Ich gestehe, ich bin ein Patriot. Ich habe schon für dieses Land und seine Geschichte Position bezogen als meine Lehrer im Gymnasium noch mit selbstgestrickten Pullis und Jutetaschen herumliefen und "Stoppt Strauß"-Aufkleber neben "Atomkraft -Nein,danke" auf ihre rostanfälligen Enten gepappt haben. Mehr als einmal habe ich mich mit Sozialkunde- und Geschichtslehrern auf kontroverse Diskussionen eingelassen und ich kann heute - nicht ohne gewissen Stolz - sagen, ich habe ihnen nichts geschenkt. Es ist eben ein Drang und ein Gefühl in mir, mich eben niemals vom "allgemein gültigen" oder "modernen" Zeitgeist vereinnahmen zu lassen.
Fassungslos stehe ich heute hier und sehe mir Deutschland an. Da stehen gefühlsbesoffene Begrüssungsklatscher an Bahnsteigen und heißen die Völker willkommen, die uns künftig Kosten verursachen werden, über deren Höhe man nur Spekulationen abgeben kann. Da positionieren sich Asyl-Lobbyisten in den Medien als moralische Keulenschwinger gegen jeden, der es auch nur wagt kritische Fragen zu stellen. Und zu allem Überfluß trötet eine alternde Kanzlerin beifallsuchend Einladungen für "Flüchtlinge"in alle Welt. Ist das noch mein Deutschland? Darauf ein klares NEIN!
Ich bin ein verfassungstreuer Bürger. Nachdem man erfolgreich versucht hat, unsere letzten nationalen Symbole wie die "Deutsche Mark" zu nehmen, da zieht man sich geistig eben auf die Position des Verfassungspatrioten zurück. Nun aber schicken sich Politiker aller Couleur an, eben diese Verfassung etwas zu "biegen". Man spricht von einem neuen Deutschland (Hatten wir das nicht früher gedruckt am Kiosk liegen?). Der Kanzlerin ist es egal, ob sie für die Flüchtlingsströme verantwortlich ist, wenn die Leute erstmal da sind. Einige Politiker reden von Zwangsvermietung und Enteignung von Bürgern zu Gunsten unkontrollierter Migrantenströme. Mein Deutschland ? NEIN!
Mit einer Verfassung ist es wie mit einer Jungfrau! Ein wenig schwanger ist da nicht! Ein Staat, der die Kontrolle über sein Territorium verloren hat und nicht Willens und fähig ist, diese Kontrolle zu gewährleisten oder wiederherzustellen, hat jeden Anspruch auf Glaubwürdigkeit, Respekt und Staatsgewalt verloren. Eine Regierung, die nicht die Macht zum Handeln besitzt und die nicht Willens ist, Schaden von der Bevölkerung abzuwenden, generiert zum politischen Kasperltheater. Und eine Kanzlerin, der die Folgen ihres Handels egal sind, die ohne Legitimation den Umbau der Gesellschaft vollzieht und nur noch durch taktisches Herumeiern überlebt, sollte entweder Zurücktreten oder im stillen Kämmerlein mal die Verfassung lesen, auf die sie vereidigt wurde.
Das, was in diesem Moment in Deutschland geschieht, wird zu massiven Umbrüchen in der Gesellschaft führen. Ich sehe schon die Grünen über eine vollzogene Multi-Kulti-Republik klatschen. Ich sehe schon die Roten und die Ganzroten über eine Umverteilung diskutieren. Und ich sehe eine christliche Partei, die das alles noch mit kirchlichem Segen als Barmherzigkeit an den Bürger zu vermitteln sucht. Sind erst einmal alle staatlichen Autoritäten zu bloßen Gabenbringern und Überwachern mutiert, alle sozialen Gefüge aus der Schiene geraten und jede Form von nationalen Werten ruiniert, sind wir am Beginn einer neuen Republik.Aber ich sehe auch hinter den Horizont !
Ich komme sehr viel mit Menschen zusammen. Je mehr unser Staat aufhört zu existieren, desto mehr Menschen besinnen sich auf ihre nationale Identität. Je mehr die staatliche Macht an Autorität verliert, umso größer wird die Verantwortung des Einzelnen. Je gemischter die Gesellschaft wird, umso dichter fassen sich die Gruppen der einzelnen Bevölkerungteile. Man sieht es an VW. Wäre dieser Skandal vor 5 Jahren passiert, so wäre es den Menschen auf der Straße relativ egal gewesen. Nun empfinden Viele, den Shitstorm gegen einen deutschen Konzern als Angriff auf ihre Nation. Je mehr als "Flüchtlinge" verbrämte Migranten in dieses Land kommen, umso mehr Menschen outen sich plötzlich als Patrioten. Und je mehr unsere etablierten Parteien geschlossen, wie die Schafe der "Großen Kanzlerin" das Wort blöken, desto lauter werden Parteien gehört, die eben noch eine nationale, gesetzestreue und patriotische Positionen beziehen. Diese Parteien werden nicht nur gehört, sie haben auch Erfolge zu verzeichnen. Die Umfragewerte zeigen es, Österreich hat es gestern vorgemacht. In Ungarn kann man es täglich erleben. Mit einer nie geahnten Wucht, wird das Pendel der Geschichte die Anstrengungen der Merkelschen Gesellschaftspolitik in genau die andere Richtung zurückschlagen. Wie der Stein des Sisyphus trotz aller Anstrengungen immer wieder den Berg hinabrollte, so wird eine durch äußeren Druck immer patriotischer werdende Gesellschaft über die Multi-Kulti-Öko-Pastoren-Maistream-Gesellschaft hinwegwalzen und die politischen Irrungen der letzten Jahrzehnte zerquetschen. Ob Euro, EU oder Regenbogen-Gesellschaft - die Zeit dieser Chimären ist abgelaufen. Der Wind hat sich gedreht und weht mit zunehmender Stärke den letzten Protagonisten paneuropäischer Gutmenschträumereien Gesicht.
Ich habe sehr viel Zeit meines Lebens mit Geschichte verbracht und etwas steht für mich heute fest. So wie der Kommunismus gescheitert ist, Napoleon sein Waterloo erlebte und das römische Reich zerbröselt ist, so werden auch die heutigen Polit-Darsteller mit ihren Traumtänzereien einer "besseren Welt" von der Realität der Geschichte gefressen werden. Was wir heute erleben, sind die letzten Gefechte einer politischen Kaste, die längst begriffen hat, das ihre Vabanque-Spielchen nur noch auf Zeit funktionieren. Das Pendel der Geschichte hat den Zenit gerade überschritten und schlägt zurück.
Und wir bekommen unser Vaterland zurück.
Sonntag, 27. September 2015
Sonntag, 13. September 2015
Grenzkontrollen - Mutti Merkel´s Bankrotterklärung !
Gerade hat sich unser Innenminister, Herr Thomas de Maiziere (CDU) vor die Kamera gestellt und verkündet, daß die Bundesrepublik Deutschland mit sofortiger Wirkung wieder zu Grenzkontrollen übergeht. Fragen wurden nicht zugelassen, das Statement wirkte hölzern und von aufkommender Freude eines politischen Befreiungsschlages war nichts, aber auch garnichts zu merken.
Trotzdem ist das, wessen wir dort Zeuge werden konnten, etwas was in der Geschichte Deutschlands nicht sehr oft vorkommt. Hatte unser aller Kanzlerin der Herzen Angela Merkel noch wenige Tage vorher eine Quantifizierung von "Flüchtlingen" abgelehnt und damit einen wahren Run auf die betroffenheitsbesoffenen Begrüssungsklatscher an Bahnhöfen und Grenzübergängen hervorgerufen, so war es heute ihr eigener Innenminister, der ihre eigene Politik heute außer Kraft setzte. Nachdem in öffentlichen Medien noch der letzte "Hurra"-Ruf auf ankommende Schwarzafrikaner und Vorder-Orientalen verhallte, nachdem jeder B-Promi am liebsten seinen Alibi-Syrer neben den Vorgartenzwerg gestellt hätte und nachdem jeder Kritiker mit dem Makel altgermanischem Völkerdenken behaftet wurde, da merkte wohl auch unsere allzeit beliebte, unfehlbare Kanzlerin, das die Stimmung in weiten Teilen der Bevölkerung eher zum Bürgerkrieg und offenem Protest neigt, als zur Neuauflage eines blumengeschwängerten Spätsommermärchens. Da mussten erst reihenweise Gebäude brennen, Menschen auf den Straßen campieren und wütende Bürger der Bundeskanzlerin öffentlich Schmährufe verpassen, bis sich die hosenanzugbewehrte Dame dazu durchrang, ihre weltpolitische Harmoniesüchtigkeit den Erwartungen ihres Wahlvolkes anzupassen.
Die Grenzen sind nun dicht. Rein darf nur noch, wer die erforderlichen Papiere beibringt oder die notwendigen Anforderungen erfüllt. Das ist eigentlich schon immer so gewesen, aber offenbar glaubte unsere Kanzlerin, das Gesetze in diesem Lande für sie nicht so gelten. Da steht sie in guter Tradition ihres Lehrmeisters Helmut Kohl, der auch der Meinung war, eine Aussageverpflichtung vor einem deutschen Gericht würde durch das Ehrenwort des Kanzlers außer Kraft gesetzt. Das ist allerdings in der Verfassung unseres Landes so nicht vorgesehen.
In den letzten Wochen wurden die Europa-Parlamentarier nicht müde den untauglichen Weg zu gehen, uns ihre offenen Grenzen schönreden zu wollen. Es gipfelte in der Behauptung mancher Politiker, daß nur offene Grenzen in Europa den Frieden sichern würden. Nun bin ich mal gespannt, ob an der Grenze zu Österreich morgen die Panzer der Alpenrepublik in Lauerstellung gehen oder ob vielleicht Polen nun Fallschirmjäger nach Brandenburg schickt. Ich bin mir sicher, daß wir da unbesorgt sein dürfen. Nicht zuletzt auf Druck unserer geschätzten Nachbarn hat die Regierung ja die Grenzschließung angeordnet. Das es für den deutschen Bürger einmal höchst hilfreich und für sein Vaterland sehr vorteilhaft sein könnte, ein starkes Polen im Rücken und ein mächtiges Ungarn in Zentraleuropa zu haben, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Wir können als Deutsche aber, besonders in dieser Situation, einem Manne wie Victor Orban danken und höchsten Respekt zollen, daß er durch seine Politik die gefühlsduselnden Menschheitsbeglücker im Bundestag zum richtigen Handeln gezwungen hat.
Aber was ist den nun mit Mutti Merkel? Warum hat sie sich nicht selber vor die Kamera gestellt? Zum einen, um den letzten Eventualkandidaten für ihr Amt vorzuführen und zum anderen, weil ihr nach den Aussagen der letzten Woche ein öffentliches Zurückrudern noch mehr öffentliches Ansehen gekostet hätte. Es reicht schon, wenn sich die Kanzlerette von ihrem Innenminister vor aller Augen die Politik um die Ohren hauen lassen muß. Das die Dame mit ihrem Amt überfordert ist, das sie die Gegebenheiten der Flüchtlings-Invasion völlig falsch eingeschätzt hatte und mit ihren unüberlegten Einladungen an die Welt, sich in Deutschland durchfüttern zu lassen, ihre eigene Bevölkerung gegen sich aufgebracht hat, hat sie nun - aber eben zu spät - selbst eingesehen. Aber die Größe, dieses selber öffentlich zu verkünden, besitzt sie nun einmal nicht. Den Schaden, den sie politisch angerichtet hat, kann man mit Mut und Einsatz noch in Grenzen halten. Den Schaden, der ihr Amt genommen hat, leider - oder Gott sei Dank - nicht. Sie hat sich selber an die Wand gefahren und es ist für mich nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen, bis ihr Rücktritt zwingend in Haus steht. Sie hat alle ihre Gegner eliminiert. Ob Roland Koch, Friedrich März, Christian Wulff - entweder wurden sie weggelobt oder rausgemobbt. Darin war sie Spitze. Sie konnte nur über eine Person noch stolpern : Über sich selbst ! Und das hat sie heute mit Schmackes getan. Obwohl Herr de Maiziere recht leise gesprochen hat - lauter wurde eine politische Bankrotterklärung nie verkündet.
Trotzdem ist das, wessen wir dort Zeuge werden konnten, etwas was in der Geschichte Deutschlands nicht sehr oft vorkommt. Hatte unser aller Kanzlerin der Herzen Angela Merkel noch wenige Tage vorher eine Quantifizierung von "Flüchtlingen" abgelehnt und damit einen wahren Run auf die betroffenheitsbesoffenen Begrüssungsklatscher an Bahnhöfen und Grenzübergängen hervorgerufen, so war es heute ihr eigener Innenminister, der ihre eigene Politik heute außer Kraft setzte. Nachdem in öffentlichen Medien noch der letzte "Hurra"-Ruf auf ankommende Schwarzafrikaner und Vorder-Orientalen verhallte, nachdem jeder B-Promi am liebsten seinen Alibi-Syrer neben den Vorgartenzwerg gestellt hätte und nachdem jeder Kritiker mit dem Makel altgermanischem Völkerdenken behaftet wurde, da merkte wohl auch unsere allzeit beliebte, unfehlbare Kanzlerin, das die Stimmung in weiten Teilen der Bevölkerung eher zum Bürgerkrieg und offenem Protest neigt, als zur Neuauflage eines blumengeschwängerten Spätsommermärchens. Da mussten erst reihenweise Gebäude brennen, Menschen auf den Straßen campieren und wütende Bürger der Bundeskanzlerin öffentlich Schmährufe verpassen, bis sich die hosenanzugbewehrte Dame dazu durchrang, ihre weltpolitische Harmoniesüchtigkeit den Erwartungen ihres Wahlvolkes anzupassen.
Die Grenzen sind nun dicht. Rein darf nur noch, wer die erforderlichen Papiere beibringt oder die notwendigen Anforderungen erfüllt. Das ist eigentlich schon immer so gewesen, aber offenbar glaubte unsere Kanzlerin, das Gesetze in diesem Lande für sie nicht so gelten. Da steht sie in guter Tradition ihres Lehrmeisters Helmut Kohl, der auch der Meinung war, eine Aussageverpflichtung vor einem deutschen Gericht würde durch das Ehrenwort des Kanzlers außer Kraft gesetzt. Das ist allerdings in der Verfassung unseres Landes so nicht vorgesehen.
In den letzten Wochen wurden die Europa-Parlamentarier nicht müde den untauglichen Weg zu gehen, uns ihre offenen Grenzen schönreden zu wollen. Es gipfelte in der Behauptung mancher Politiker, daß nur offene Grenzen in Europa den Frieden sichern würden. Nun bin ich mal gespannt, ob an der Grenze zu Österreich morgen die Panzer der Alpenrepublik in Lauerstellung gehen oder ob vielleicht Polen nun Fallschirmjäger nach Brandenburg schickt. Ich bin mir sicher, daß wir da unbesorgt sein dürfen. Nicht zuletzt auf Druck unserer geschätzten Nachbarn hat die Regierung ja die Grenzschließung angeordnet. Das es für den deutschen Bürger einmal höchst hilfreich und für sein Vaterland sehr vorteilhaft sein könnte, ein starkes Polen im Rücken und ein mächtiges Ungarn in Zentraleuropa zu haben, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Wir können als Deutsche aber, besonders in dieser Situation, einem Manne wie Victor Orban danken und höchsten Respekt zollen, daß er durch seine Politik die gefühlsduselnden Menschheitsbeglücker im Bundestag zum richtigen Handeln gezwungen hat.
Aber was ist den nun mit Mutti Merkel? Warum hat sie sich nicht selber vor die Kamera gestellt? Zum einen, um den letzten Eventualkandidaten für ihr Amt vorzuführen und zum anderen, weil ihr nach den Aussagen der letzten Woche ein öffentliches Zurückrudern noch mehr öffentliches Ansehen gekostet hätte. Es reicht schon, wenn sich die Kanzlerette von ihrem Innenminister vor aller Augen die Politik um die Ohren hauen lassen muß. Das die Dame mit ihrem Amt überfordert ist, das sie die Gegebenheiten der Flüchtlings-Invasion völlig falsch eingeschätzt hatte und mit ihren unüberlegten Einladungen an die Welt, sich in Deutschland durchfüttern zu lassen, ihre eigene Bevölkerung gegen sich aufgebracht hat, hat sie nun - aber eben zu spät - selbst eingesehen. Aber die Größe, dieses selber öffentlich zu verkünden, besitzt sie nun einmal nicht. Den Schaden, den sie politisch angerichtet hat, kann man mit Mut und Einsatz noch in Grenzen halten. Den Schaden, der ihr Amt genommen hat, leider - oder Gott sei Dank - nicht. Sie hat sich selber an die Wand gefahren und es ist für mich nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen, bis ihr Rücktritt zwingend in Haus steht. Sie hat alle ihre Gegner eliminiert. Ob Roland Koch, Friedrich März, Christian Wulff - entweder wurden sie weggelobt oder rausgemobbt. Darin war sie Spitze. Sie konnte nur über eine Person noch stolpern : Über sich selbst ! Und das hat sie heute mit Schmackes getan. Obwohl Herr de Maiziere recht leise gesprochen hat - lauter wurde eine politische Bankrotterklärung nie verkündet.
Montag, 24. August 2015
Wortgewaltig - oder wie Sprache demaskiert
Ich lese auch gerne Zeitung. Und - das gebe ich immer wieder zu : Ich sehe fern. Besonders die Nachrichten. Aber auch Sender wie Phoenix, Arte, 3Sat und ganz besonders ZDFinfo. Geschichtliche Themen liegen mir am Herzen und da tut es mir gut, bei Kaffee und Zigarre mal einen Ausflug in die Geschichte zu machen. Da ist mir in letzter Zeit etwas aufgefallen. Deshalb möchte ich meine geneigten Leser einmal fragen, ob nur mir das in den Focus der Betrachtung geraten ist oder ob da draußen noch jemand die gleichen Worte aufgefangen hat.
Am Anfang war das Wort. Aus Worte werden Taten, aus Taten werden Methoden, aus Methoden werden Ideologien und Ideologien bestimmen global das Wohl und Wehe ganzer Generationen. Ich höre bei Politikern, Meinungsmacher und bedeutenden Köpfen der Gesellschaft immer besonders gut hin. Und deshalb habe ich mir quasi so einen kleinen Zitatenschatz der letzten Zeit angelegt. Ich möchte meine Leser bitten, sich die Zitate einzeln und ganz in Ruhe nacheinander durchzulesen und auf sich wirken zu lassen.
Der Böse ist immer der Andere
"....das ist Pack. Diese Leute haben mit Deutschland nichts zu tun"
"Sie gehen mit auf den Sack. ....Ich werde sie da ganz genau beobachten"
"....dann muß man die einfach mal wegsperren."
"...sie sind ja ein schäbiger Lump."
"...das sind die undeutschesten Typen, die ich mir vorstellen kann. Für die gibt es nur Polizei,
Staatsanwaltschaft und Gefängnis"
"..sie haben aufgehört zum deutschen Volke zu gehören. Sie kann man nur noch wegschaffen."
Das erste Zitat stammt von Sigmar Gabriel beim Besuch in Heidenau
Das zweite Zitat stammt von Til Schweiger in der Talkshow von Frau Maischberger
Das dritte Zitat ebenso von Til Schweiger.
Aber dann - Nr.4 Volksgerichtspräsident Dr.Freisler im Prozeß gegen Adam v.Trott zu Solz
Und darauf Sigmar Gabriel - wieder in Heidenau
Und dann wieder Dr. Freisler - diesmal im Prozeß gegen Pfarrer Josef Müller 21.07.1943
Ich habe mal von meinem sehr geschätzten Geschichtslehrer gelernt, das man an der Sprache sehr gut erkennen kann, wessen Geistes Kind der Sprecher ist. Wenn ich mich mal in einer Diskussion sehr ereiferte und in Wortwahl und Lautstärke vergriff, unterbrach mich dieser Mann mit den Worten "Hören Sie auf hier herumzufreislern!". Wenn ich also heute Zitate höre, die mich weniger an demokratische Politiker erinnern, sondern mehr an den Volksgerichtshof, dann wird mir innerlich etwas übel. Noch schlimmer finde ich jedoch, das sich Männer wie unser Vizekanzler öffentlich in diesem Stil äußern und sich dann noch als Demokraten bezeichnen. Da muß man Roland Freisler ja noch die Ehrlichkeit zu Gute halten, das der niemals behauptet hat, von demokratischer Grundhaltung durchdrungen gewesen zu sein.
Vielleicht sollte man unseren Vizekanzler und seine telemedialen Wurmfortsätze mal daraufhinweisen, das sie besser auch noch rechtzeitig dafür gesorgt hätten, bekannte Zitate aus dem Internet zu verbannen, da man ihnen sonst vielleicht doch noch auf die Schliche kommt. An der Sprache sollt ihr sie erkennen !
Diejenigen, die mich persönlich kennen, wissen, wie sehr ich in der Geschichte dieses Landes zu Hause bin. Ich erkenne heute einige Parallelen zu früher :
1.) Die öffentliche Meinung wird stark durch eine vorgegebene Richtung geprägt.
Kennen wir doch : "Der Führer hat immer Recht" - Rudolf Hess
" Der Sozialismus siegt" - DDR-Slogan
"Unser Politik ist alternativlos" - Angela Merkel
2.) Angeblich sind alle (oder der größte Teil der) Menschen dieser Ansicht.
Kennen wir doch : "Wir sind heute eine Volksgemeinschaft" - Adolf Hitler
"98,89 % Stimmen bei der Kommunalwahl" - Egon Krenz
"xy % laut demoskopischer Umfrage des ABC-Instituts"
3.) Der politische Gegner hat die niedersten Absichten und gehört weggesperrt
Kennen wir doch "....so etwas, wie sie, gehört eingesperrt" - Roland Freisler
"....sie gehören eingesperrt" - Hilde Benjamin
"...Für die gibt es nur Polizei.....und Gefängnis" - Sigmar Gabriel
4.) Die angezeigten Mißstände sind nicht so schlimm, wie behauptet.
Kennen wir doch "Entgegen der Sorge des Volkes - wir sind versorgt" - Walter Darré
"...errungen unsere Arbeiter wieder 110 % des Solls" - ND
"...steigt in Bereichen von Asylbewerberheimen die Kriminalität nicht"
5.) Alle Maßnahmen, die von der Regierung unternommen wurden, führen unweigerlich zum
Erfolg.
Kennen wir doch "Am Endsieg besteht kein Zweifel" Hermann Göring
"Am Sieg des Sozialismus besteht kein Zweifel" Egon Krenz
"Unser demokratisches System ist fest verankert" Heiko Maas
6.) Widerstand gegen die Maßnahmen der Regierung sind kriminell.
Kennen wir doch "Heimtücke-Paragraph" 1933
"Antisozialistische Boykotthetze" DDR 1949
"Volksverhetzung" BRD 2015
Ich möchte unseren Politiker weder eine Nähe zum Nationalsozialismus noch zum Kommunismus unterstellen. Aber es ist bezeichnend, daß in einer Zeit der offensichtlichen Konzeptionslosigkeit der Politik unsere Musterdemokraten auf Mechanismen glauben zurückgreifen zu müssen, die eigentlich dem Machterhalt von Unrechtsregimen vorbehalten waren. Und obendrein nur kurzfristig und mit geringem Erfolg funktionierten. Haben die Leute, die uns regieren, wirklich so wenig Phantasie ? Können die nicht einmal etwas Neues auf die Bühne bringen? Wir sind schon vom Fernsehen die ewigen Wiederholungen leid. Wenn unsere Politiker nicht mehr zu bieten haben, als den aufgebrühten Kaffee von vorgestern, so sollten sie doch in Würde ihre Ämter abgeben und dem Volk die Möglichkeit lassen, sich andere Persönlichkeiten zu wählen. Es gibt da auch Alternativen für Deutschland.
Am Anfang war das Wort. Aus Worte werden Taten, aus Taten werden Methoden, aus Methoden werden Ideologien und Ideologien bestimmen global das Wohl und Wehe ganzer Generationen. Ich höre bei Politikern, Meinungsmacher und bedeutenden Köpfen der Gesellschaft immer besonders gut hin. Und deshalb habe ich mir quasi so einen kleinen Zitatenschatz der letzten Zeit angelegt. Ich möchte meine Leser bitten, sich die Zitate einzeln und ganz in Ruhe nacheinander durchzulesen und auf sich wirken zu lassen.
Der Böse ist immer der Andere
"....das ist Pack. Diese Leute haben mit Deutschland nichts zu tun"
"Sie gehen mit auf den Sack. ....Ich werde sie da ganz genau beobachten"
"....dann muß man die einfach mal wegsperren."
"...sie sind ja ein schäbiger Lump."
"...das sind die undeutschesten Typen, die ich mir vorstellen kann. Für die gibt es nur Polizei,
Staatsanwaltschaft und Gefängnis"
"..sie haben aufgehört zum deutschen Volke zu gehören. Sie kann man nur noch wegschaffen."
Das erste Zitat stammt von Sigmar Gabriel beim Besuch in Heidenau
Das zweite Zitat stammt von Til Schweiger in der Talkshow von Frau Maischberger
Das dritte Zitat ebenso von Til Schweiger.
Aber dann - Nr.4 Volksgerichtspräsident Dr.Freisler im Prozeß gegen Adam v.Trott zu Solz
Und darauf Sigmar Gabriel - wieder in Heidenau
Und dann wieder Dr. Freisler - diesmal im Prozeß gegen Pfarrer Josef Müller 21.07.1943
Ich habe mal von meinem sehr geschätzten Geschichtslehrer gelernt, das man an der Sprache sehr gut erkennen kann, wessen Geistes Kind der Sprecher ist. Wenn ich mich mal in einer Diskussion sehr ereiferte und in Wortwahl und Lautstärke vergriff, unterbrach mich dieser Mann mit den Worten "Hören Sie auf hier herumzufreislern!". Wenn ich also heute Zitate höre, die mich weniger an demokratische Politiker erinnern, sondern mehr an den Volksgerichtshof, dann wird mir innerlich etwas übel. Noch schlimmer finde ich jedoch, das sich Männer wie unser Vizekanzler öffentlich in diesem Stil äußern und sich dann noch als Demokraten bezeichnen. Da muß man Roland Freisler ja noch die Ehrlichkeit zu Gute halten, das der niemals behauptet hat, von demokratischer Grundhaltung durchdrungen gewesen zu sein.
Vielleicht sollte man unseren Vizekanzler und seine telemedialen Wurmfortsätze mal daraufhinweisen, das sie besser auch noch rechtzeitig dafür gesorgt hätten, bekannte Zitate aus dem Internet zu verbannen, da man ihnen sonst vielleicht doch noch auf die Schliche kommt. An der Sprache sollt ihr sie erkennen !
Diejenigen, die mich persönlich kennen, wissen, wie sehr ich in der Geschichte dieses Landes zu Hause bin. Ich erkenne heute einige Parallelen zu früher :
1.) Die öffentliche Meinung wird stark durch eine vorgegebene Richtung geprägt.
Kennen wir doch : "Der Führer hat immer Recht" - Rudolf Hess
" Der Sozialismus siegt" - DDR-Slogan
"Unser Politik ist alternativlos" - Angela Merkel
2.) Angeblich sind alle (oder der größte Teil der) Menschen dieser Ansicht.
Kennen wir doch : "Wir sind heute eine Volksgemeinschaft" - Adolf Hitler
"98,89 % Stimmen bei der Kommunalwahl" - Egon Krenz
"xy % laut demoskopischer Umfrage des ABC-Instituts"
3.) Der politische Gegner hat die niedersten Absichten und gehört weggesperrt
Kennen wir doch "....so etwas, wie sie, gehört eingesperrt" - Roland Freisler
"....sie gehören eingesperrt" - Hilde Benjamin
"...Für die gibt es nur Polizei.....und Gefängnis" - Sigmar Gabriel
4.) Die angezeigten Mißstände sind nicht so schlimm, wie behauptet.
Kennen wir doch "Entgegen der Sorge des Volkes - wir sind versorgt" - Walter Darré
"...errungen unsere Arbeiter wieder 110 % des Solls" - ND
"...steigt in Bereichen von Asylbewerberheimen die Kriminalität nicht"
5.) Alle Maßnahmen, die von der Regierung unternommen wurden, führen unweigerlich zum
Erfolg.
Kennen wir doch "Am Endsieg besteht kein Zweifel" Hermann Göring
"Am Sieg des Sozialismus besteht kein Zweifel" Egon Krenz
"Unser demokratisches System ist fest verankert" Heiko Maas
6.) Widerstand gegen die Maßnahmen der Regierung sind kriminell.
Kennen wir doch "Heimtücke-Paragraph" 1933
"Antisozialistische Boykotthetze" DDR 1949
"Volksverhetzung" BRD 2015
Ich möchte unseren Politiker weder eine Nähe zum Nationalsozialismus noch zum Kommunismus unterstellen. Aber es ist bezeichnend, daß in einer Zeit der offensichtlichen Konzeptionslosigkeit der Politik unsere Musterdemokraten auf Mechanismen glauben zurückgreifen zu müssen, die eigentlich dem Machterhalt von Unrechtsregimen vorbehalten waren. Und obendrein nur kurzfristig und mit geringem Erfolg funktionierten. Haben die Leute, die uns regieren, wirklich so wenig Phantasie ? Können die nicht einmal etwas Neues auf die Bühne bringen? Wir sind schon vom Fernsehen die ewigen Wiederholungen leid. Wenn unsere Politiker nicht mehr zu bieten haben, als den aufgebrühten Kaffee von vorgestern, so sollten sie doch in Würde ihre Ämter abgeben und dem Volk die Möglichkeit lassen, sich andere Persönlichkeiten zu wählen. Es gibt da auch Alternativen für Deutschland.
Montag, 17. August 2015
Völlig losgelöst ! - Gedanken zu Til Schweiger
ich bin ein Mensch der sehr gerne ins Kino geht und meistens auch viel Zeit vor dem Fernsehkasten verbringt. Ja - ich gebe zu, wenn ich nicht gerade die Welt mit neuen Posts beglücke, bin ich ein Couch-Potato mit dem Hang auch dort zuweilen einzuschlafen. Das ist allerdings sehr von der Qualität des Programms abhängig.
Nun geistert in letzter Zeit das Gesicht von Til Schweiger so häufig durch die Medien, das ich mich frage, wie denn nun sein neuer Film wohl heißen mag. Aber es geht diesem Herrn nicht um einen neuen Film. Erst versucht er mit seinem Namen eine Spendenaktion in Hamburg zu unterstützen. Das ist sein gutes Recht und da wäre ich vielleicht sogar bei ihm gewesen. Nun hagelte es Kritik an dieser Aktion. Nun, damit muß man leben können, wenn man vom Vermieten seiner Person als Darsteller im Fernsehen lebt. Statt aber nun cool und tough sein Ding einfach durchzuziehen und die Kritik nicht zu beachten, schimpfte Herr Schweiger in einer Weise auf die Kritiker, das sich mir die Frage aufdrängte, warum ein Mensch so ausrastet. "Verpisst euch" und ähnliche verbale Auswürfe auf unterstem Gossen-Niveau sollten doch einem bekannten Schauspieler (der zu nicht unbeträchtlichem Maße von der Gunst der Zuschauer lebt) eigentlich nicht passieren. Ein Mensch, der derart dünnhäutig reagiert, zeigt, das er wohl sehr getroffen sein muß von dem, was ihm dort gesagt wurde.
Nun - das hätte man als PR-Lapsus auch noch bald in die Kiste des Vergessens gesteckt und bei der Premiere der nächsten Komödie wäre alles wieder gut gewesen.
Aber NEIN - nun kommt die nächste Stufe ! Als wäre es eine spontane Idee gewesen (wie einst bei Karlheinz Böhm in Wetten dass?), verkündet Herr Schweiger nun in allen Medien, das er mal eben selber ein Flüchtlingsheim bauen will. So ganz aus dem Stehgreif - scheinbar. Jeder, der mal eine Garage gebaut hat oder das Fachwerkgebäude des örtlichen Schützenvereins renovieren wollte, weiß welcher Aufwand an Planung, Genehmigung und Vorarbeit eine kleine Baumaßnahme erfordert. Die Errichtung eines Heims für Flüchtlinge potenziert diesen Aufwand locker mit dem Faktor 5! Aber Til Super-Schweiger suggeriert dem geneigten Zuschauer, das er das mal eben aus dem muskelstrotzenden Handgelenk schütteln kann. Entweder hat dieser Mensch außer mit LEGO noch nie ein Haus gebaut oder die bisherigen Aktionen waren nur der Werbeaufhänger einer bereits lang vorher geplanten Baumaßnahme. Solch ein Flüchtlingsheim kann eine durchaus rentable Geldanlage sein und wenn es vielleicht bisher im Genehmigungsverfahren Probleme gab, so hat Herr Schweiger durch seine gezielte Werbemaßnahme die örtlichen Behörden nun stark unter Druck gesetzt. Nicht zuletzt, weil die Region, in der er dieses Heim erstellen will, traditionell sozialdemokratisch geprägt ist und die medienwirksame Schützenhilfe durch SPD-Chef Gabriel da so manches Abnicken durch örtliche SPD-Fürsten begünstigen kann. Bis dahin wäre auch noch alles gut gewesen. Geschickte Geldanlage und das Ausnutzen von Verbindung halte ich nicht für verwerflich.
Aber es geht noch weiter (Tja - der Til macht eben gerne Serien - nicht erst seit Lindenstrasse). Wer auf Schweigers Fb-Seite Kritik äußert, wird nun vom "erfolgreichsten Filmemacher Deutschlands" (eigener Einschätzung Til Schweigers) verbal in die Eier getreten. "Ihr seid so arm" - "Ich gucke auf euch runter" und teilweise Formulierungen, die ich hier nicht wiedergeben will. Traurig ! Wieso hat er es nötig, so zu reagieren? Sicher hat er gewissen Erfolg mit seinen Filmen, sicher zählt er zu den bekannstesten Gesichtern dieses Landes und unbestritten ist auch ein relativer Erfolg in den USA. Aber berechtigt das Herrn Schweiger selbstgefällig, beleidigend und verletzend mit Kritikern umzugehen? Nein, aber es ist scheinbar seine Art. Es gibt seit 10 Jahren keine Vorpremieren mehr für die Presse - die Filme Schweigers werden nur noch für einen von ihm handverlesenen Kritikergruppe vorgeführt. Journalisten oder Kollegen, die dem großen Til nicht genehm sind, werden nicht nur verbal sondern auch schon mal körperlich angegangen (BILD berichtete)
Wenn wir uns also mal die Person des Til Schweigers betrachten, so sehen wir einen Menschen, der mit seinem eigenen Erfolg nicht gewachsen ist. Statt souverän mit Kritik umzugehen, sich sachlich mit Kritikern und Zweiflern auseinander zu setzen oder einfach lächelnd darüber hinwegzugehen, verzettelt sich ein Mensch mit einem Stern auf dem "Walk-of-fame" in Hollywood in rhetorischen Grabenkämpfen untersten Niveaus. Warum? Weil er heute der Meinung zu sein scheint "Ich bin der Größte". Da ihm im seinem Umfeld vermutlich niemand widerspricht, Kritiker ausgeschlossen wurden und sich genug Leute in seinem Glanz sonnen dürfen, die vermutlich noch ein altes Taschentuch mit Popel als sakrosante Reliquie des heiligen Til ansehen, ist er der felsenfesten Überzeugung, auf alle Anderen im hohen Bogen pissen zu dürfen. Und selbst dabei hat er ja noch aus einigen Kreisen Applaus. In der Politik kennt man solch ein Verhalten als Cäsarenwahn. Es fehlt jetzt nur noch die Schweiger-Bibel mit dem Textauszug ".....am Anfang erschuf Gott den Himmel und die Erde - nach einem Drehbuch von Til Schweiger"(grins). Er erlebt in seinem Umfeld keinen Widerspruch und doch wird er tief im Inneren um die eigenen Unzulänglichkeit wissen. Armer Til.
Es ist leider die Krux der Menschheitsgeschichte, das es immer wieder teils wirklich geniale Menschen gibt, die leider charakterlich nicht mit ihrem Erfolg Schritt halten konnten. Als Grund dafür mag man vermuten, das er sich trotz seines Erfolges seiner eigenen Unzulänglichkeit bewußt ist. Er ist als Schauspieler durchaus bekannt - aber ist er wirklich gut? . Wer jemals darstellende Künstler wie Josef Meinrad, Gert Fröbe, Klaus-Maria Brandauer und Klaus Kinski erlebt hat, der legt andere Maßstäbe an. Wenn Meinrad auf der Bühne einen Kühlschrank gespielt hätte, dann hätten sich die ersten zwei Reihen des Publikums im Hochsommer einen Pullover angezogen. Wenn Kinski auf der Bühne agierte, herrschte seine quasi körperliche Präsenz im Zuschauerraum bis in die letzte Reihe. Und ein Gert Fröbe konnte den Räuber Hotzenplotz genauso liebevoll und überzeugend auf die Leinwand bringen, wie den Kindermörder Schrott. Die Darstellung des Oberst Redl durch Brandauer zählt heute noch zu den herausragenden Highlights deutscher Filmgeschichte. Dagegen kann Kokowääh oder Keinohrhasen künstlerisch nicht ankommen. Und an der Kinokasse wird selbst "Honig im Kopf" von einer Bande gelber, glubschäugiger Bananenfresser mit spielerischer Leichtigkeit in die Wand genagelt. Und das tut weh! Wenn man sich selber für den Besten halten will, aber immer ein Anderer mehr Erfolg hat - dann staut sich das auf und es kommt halt zu einem oder mehreren Ausrastern. Aber die bringen nicht nach vorne - die werfen nur noch mehr zurück. Wenn man dann versucht, wenigstens noch als "Gutmensch mit Herz" zu brillieren und auch hier die gewohnte Zweitrangigkeit nicht überwinden kann, dann reagiert man eben so, wie Herr Schweiger es getan hat.
Ich wünsche Herrn Schweiger, dass er neben seinen durchaus unbestrittenen Erfolgen nun auch die Chance ergreift zu menschlicher Größe zu reifen. Etwas mehr weltmännische Nonchalance, souveräne Gelassenheit und eine angemessenere Ausdruckweise im Umgang mit Kritik stünden ihm doch viel besser zu Gesicht. Die Rolle des pöbelnden Rauhbein mit Herz kann man glaubhaft mit 35 Jahren rüberbringen - aber doch nicht im Vorruhestandsalter! Douglas Fairbanks sagte einmal "Mit 40 Jahren kann man nicht mehr den Draufgänger spielen - aber nach 3 Cocktails glaubt man es noch". Curd Jürgens meinte "Mir ist die Kritik egal - Hauptsache der Name ist fett gedruckt und richtig geschrieben". Und diese Namen der Filmgeschichte kennt man auch noch lange nach ihrem Tod. Bleibt zu hoffen, dass auch bei Herrn Schweiger die Chance zu lernen und sich zu entwickeln nicht vertan ist.
Nun geistert in letzter Zeit das Gesicht von Til Schweiger so häufig durch die Medien, das ich mich frage, wie denn nun sein neuer Film wohl heißen mag. Aber es geht diesem Herrn nicht um einen neuen Film. Erst versucht er mit seinem Namen eine Spendenaktion in Hamburg zu unterstützen. Das ist sein gutes Recht und da wäre ich vielleicht sogar bei ihm gewesen. Nun hagelte es Kritik an dieser Aktion. Nun, damit muß man leben können, wenn man vom Vermieten seiner Person als Darsteller im Fernsehen lebt. Statt aber nun cool und tough sein Ding einfach durchzuziehen und die Kritik nicht zu beachten, schimpfte Herr Schweiger in einer Weise auf die Kritiker, das sich mir die Frage aufdrängte, warum ein Mensch so ausrastet. "Verpisst euch" und ähnliche verbale Auswürfe auf unterstem Gossen-Niveau sollten doch einem bekannten Schauspieler (der zu nicht unbeträchtlichem Maße von der Gunst der Zuschauer lebt) eigentlich nicht passieren. Ein Mensch, der derart dünnhäutig reagiert, zeigt, das er wohl sehr getroffen sein muß von dem, was ihm dort gesagt wurde.
Nun - das hätte man als PR-Lapsus auch noch bald in die Kiste des Vergessens gesteckt und bei der Premiere der nächsten Komödie wäre alles wieder gut gewesen.
Aber NEIN - nun kommt die nächste Stufe ! Als wäre es eine spontane Idee gewesen (wie einst bei Karlheinz Böhm in Wetten dass?), verkündet Herr Schweiger nun in allen Medien, das er mal eben selber ein Flüchtlingsheim bauen will. So ganz aus dem Stehgreif - scheinbar. Jeder, der mal eine Garage gebaut hat oder das Fachwerkgebäude des örtlichen Schützenvereins renovieren wollte, weiß welcher Aufwand an Planung, Genehmigung und Vorarbeit eine kleine Baumaßnahme erfordert. Die Errichtung eines Heims für Flüchtlinge potenziert diesen Aufwand locker mit dem Faktor 5! Aber Til Super-Schweiger suggeriert dem geneigten Zuschauer, das er das mal eben aus dem muskelstrotzenden Handgelenk schütteln kann. Entweder hat dieser Mensch außer mit LEGO noch nie ein Haus gebaut oder die bisherigen Aktionen waren nur der Werbeaufhänger einer bereits lang vorher geplanten Baumaßnahme. Solch ein Flüchtlingsheim kann eine durchaus rentable Geldanlage sein und wenn es vielleicht bisher im Genehmigungsverfahren Probleme gab, so hat Herr Schweiger durch seine gezielte Werbemaßnahme die örtlichen Behörden nun stark unter Druck gesetzt. Nicht zuletzt, weil die Region, in der er dieses Heim erstellen will, traditionell sozialdemokratisch geprägt ist und die medienwirksame Schützenhilfe durch SPD-Chef Gabriel da so manches Abnicken durch örtliche SPD-Fürsten begünstigen kann. Bis dahin wäre auch noch alles gut gewesen. Geschickte Geldanlage und das Ausnutzen von Verbindung halte ich nicht für verwerflich.
Aber es geht noch weiter (Tja - der Til macht eben gerne Serien - nicht erst seit Lindenstrasse). Wer auf Schweigers Fb-Seite Kritik äußert, wird nun vom "erfolgreichsten Filmemacher Deutschlands" (eigener Einschätzung Til Schweigers) verbal in die Eier getreten. "Ihr seid so arm" - "Ich gucke auf euch runter" und teilweise Formulierungen, die ich hier nicht wiedergeben will. Traurig ! Wieso hat er es nötig, so zu reagieren? Sicher hat er gewissen Erfolg mit seinen Filmen, sicher zählt er zu den bekannstesten Gesichtern dieses Landes und unbestritten ist auch ein relativer Erfolg in den USA. Aber berechtigt das Herrn Schweiger selbstgefällig, beleidigend und verletzend mit Kritikern umzugehen? Nein, aber es ist scheinbar seine Art. Es gibt seit 10 Jahren keine Vorpremieren mehr für die Presse - die Filme Schweigers werden nur noch für einen von ihm handverlesenen Kritikergruppe vorgeführt. Journalisten oder Kollegen, die dem großen Til nicht genehm sind, werden nicht nur verbal sondern auch schon mal körperlich angegangen (BILD berichtete)
Wenn wir uns also mal die Person des Til Schweigers betrachten, so sehen wir einen Menschen, der mit seinem eigenen Erfolg nicht gewachsen ist. Statt souverän mit Kritik umzugehen, sich sachlich mit Kritikern und Zweiflern auseinander zu setzen oder einfach lächelnd darüber hinwegzugehen, verzettelt sich ein Mensch mit einem Stern auf dem "Walk-of-fame" in Hollywood in rhetorischen Grabenkämpfen untersten Niveaus. Warum? Weil er heute der Meinung zu sein scheint "Ich bin der Größte". Da ihm im seinem Umfeld vermutlich niemand widerspricht, Kritiker ausgeschlossen wurden und sich genug Leute in seinem Glanz sonnen dürfen, die vermutlich noch ein altes Taschentuch mit Popel als sakrosante Reliquie des heiligen Til ansehen, ist er der felsenfesten Überzeugung, auf alle Anderen im hohen Bogen pissen zu dürfen. Und selbst dabei hat er ja noch aus einigen Kreisen Applaus. In der Politik kennt man solch ein Verhalten als Cäsarenwahn. Es fehlt jetzt nur noch die Schweiger-Bibel mit dem Textauszug ".....am Anfang erschuf Gott den Himmel und die Erde - nach einem Drehbuch von Til Schweiger"(grins). Er erlebt in seinem Umfeld keinen Widerspruch und doch wird er tief im Inneren um die eigenen Unzulänglichkeit wissen. Armer Til.
Es ist leider die Krux der Menschheitsgeschichte, das es immer wieder teils wirklich geniale Menschen gibt, die leider charakterlich nicht mit ihrem Erfolg Schritt halten konnten. Als Grund dafür mag man vermuten, das er sich trotz seines Erfolges seiner eigenen Unzulänglichkeit bewußt ist. Er ist als Schauspieler durchaus bekannt - aber ist er wirklich gut? . Wer jemals darstellende Künstler wie Josef Meinrad, Gert Fröbe, Klaus-Maria Brandauer und Klaus Kinski erlebt hat, der legt andere Maßstäbe an. Wenn Meinrad auf der Bühne einen Kühlschrank gespielt hätte, dann hätten sich die ersten zwei Reihen des Publikums im Hochsommer einen Pullover angezogen. Wenn Kinski auf der Bühne agierte, herrschte seine quasi körperliche Präsenz im Zuschauerraum bis in die letzte Reihe. Und ein Gert Fröbe konnte den Räuber Hotzenplotz genauso liebevoll und überzeugend auf die Leinwand bringen, wie den Kindermörder Schrott. Die Darstellung des Oberst Redl durch Brandauer zählt heute noch zu den herausragenden Highlights deutscher Filmgeschichte. Dagegen kann Kokowääh oder Keinohrhasen künstlerisch nicht ankommen. Und an der Kinokasse wird selbst "Honig im Kopf" von einer Bande gelber, glubschäugiger Bananenfresser mit spielerischer Leichtigkeit in die Wand genagelt. Und das tut weh! Wenn man sich selber für den Besten halten will, aber immer ein Anderer mehr Erfolg hat - dann staut sich das auf und es kommt halt zu einem oder mehreren Ausrastern. Aber die bringen nicht nach vorne - die werfen nur noch mehr zurück. Wenn man dann versucht, wenigstens noch als "Gutmensch mit Herz" zu brillieren und auch hier die gewohnte Zweitrangigkeit nicht überwinden kann, dann reagiert man eben so, wie Herr Schweiger es getan hat.
Ich wünsche Herrn Schweiger, dass er neben seinen durchaus unbestrittenen Erfolgen nun auch die Chance ergreift zu menschlicher Größe zu reifen. Etwas mehr weltmännische Nonchalance, souveräne Gelassenheit und eine angemessenere Ausdruckweise im Umgang mit Kritik stünden ihm doch viel besser zu Gesicht. Die Rolle des pöbelnden Rauhbein mit Herz kann man glaubhaft mit 35 Jahren rüberbringen - aber doch nicht im Vorruhestandsalter! Douglas Fairbanks sagte einmal "Mit 40 Jahren kann man nicht mehr den Draufgänger spielen - aber nach 3 Cocktails glaubt man es noch". Curd Jürgens meinte "Mir ist die Kritik egal - Hauptsache der Name ist fett gedruckt und richtig geschrieben". Und diese Namen der Filmgeschichte kennt man auch noch lange nach ihrem Tod. Bleibt zu hoffen, dass auch bei Herrn Schweiger die Chance zu lernen und sich zu entwickeln nicht vertan ist.
Mittwoch, 8. Juli 2015
Lucke verlässt die Partei - Von Wankelmütigen und Weckmännern
Nun ist es quasi amtlich. Die Nachrichtensender überschlagen sich fast und erste Interviews sind mit Sicherheit auch schon im Netz unterwegs. Politiker aller Parteien äußern sich - je nach politischer Heimat - bewundernd oder böswillig. Und diverse Gazetten pappen es in dicke gut lesbare Lettern :
PROF. BERND LUCKE VERLÄSST DIE AFD !
Ich möchte eigentlich an dieser Stelle nicht einen Mann kritisieren, der in den schweren Aufbaujahren viel für die AfD und damit für die politische Kultur in diesem Lande getan hat. Es war mit Sicherheit eine schwere Aufgabe eine Partei zu positionieren, an der heute und in Zukunft so leicht keine Politik vorbei gemacht werden kann. Dafür möchte ich Prof. Lucke meinen Dank aussprechen. Wäre er nur als Vorsitzender in Würde abgetreten, so würde mein Beitrag hier enden. Vermutlich noch mit besten Wünschen für die Zukunft. Aber er wollte es wohl anders.
Nachdem ihm auf dem richtungsweisenden Parteitag in Essen die Mehrheit der Delegierten eben nicht mehr als Vorsitzender haben wollte, zog sich dieser, an sich honorige, Mann schmollend zurück. Beleidigt und enttäuscht wie ein Penäler, dem man sein Spielzeug entzogen hat. Das er über das Wahlergebnis nicht gejubelt hat, kann ich ja nachvollziehen - aber Herr Lucke musste auch wissen, das ein Parteitag keine Hochschulvorlesung ist, bei der die Studenten (oder Studierenden wie man sie heute nennen muss) ehrfurchtsvoll den Ausführungen seiner Magnifizenz schweigen zustimmen. Parteitage sind dazu da, grundsätzliche Entscheidungen nach dem Willen der Mitglieder zu treffen. Es ist keine Nachhilfestunde in Ökonomie und kein Tutorium für Parteimitglieder.
Hier irrte Herr Lucke.
Also warf er - im Kern seiner Seele tief getroffen - das Handtuch (pardon, das Parteibuch) - in die Ecke und erntete dafür erstmalig großen Beifall der politischen Gegner. Wenn er schon der Meinung ist, die AfD würde sich unter Frauke Petry in die falsche Richtung entwickeln, so hätte er argumentativ dagegen halten können, Überzeugungsarbeit leisten können und versuchen sollen seine Positionen durchzufechten. Nichts davon hat er versucht. Stattdessen versuchte er innerhalb der Partei seine Kaderformation "Weckruf 2015" zu etablieren. Nun, nach seinem Austritt, beabsichtigt er die Partei von aussen zu spalten und mit eben diesem Weckruf eine neue Partei zu gründen. Nun, ob es in Deutschland einen Bedarf an einer neuen, rein auf wirtschaftsliberale Themen beschränkte Partei gibt, darf ich hier in arge Zweifel ziehen. Sollte diese Partei sich wirklich gründen, so wird sie (wie ihr großes Vorbild F.D.P) entweder sofort in der Versenkung verschwinden oder zu einem akademischen Diskussionszirkel degenerieren. Warum sollte der Wähler eine FDP-Kopie ankreuzen, wenn er schon des Originals überdrüssig war? Nur mit einem Thema und mit seinem Namen kann man in diesem Lande nicht viel bewegen. Auch hier irrt Herr Lucke.
Nun hat Herr Lucke natürlich auch langjährige Freunde. Einer davon ist Hans-Olaf Henkel. Einen Mann, dessen wirtschaftspolitische Kompetenz von niemandem angezweifelt werden kann. Nachdem sein Freund Lucke aber nun nicht mehr die Führungsrolle in der Partei inne hat, schmiss auch er die Brocken medienwirksam hin. Offenbar hat Herr Henkel den Sinn einer Partei nicht verstanden. Das ist nicht die Firma Lucke & Co, bei der man kündigt, weil der neue Chef die Prokura nicht verlängern will. Wenn er sich selber eher als Angestellter von Herrn Lucke sehen will, so ist das natürlich seine Sache. Aber das in einer demokratischen Partei eben nicht nach Gutsherren-Art geleitet wird, scheint mit dem Weltbild des Herrn Henkel unvereinbar zu sein. Herr Henkel hätte auch als Ratgeber von Frau Petry noch viel bewegen können, aber er zog es vor lieber mit seinem Herrn abzutreten (und das sogar noch vor Herrn Lucke). Mit Demokratieverständis hat das wenig zu tun. Und solch ein Verhalten wird der Wähler einer neuen Partei nicht belohnen. Hier irren die Herren Lucke und Henkel.
Nun schreien die Medien, es habe einen "Rechtsruck" in der Partei gegeben. Das ist hanebüchener Unsinn. Es haben Mitglieder auf einem Parteitag einer demokratischen und dem Grundgesetz verpflichteten Partei einen Führungswechsel herbeigeführt. Ganz normal - durch eine Wahl. Das ist in der SPD genauso wie in der CDU üblich. Es wäre eher sonderbar, wenn in der AfD der Vorstand eine andere Meinung hätte als die Basis. In einer Partei wie z.B. der CDU, wo über Jahrzehnte gewachsene Machtstrukturen die "Großkopferten" schon per Parteistatut vor harten Wechseln schützen und z.B. der SPD wo die Genossen vor dem Parteitag schon vom Landesverband auf Linie getrimmt werden - da wird so etwas nur selten passieren. Es ist aber gerade der Vorteil und das erfrischende Moment der AfD, das nicht jeder Ebene verkrustete Alt-Kader jede Form von eigener Meinung im Keim ersticken können. In der AfD kommt es auf die Meinung eines jeden Mitglieds an. Die Politikverdossenheit des Bürgers hinsichtlich der Altparteien trifft die AfD gerade somit nicht.
Liebe "Weckrufler" , liebe Zweifler, liebe Besorgte. Es wurde in Essen (meiner Heimatstadt) auf einem Parteitag demokratisch abgestimmt. Die Parteifreunde, die dort waren, sind die gleichen mit denen man schon vor Wochen oder Monaten erfolgreich zusammen gearbeitet hat. Setzt diese Zusammenarbeit fort. Eine Partei lebt durch ihre Mitglieder. Sich zu verschließen, sich zu entziehen oder gar nun beleidigt die Seiten zu wechseln, ist unserer gemeinsamen Idee, ist unserer Partei schädlich und nützt keinem - außer dem politischen Gegner. Die AfD ist immer noch - und gerade unter Frauke Petry - die einzige wirklich bürgerlich-konservative Partei. Uns wegen der Person des Herrn Lucke und des Herrn Henkel in Grabenkämpfen zu üben oder wegzulaufen, ist der falsche Weg. Herbert Wehner sagte einmal : "Wer den Saal verlässt, muß auch schauen, wie er wieder hereinkommt". Weglaufen ist die Strategie der Feiglinge - Beständigkeit eine bürgerliche Tugend.
Sonntag, 5. Juli 2015
EUROPA ?!? Gedanken zu einer Idee
60 Jahre alt ist die Idee des "Vereinigten Europas" und noch immer kann man vom ewig jungen Europa sprechen. Warum ? Weil nach mehr als sechzig Jahren politischer Rumwurstelei diese Idee immer noch an den Kinderkrankheiten leidet. Ursprünglich mal als politische Handlungseinheit zwischen den Franzosen und den Deutschen gedacht (mit Einbeziehung der BENELUX-Staaten), damit die Franzosen keine Angst mehr vor den Deutschen haben und die Deutschen ihre Waren problemlos nach Frankreich verscherbeln konnten. War an sich eine gute Idee, wenn auch bei der Gründung Frankreich immer noch eine Kolonialmacht war, die in Afrika jede Freiheitsbewegung mit dem Armeestiefel niederstampfte. Erst in den 60er Jahren gaben die Franzosen weite Teile ihrer Kolonien auf (weil es ihnen zu teuer wurde, die maulenden Afrikaner dauerhaft mit Geschenken bei Laune zu halten und dafür noch quasi einen Bürgerkrieg im Hinterhof finanzieren zu müssen). Und nachdem es dann mit diesen 5 Staaten ganz gut geklappt hatte, meinten unsere Politiker plötzlich die Vision eines geeinten Europas vor Augen zu sehen. Aus 5 Staaten wurden zwölf, dann vierzehn und dann 27 Staaten, die ihre Souveränität, ihre nationalen Bestrebungen und ihre inneren Grenzen für die glorreiche Idee aufgaben, von Brüssel und Straßburg aus ihre Gurken normen zu lassen. Das die Europa-Fanfare eigentlich eine Komposition Charpentiers zu Ehren des französischen Königs war, sei mal dem politischen Bauchpinseln in Richtung des damaligen französichen Präsidenten Pompidou geschuldet.
Das Ganze wurde dann 2002 gekrönt von einer gemeinsamen Währung - Dem EURO !
Abgesehen davon, das in Deutschland niemand gefragt wurde, ob er diesen weichen Esperanto-Taler wollte, verkaufte uns jede politische Richtung von SPD bis CSU, von Helmut Schmidt bis Helmut Kohl den EURO als das Allheilmittel gegen Nationalismus, Krieg und Verelendung. Gebetmühlenartig erklärte man uns zu jeder passenden und auch unpassenden Gelegenheit die Notwendigkeit einer stabilen Währung (die hatten wir allerdings vorher mit der Mark auch). Man schilderte uns in den buntesten Farben, das der EURO der Kitt wäre, mit dem das europäische Haus nun endlich in stabile, wetterbeständige Formen gepresst würde. Und man versicherte uns - ob nun SPD oder CDU - der EURO wäre sicherer als die Deutsche Mark, weil er ja von so vielen guten europäischen Schultern getragen würde. Und viele Deutsche glaubten sogar daran. Schließlich war es doch der CDU-Kanzler Helmut Kohl, der uns nicht nur die Einheit persönlich gebracht hatte, sondern auch ein ganz persönliches Verhältnis zum Geld hatte (wenn er auch nicht immer so genau wusste, wer ihn da gerade die Millionen "Bimbes" aufs Konto gepackt hatte). Nun - Helmut Kohl ist nach seinem unrühmlichen Auftritt vor dem Spenden-Untersuchungsausschuß in der politischen Versenkung verschwunden und vegetiert nun als sabbernder Greis in Oggersheim vor sich hin - von den eigenen Söhnen distanziert und von jeder politischen Tätigkeit enthoben. Seinen gelobten EURO haben wir immer noch am Halse hängen. Wenn wenigstens mit seinem blamablen Abtritt auch seine krude Idee von der europäischen Gemeinschaftswährung auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen worden wäre, so wäre der Schaden, den dieser überschätzte Provinz-Politiker angerichtet hat, in überschaubaren Grenzen geblieben.
Darüber hinaus haben wir viele unserer souveränen Rechte als Staat an eine politische Entscheidungsstelle verlagert, auf die der "mündige" sprich wahlberechtigte Bürger nur indirekt oder gar keine Zugriffmöglichkeit erhalten hat. Die Europäische Kommission wird von keinem Bürger gewählt und auch Jean-Claude Junker wurde - entgegen den Wahlplakaten zur Europa-Wahl - nicht von den Bürgern gewählt, sondern im Hinterziimmer ausgekungelt. Das wundert mich allerdings nicht, da Herr Junker ja seine politschen Fähigkeiten als luxemburgischer Premier in erster Linie als eine Art steuerpolitischer Lumpensammler bewiesen hat, der in der ganzen Welt die Betreiber steuervergünstigter luxemburgischer Briefkastenfirmen gesucht und gefunden hat. Solche Typen verkaufen auch auf Kaffee-Fahrten alten Omis überteuerte Heizdecken und Heilerde aus Sumatra.
Sein politischer Kontrolleur - der Präsident des Europäischen Parlamentes brillierte einst als Spitzenpolitiker in der Rolle des gescheiterten Bürgermeisters von Würselen (eine Kleinstadt im Kreis Aachen). Solchen Leuten wurde also mit scheinbarer Genehmigung des Wähler und mit Billigung unserer Volksvertreter so wichtige Aufgaben wie Währungspolitik, Grenz- und Zuwanderungskontrollen, Sicherheitspolitik und Gesetzgebung in die Hand gegeben. Eher hätte man Schimpansen mit chinesischem Porzellan spielen lassen sollen - da hätte man wenigstens etwas zu Lachen gehabt. Die Probleme - insbesondere der äußeren Sicherheit der EU - können von dieser Ansammlung heillos zerstrittener, inkompetenter und in den meisten Fällen nur auf das Wohl des eigenen Volkes bedachten Politkasperl werder fachlich noch zügig angegangen werden. Wenn diese Gestalten - selbstverliebt und vollkaskoversichert - wirklich politische Klasse besäßen, so hätte man sie nicht nach Brüssel oder Straßburg abgeschoben. Wer wirklich etwas taugte, der blieb in der Heimat. Nicht umsonst gilt das europäische Parlament als Endlagerstätte für verbrannte politische Seelen (oder für diejenigen, die die Flecken auf der weißen Weste nicht verbergen können).
Aber der Bürger ist ja garnicht so doof, wie der EU-Politiker sich das wünscht. In Großbritannien spuckt ein Nigel Farage den Euro-Freunden kräftig in die Suppe, in Frankreich marschieren Hundertausende für die Front National der Marine le Pen durch die Straßen und erobern die Rathäuser, in Ungarn wurde Victor Orban - ein erklärter Nationalist - Ministerpräsident, in Spanien spalten sich die Wähler in Linke und eine neuerstarkte Falange Espagnola, in Italien blockieren die Neofaschisten die politische Arbeit und auch in den anderen Staaten formieren sich Euro- und EU-Gegner wie in Dänemark und den Niederlanden. Nach 60 Jahren Schönfärberei und Dauerberieselung europäischer Ideale steht kaum ein Land der EU noch ohne massive kritische Masse da. Scheisse aber auch, was - da werden Generationen von Bürgern von ihren Politikern auf die Europa-Idee eingeschworen als gelte es das Evangelium zu verkünden und am Ende stehen mehr Leute gegen diese Idee als zuvor. Da muss doch etwas passiert sein.
Tja - das ist wie in der christlichen Seefahrt. Man kann die Lecks eine Zeitlang stopfen, man kann eine Kapelle auf dem Oberdeck spielen lassen und man kann sogar durch geschicktes Pumpen den Kahn noch eine Zeit über Wasser halten. Einmalaber kommt der Moment - wenn auch spät, aber unvermeidbar - da merken die Leute in den unteren Decks, das etwas nicht stimmt. Und dann bricht sich die Panik Bahn.
Heute entscheiden die Griechen, ob sie sich Sparmaßnahmen unterwerfen oder einfach "Leck mich" sagen wollen. Die Banken bei ihnen sind geschlossen, die Arbeitslosenzahlen sind oben und "der Ouzo fürr meinne Frreundää" geht schon lange nicht mehr aufs Haus. Die Misswirtschaft der in Euphorie in die EU und die Euro-Zone gelockten (oder getriebenen) Griechen, ist so unübersehbar, das hier der Blindeste merken muß, wo die Grenzen der himmlischen Harmonie der EU sind. Man hat ja wirklich bald jede angeschlagene Bananenrepublik vom Balkan bis zum Baltikum in die Staatengemeinschaft gelockt, wie die Mitspieler in einem Pyramidenspiel. Da gewinnt nur der, der als erster wieder aussteigt. Das ist uns hier leider nicht möglich. Wir hängen - dank der alternativlosen Politik unserer sparsamen Kanzlerin ("so handelt die schwäbische Hausfrau") - mit satten 80 Mrd € für die Feta-Oliva-Gyros-Schmierlappen in der Kreide. Ob nun der Premier Tsipras oder Alexis Sorbas heisst, ob nun die Knoblauchkäse-Souvlakis austrten, drinbleiben oder rausfliegen, ob die Griechen mit ja oder nein stimmen. Hier ist das Ende der Fähigkeiten der EU sichtbar. Hier werden die sorgsam verdrängten Probleme tägliche Realität. Heute sind es die Griechen mit ihrem desolaten Haushalt, morgen sind es die Italiener, die den illegalen Einwanderern nicht Herr werden.
Wenn man am Bett eines Kranken sitzt, so hat man die Möglichkeit ihn zu heilen oder ihn sterben zu lassen. Wenn aber jemand so krank, so lebensunfähig, wie sich diese politische Chimäre erwiesen hat, so gibt es eigentlich nur noch die politische Sterbehilfe. Im Laufe der Geschichte haben sich viele Staatengebilde als überholt und nicht mehr existenzfähig gezeigt (die Pontische Union, das karthargische Reich, das heilige römische Reich deutscher Nation, die Mogulreiche usw.). Wir können uns noch auf einen langfristigen Zerfallsprozess einstellen oder heute und hier sagen : Ende !
Die Tränen zur Beisetzung der EU und des Euros werden sich - zumindest in Deutschland - sehr in Grenzen halten.
Das Ganze wurde dann 2002 gekrönt von einer gemeinsamen Währung - Dem EURO !
Abgesehen davon, das in Deutschland niemand gefragt wurde, ob er diesen weichen Esperanto-Taler wollte, verkaufte uns jede politische Richtung von SPD bis CSU, von Helmut Schmidt bis Helmut Kohl den EURO als das Allheilmittel gegen Nationalismus, Krieg und Verelendung. Gebetmühlenartig erklärte man uns zu jeder passenden und auch unpassenden Gelegenheit die Notwendigkeit einer stabilen Währung (die hatten wir allerdings vorher mit der Mark auch). Man schilderte uns in den buntesten Farben, das der EURO der Kitt wäre, mit dem das europäische Haus nun endlich in stabile, wetterbeständige Formen gepresst würde. Und man versicherte uns - ob nun SPD oder CDU - der EURO wäre sicherer als die Deutsche Mark, weil er ja von so vielen guten europäischen Schultern getragen würde. Und viele Deutsche glaubten sogar daran. Schließlich war es doch der CDU-Kanzler Helmut Kohl, der uns nicht nur die Einheit persönlich gebracht hatte, sondern auch ein ganz persönliches Verhältnis zum Geld hatte (wenn er auch nicht immer so genau wusste, wer ihn da gerade die Millionen "Bimbes" aufs Konto gepackt hatte). Nun - Helmut Kohl ist nach seinem unrühmlichen Auftritt vor dem Spenden-Untersuchungsausschuß in der politischen Versenkung verschwunden und vegetiert nun als sabbernder Greis in Oggersheim vor sich hin - von den eigenen Söhnen distanziert und von jeder politischen Tätigkeit enthoben. Seinen gelobten EURO haben wir immer noch am Halse hängen. Wenn wenigstens mit seinem blamablen Abtritt auch seine krude Idee von der europäischen Gemeinschaftswährung auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen worden wäre, so wäre der Schaden, den dieser überschätzte Provinz-Politiker angerichtet hat, in überschaubaren Grenzen geblieben.
Darüber hinaus haben wir viele unserer souveränen Rechte als Staat an eine politische Entscheidungsstelle verlagert, auf die der "mündige" sprich wahlberechtigte Bürger nur indirekt oder gar keine Zugriffmöglichkeit erhalten hat. Die Europäische Kommission wird von keinem Bürger gewählt und auch Jean-Claude Junker wurde - entgegen den Wahlplakaten zur Europa-Wahl - nicht von den Bürgern gewählt, sondern im Hinterziimmer ausgekungelt. Das wundert mich allerdings nicht, da Herr Junker ja seine politschen Fähigkeiten als luxemburgischer Premier in erster Linie als eine Art steuerpolitischer Lumpensammler bewiesen hat, der in der ganzen Welt die Betreiber steuervergünstigter luxemburgischer Briefkastenfirmen gesucht und gefunden hat. Solche Typen verkaufen auch auf Kaffee-Fahrten alten Omis überteuerte Heizdecken und Heilerde aus Sumatra.
Sein politischer Kontrolleur - der Präsident des Europäischen Parlamentes brillierte einst als Spitzenpolitiker in der Rolle des gescheiterten Bürgermeisters von Würselen (eine Kleinstadt im Kreis Aachen). Solchen Leuten wurde also mit scheinbarer Genehmigung des Wähler und mit Billigung unserer Volksvertreter so wichtige Aufgaben wie Währungspolitik, Grenz- und Zuwanderungskontrollen, Sicherheitspolitik und Gesetzgebung in die Hand gegeben. Eher hätte man Schimpansen mit chinesischem Porzellan spielen lassen sollen - da hätte man wenigstens etwas zu Lachen gehabt. Die Probleme - insbesondere der äußeren Sicherheit der EU - können von dieser Ansammlung heillos zerstrittener, inkompetenter und in den meisten Fällen nur auf das Wohl des eigenen Volkes bedachten Politkasperl werder fachlich noch zügig angegangen werden. Wenn diese Gestalten - selbstverliebt und vollkaskoversichert - wirklich politische Klasse besäßen, so hätte man sie nicht nach Brüssel oder Straßburg abgeschoben. Wer wirklich etwas taugte, der blieb in der Heimat. Nicht umsonst gilt das europäische Parlament als Endlagerstätte für verbrannte politische Seelen (oder für diejenigen, die die Flecken auf der weißen Weste nicht verbergen können).
Aber der Bürger ist ja garnicht so doof, wie der EU-Politiker sich das wünscht. In Großbritannien spuckt ein Nigel Farage den Euro-Freunden kräftig in die Suppe, in Frankreich marschieren Hundertausende für die Front National der Marine le Pen durch die Straßen und erobern die Rathäuser, in Ungarn wurde Victor Orban - ein erklärter Nationalist - Ministerpräsident, in Spanien spalten sich die Wähler in Linke und eine neuerstarkte Falange Espagnola, in Italien blockieren die Neofaschisten die politische Arbeit und auch in den anderen Staaten formieren sich Euro- und EU-Gegner wie in Dänemark und den Niederlanden. Nach 60 Jahren Schönfärberei und Dauerberieselung europäischer Ideale steht kaum ein Land der EU noch ohne massive kritische Masse da. Scheisse aber auch, was - da werden Generationen von Bürgern von ihren Politikern auf die Europa-Idee eingeschworen als gelte es das Evangelium zu verkünden und am Ende stehen mehr Leute gegen diese Idee als zuvor. Da muss doch etwas passiert sein.
Tja - das ist wie in der christlichen Seefahrt. Man kann die Lecks eine Zeitlang stopfen, man kann eine Kapelle auf dem Oberdeck spielen lassen und man kann sogar durch geschicktes Pumpen den Kahn noch eine Zeit über Wasser halten. Einmalaber kommt der Moment - wenn auch spät, aber unvermeidbar - da merken die Leute in den unteren Decks, das etwas nicht stimmt. Und dann bricht sich die Panik Bahn.
Heute entscheiden die Griechen, ob sie sich Sparmaßnahmen unterwerfen oder einfach "Leck mich" sagen wollen. Die Banken bei ihnen sind geschlossen, die Arbeitslosenzahlen sind oben und "der Ouzo fürr meinne Frreundää" geht schon lange nicht mehr aufs Haus. Die Misswirtschaft der in Euphorie in die EU und die Euro-Zone gelockten (oder getriebenen) Griechen, ist so unübersehbar, das hier der Blindeste merken muß, wo die Grenzen der himmlischen Harmonie der EU sind. Man hat ja wirklich bald jede angeschlagene Bananenrepublik vom Balkan bis zum Baltikum in die Staatengemeinschaft gelockt, wie die Mitspieler in einem Pyramidenspiel. Da gewinnt nur der, der als erster wieder aussteigt. Das ist uns hier leider nicht möglich. Wir hängen - dank der alternativlosen Politik unserer sparsamen Kanzlerin ("so handelt die schwäbische Hausfrau") - mit satten 80 Mrd € für die Feta-Oliva-Gyros-Schmierlappen in der Kreide. Ob nun der Premier Tsipras oder Alexis Sorbas heisst, ob nun die Knoblauchkäse-Souvlakis austrten, drinbleiben oder rausfliegen, ob die Griechen mit ja oder nein stimmen. Hier ist das Ende der Fähigkeiten der EU sichtbar. Hier werden die sorgsam verdrängten Probleme tägliche Realität. Heute sind es die Griechen mit ihrem desolaten Haushalt, morgen sind es die Italiener, die den illegalen Einwanderern nicht Herr werden.
Wenn man am Bett eines Kranken sitzt, so hat man die Möglichkeit ihn zu heilen oder ihn sterben zu lassen. Wenn aber jemand so krank, so lebensunfähig, wie sich diese politische Chimäre erwiesen hat, so gibt es eigentlich nur noch die politische Sterbehilfe. Im Laufe der Geschichte haben sich viele Staatengebilde als überholt und nicht mehr existenzfähig gezeigt (die Pontische Union, das karthargische Reich, das heilige römische Reich deutscher Nation, die Mogulreiche usw.). Wir können uns noch auf einen langfristigen Zerfallsprozess einstellen oder heute und hier sagen : Ende !
Die Tränen zur Beisetzung der EU und des Euros werden sich - zumindest in Deutschland - sehr in Grenzen halten.
Donnerstag, 2. Juli 2015
Es ist heiß ! - NA UND !
Endlich gehen mal die Temperaturen auf ein Niveau, das man mit Fug und Recht als "sommerlich" bezeichnen kann. Das Thermometer klettert munter auf 37 Grad und am Himmel zeigt sich freudig die Bläue wolkenlos. Das ist Sommer. Das ist die Zeit sich mal in den Swimmingpool zu werfen ohne vorher die Heizung an dem Ding anzuwerfen. Das ist die Gelegenheit sich mal wirklich stilecht einen "Cuba libre" oder einen "Long Island Iced Tea" zu gönnen. Man kann endlich das Cabrio aus der Garage fahren ohne einen Schal in den Nacken zu legen oder sich die Nase abzufrieren.
ENDLICH SOMMER - und was lese ich in diversen Posts von Freunden und Bekannten ? Die Meinungen gehen von "Scheiß-Hitze" bis zu "Ich wandere nach Grönland aus". Wo sind die Leute geblieben, die das Ausbleiben des Sommers je nach Position und Weltsicht dem Klimawandel, der Regierung, der SPD oder dem guten Petrus in die Schuhe geschoben haben. Wo sind die Menschen, die sich lang und breit über die "richtigen Sommer" in ihrer Jugend erinnert haben. Ich kann mich an meine Kindheit erinnern, wo wir solche Temperaturen nicht selten hatten. Heute müssen wir zum Teil dafür recht weit reisen und erhebliche Geldmittel aufbringen. Jetzt ist der Sommer hier - und gratis obendrein. Also - nicht maulen sondern sich einfach mal vom Sommerfeeling packen lassen.
Natürlich hat so eine Wärmewelle auch ihre Schattenseiten. Die Strand- und Gartenlokale sind zum Teil überfüllt mit Menschen, mit denen ich eigentlich meine Freizeit nicht verbringen möchte. Unförmige junge Menschen präsentieren ihre körperlichen Unzulänglichkeiten in blamierenden Kleidungsstücken und zeigen ihre verunglückten Tätowierungsversuche. Sonnenungeübte strecken ihre an gammelige Käsesticks erinnernden Extremitäten in Fußgängerzonen schamlos in die Sonne (und wundern sich über den Sonnenbrand, der sie zwar krebsrot, aber eben nicht braun gemacht hat). In den öffentlichen Badeanstalten mancher Region wabern verhaltensauffällige Jugendliche alkoholisiert durch die Landschaft (ebenfalls mit hohem Sonnenbrandrisiko, weil die Ölung nur innerlich vollzogen wurde). Und in den Getränkemärkten kaufen die Leute plötzlich Mengen von Sprudelwasser als würde die Versorgung in Folge des bevorstehenden GREXIT ab nächste Woche ausschließlich noch auf Lebensmittelmarken erfolgen.
Und da sind wir genau bei dem Punkt, der uns von sonnenverwöhnten Völkern unterscheidet. Wir geraten zu leicht in Panik. Geht die Sache doch mal gelassen an. Nur weil die Sonne am Himmel mal etwas scheint, müssen nicht die Wasservorräte auf Notstandsniveau gebracht werden. Man muss nicht in die Schwimmbäder fliehen, die sind nächste Woche auch noch da (oder halt der Baggersee). Einen Platz im Gartenlokal braucht man nicht beim Kellner lautstark zu reklamieren (wenn man sonst die Restaurantion nur spärlich frequentiert) - der arme Mann (- oder Frau) hat bei dem Wetter schon genug zu laufen. Warum drängeln ? Es ist allen warm. Warum ein böses Gesicht machen ? Die Probleme werden bei hohen Temperaturen nicht schlimmer und durch "böses Gucken" nicht leichter zu lösen sein. Immer gelassen bleiben - die typische südamerikanische "Tranquilidad" mal raushängen lassen.
Ich jedenfalls habe mir vorgenommen, das warme Wetter einfach zu genießen und nicht verdrießlich in den Sommer zu gehen. Und wem es zu warm ist, dem darf ich einen Satz meines Großvaters in Erinnerung bringen. 1976 war auch so eine Hitzewelle. Unser Nachbar meinte schon den Untergang des Abendlandes zu erkennen. Mein Großvater lachte nur und meinte "....vor El-Alamein war es viel heißer!"
Geniest die Sonne !
ENDLICH SOMMER - und was lese ich in diversen Posts von Freunden und Bekannten ? Die Meinungen gehen von "Scheiß-Hitze" bis zu "Ich wandere nach Grönland aus". Wo sind die Leute geblieben, die das Ausbleiben des Sommers je nach Position und Weltsicht dem Klimawandel, der Regierung, der SPD oder dem guten Petrus in die Schuhe geschoben haben. Wo sind die Menschen, die sich lang und breit über die "richtigen Sommer" in ihrer Jugend erinnert haben. Ich kann mich an meine Kindheit erinnern, wo wir solche Temperaturen nicht selten hatten. Heute müssen wir zum Teil dafür recht weit reisen und erhebliche Geldmittel aufbringen. Jetzt ist der Sommer hier - und gratis obendrein. Also - nicht maulen sondern sich einfach mal vom Sommerfeeling packen lassen.
Natürlich hat so eine Wärmewelle auch ihre Schattenseiten. Die Strand- und Gartenlokale sind zum Teil überfüllt mit Menschen, mit denen ich eigentlich meine Freizeit nicht verbringen möchte. Unförmige junge Menschen präsentieren ihre körperlichen Unzulänglichkeiten in blamierenden Kleidungsstücken und zeigen ihre verunglückten Tätowierungsversuche. Sonnenungeübte strecken ihre an gammelige Käsesticks erinnernden Extremitäten in Fußgängerzonen schamlos in die Sonne (und wundern sich über den Sonnenbrand, der sie zwar krebsrot, aber eben nicht braun gemacht hat). In den öffentlichen Badeanstalten mancher Region wabern verhaltensauffällige Jugendliche alkoholisiert durch die Landschaft (ebenfalls mit hohem Sonnenbrandrisiko, weil die Ölung nur innerlich vollzogen wurde). Und in den Getränkemärkten kaufen die Leute plötzlich Mengen von Sprudelwasser als würde die Versorgung in Folge des bevorstehenden GREXIT ab nächste Woche ausschließlich noch auf Lebensmittelmarken erfolgen.
Und da sind wir genau bei dem Punkt, der uns von sonnenverwöhnten Völkern unterscheidet. Wir geraten zu leicht in Panik. Geht die Sache doch mal gelassen an. Nur weil die Sonne am Himmel mal etwas scheint, müssen nicht die Wasservorräte auf Notstandsniveau gebracht werden. Man muss nicht in die Schwimmbäder fliehen, die sind nächste Woche auch noch da (oder halt der Baggersee). Einen Platz im Gartenlokal braucht man nicht beim Kellner lautstark zu reklamieren (wenn man sonst die Restaurantion nur spärlich frequentiert) - der arme Mann (- oder Frau) hat bei dem Wetter schon genug zu laufen. Warum drängeln ? Es ist allen warm. Warum ein böses Gesicht machen ? Die Probleme werden bei hohen Temperaturen nicht schlimmer und durch "böses Gucken" nicht leichter zu lösen sein. Immer gelassen bleiben - die typische südamerikanische "Tranquilidad" mal raushängen lassen.
Ich jedenfalls habe mir vorgenommen, das warme Wetter einfach zu genießen und nicht verdrießlich in den Sommer zu gehen. Und wem es zu warm ist, dem darf ich einen Satz meines Großvaters in Erinnerung bringen. 1976 war auch so eine Hitzewelle. Unser Nachbar meinte schon den Untergang des Abendlandes zu erkennen. Mein Großvater lachte nur und meinte "....vor El-Alamein war es viel heißer!"
Geniest die Sonne !
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