (zuletzt Major der Luftwaffe), ein Großonkel im Krieg Kommandeur einer Panzeraufklärungseinheit, ein anderer Großonkel war Batteriechef bei der Sturmartillerie, mein Vater war lange bei den Gebirgsjägern. Ich habe ein Kochgeschirr gekannt bevor ich ein Tretauto bekam und mit 6 Jahren kannte ich die Dienstgradabzeichen von Soldaten besser als das Alphabet. Aus dieser Erziehung - die gewiß Schwächen aufweist - ist jedoch einiges hängengeblieben. Kameradschaft, Korpsgeist, Teamfähigkeit, Stolz und Härte gegen sich und andere.
Die soldatischen Tugenden wie Ordnungssinn, Organisationsfähigkeit, Disziplin, Treue und Sauberkeit. Nichts davon hat mir geschadet.

Nun sehe ich mir heute die Bundeswehr an. Eine Truppe, in der Migranten genauso vertreten sind wie weibliches Personal. Übergewichtige Dönerexperten versuchen schnaufend die Sturmbahn zu schaffen und brechen nach der Hälfte zusammen. Mopsige Mädchen in blauer Matrosenuniform versuchen krampfhaft einen Mastbaum aufzuentern und werden nur vom Haltegeschirr abgehalten wie ein Königsberger Klops aufs Deck zu fallen. Picklige IT-Junkies werden mit Feldwebel-Dienstgraden ohne Vorliegen auch nur rudimentärer militärischer Kenntnisse angeworben. Und dabei wissen dieses Chipstüten-Verzehrer und Ballerspiel-Koryphäen noch nicht einmal, daß der Begriff Zapfenstreich nichts mit Onanie zu tun hat.

Der Gipfel der inneren Zersetzung allerdings stellt die Ministerin dieses traurigen Haufens dar. War man ja schon seit geraumer Zeit daran gewöhnt, das immer der Verteidigungsminister wird, der die geringsten militärischen Kenntnisse zeigt, haben wir in Frau von der Leyen nun einen obersten Dienstherren (oder neudeutsch Dienstherrin), die vermutlich nicht den Unterschied zwischen einem Panzerabwehrgeschütz und einer Kaffeemaschine in ihrer Funktionsweise erklären kann. Nun ja - politisch mag das gewollt sein. Seit Ernennung dieser Dame rangiert die Wehrfähigkeit der Truppe ja auch irgendwo zwischen Staaten wie Nigeria und Kolumbien. Angst vor dem pickelhaubentragenden Deutschen braucht in Europa niemand mehr zu haben. Schon gar nicht der Angstgegner Rußland. Militärisch würde die Bundeswehr von der Verkehrspolizei von Sankt Petersburg locker eingemacht.
Das Einzige, was in der Bundeswehr zwischen verrottendem Material und ungeeignetem Nachwuchs noch halbwegs an richtigies Militär erinnerte war der Geist der Truppe.

Nun hat Frau von der Leyen genau diesen aufs Korn genommen. Eine Armee ist nun einmal kein Strickverein aus der niedersächsischen Provinz. Ein Hauptmann kein Sozialarbeiter und ein Hauptfeldwebel kein Kindergärtner. Es sind Männer, die angetreten sind unter widrigen Umständen ihr Vaterland zu verteidigen. Schlecht bezahlt und miserabel ausgestattet. Mit üblen Arbeitszeiten und der Gefahr ständiger Versetzung. Die Treue , die von einem Soldaten gegenüber seinem Land erwartet wird, kann er zu Recht auch von seinen Vorgesetzten erwarten. Treue um Treue ! Kameradschaft heißt eben, daß man den Kameraden recht und links von sich zur Not mit seinem Leben verteidigt. Aber das ist unter Frau von der Leyen eben anders. Da heisst es erst das eigene (politische) Überleben sichern und die Kameraden und Untergebenen in das feindliche Feuer schicken.  Nun erwartet Frau von der Leyen auch noch eine Änderung des Umgangs mit den Soldaten, eine Liberalisierung der Ansichten, eine Zivilisierung des Auftretens. Und damit die Aufgabe der letzten Bastion militärischem Denkens in der Bundeswehr. Hätte Frau von der Leyen auch nur einen Funken menschlichen Anstand gezeigt oder einen Rest von militärischem Charakter so wäre sie zurückgetreten und hätte, um die ihr untergebenen Soldaten zu schützen, so die Verantwortung übernommen.

Soldaten sind Kämpfer - keine Chorknaben. Wem es in der Truppe zu hart ist, möge halt zur Post gehen, hieß es früher. Auch da gibt es Uniformen und der Staat garantiert eine Pension. Nun ist die Post und die Bahn privatisiert und somit gibt es auch dort kein Ministeramt mehr, in dem man seine kruden Ideen von einem Ponyhof umsetzen kann. Und wenn man Politiker wie Frau von der Leyen weiterhin an der Truppe herumexperientieren lässt, so wird man die Bundeswehr auch bald durch einen Wachdienst ersetzen können. Dann bewahrheitet sich der alte Witz : Wozu ist die Bundeswehr da? Die Bundeswehr hat die Aufgabe den Feind an der Grenze mit Volkstänzen zu unterhalten bis aus Frankreich richtiges Militär kommt.